Udo Lindenberg wie du ihn noch nicht gesehen hast - Musik, Einfluss, Hintergründe | FRAX Music 12
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Zusammenfassung
In der zwölften Folge von FRAX Music widmen sich Axel Breitung und Frank Engelmayer einer der größten Ikonen der deutschen Musikgeschichte: Udo Lindenberg. Anlass ist sein 80. Geburtstag – ein Meilenstein, der die beiden Hosts dazu inspiriert, das Leben, die Musik und den Einfluss Lindenbergs in einem zweiteiligen Spezial zu beleuchten.
Schon zu Beginn wird deutlich, dass Udo Lindenberg weit mehr als nur ein Musiker ist. Seine Karriere erstreckt sich über Jahrzehnte, in denen er immer wieder mit neuen Ideen und Sounds überrascht hat. Besonders bemerkenswert ist sein Einfluss auf die deutsche Sprache und Popkultur: Wortspiele, neue Begriffe und eine schnoddrige, unverwechselbare Art zu texten haben ihn zu einem echten Sprachschöpfer gemacht. Axel Breitung, der selbst mit Lindenberg gearbeitet hat, berichtet aus erster Hand von der Kreativität und dem Innovationsgeist des Künstlers.
Die Folge taucht tief in die Anfänge Lindenbergs ein. In den frühen 1970er Jahren war Rockmusik in Deutschland fast ausschließlich englischsprachig. Lindenberg war einer der ersten, der Rock auf Deutsch salonfähig machte. Sein Durchbruch gelang ihm 1973 mit dem Album „Alles klar auf der Andrea Doria“, das nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich neue Maßstäbe setzte. Die Hosts vergleichen Lindenbergs Einfluss mit anderen Größen wie Ton Steine Scherben oder Rio Reiser, betonen aber, dass Lindenberg Entertainment und gesellschaftliche Themen auf einzigartige Weise verband.
Ein weiteres Thema ist Lindenbergs Rolle als Schlagzeuger. Vor seiner Solokarriere spielte er bei renommierten Bands wie Klaus Doldingers Passport, Frumpy und Atlantis. Diese musikalische Vielseitigkeit prägte seinen späteren Sound und seine Offenheit für technische Innovationen – wie etwa den Einsatz der legendären LinnDrum-Maschine beim Song „Sonderzug nach Pankow“.
Auch Lindenbergs politische Seite kommt zur Sprache. Er war nie ein klassischer Agitator, sondern brachte gesellschaftliche Themen wie die deutsch-deutsche Teilung auf eine menschliche Ebene. Songs wie „Mädchen aus Ost-Berlin“ oder „Sonderzug nach Pankow“ sind Beispiele für seine Fähigkeit, Zeitgeschichte in Musik zu verwandeln, ohne den Zeigefinger zu heben. Die Hosts erzählen von Lindenbergs legendärem Auftritt 1988 im Palast der Republik in Ost-Berlin – ein Ereignis, das Musikgeschichte schrieb.
Nicht zuletzt beleuchtet die Folge Lindenbergs Einfluss auf andere Künstler, seine Zusammenarbeit mit Otto Waalkes und die Entstehung von Kultfiguren, die bis heute in der Popkultur nachhallen. Die Hosts laden die Hörer ein, sich auf eine spannende Reise durch das Werk und das Leben eines Ausnahmekünstlers zu begeben, der wie kaum ein anderer die deutsche Musik- und Sprachlandschaft geprägt hat.
Playlist zur Folge
Hintergrund & Kontext
Udo Lindenberg wurde 1946 in Gronau geboren und wuchs in einer Zeit auf, in der die deutsche Musikszene noch stark von angloamerikanischen Einflüssen geprägt war. Erst in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren begann sich eine eigenständige deutsche Rock- und Popkultur zu entwickeln. Lindenberg war ein Pionier dieser Bewegung und trug maßgeblich dazu bei, dass deutschsprachige Rockmusik gesellschaftsfähig wurde.
Seine Karriere startete er als Schlagzeuger in Jazz- und Rockbands, bevor er 1971 sein erstes Soloalbum veröffentlichte. Mit „Alles klar auf der Andrea Doria“ gelang ihm 1973 der Durchbruch. In den folgenden Jahrzehnten wurde Lindenberg nicht nur für seine Musik, sondern auch für seine extravagante Persönlichkeit, seine politischen Statements und seine künstlerischen Experimente bekannt. Besonders in den 1980er Jahren setzte er mit Songs wie „Sonderzug nach Pankow“ Zeichen für die Annäherung zwischen Ost und West und wurde zu einer Stimme der Verständigung in der geteilten Nation.
Lindenbergs Einfluss reicht weit über die Musik hinaus: Er prägte die deutsche Popkultur, beeinflusste Generationen von Künstlern und brachte gesellschaftliche Themen in den Mainstream. Seine Zusammenarbeit mit anderen Größen der Hamburger Szene, sein Engagement für Frieden und seine unverwechselbare Sprache machen ihn zu einer der wichtigsten Figuren der deutschen Nachkriegskultur.
Häufige Fragen
Was macht Udo Lindenberg so besonders in der deutschen Musikgeschichte?
Udo Lindenberg ist einer der ersten Musiker, der Rockmusik auf Deutsch populär gemacht hat. Sein einzigartiger Stil, seine Texte und sein Einfluss auf Sprache und Popkultur machen ihn zu einer Ikone, die Generationen geprägt hat.
Welche berühmten Songs hat Udo Lindenberg geschrieben?
Zu seinen bekanntesten Songs zählen 'Sonderzug nach Pankow', 'Alles klar auf der Andrea Doria', 'Cello' und 'Mädchen aus Ost-Berlin'. Viele seiner Lieder sind heute Klassiker der deutschen Musik.
Wie hat Udo Lindenberg die deutsche Sprache beeinflusst?
Lindenberg hat mit seinen Wortspielen und Ausdrücken wie 'Panik' die Alltagssprache geprägt. Seine Texte sind oft humorvoll, kritisch und haben neue Begriffe in den deutschen Sprachgebrauch eingeführt.
Welche Rolle spielte Udo Lindenberg in der deutsch-deutschen Geschichte?
Udo Lindenberg thematisierte früh die Teilung Deutschlands, etwa im Song 'Mädchen aus Ost-Berlin'. Mit 'Sonderzug nach Pankow' setzte er ein musikalisches Zeichen für Verständigung zwischen Ost und West.
Mit welchen Künstlern war Udo Lindenberg eng verbunden?
Er war Teil der Hamburger Musikszene und lebte zeitweise mit Otto Waalkes zusammen. Auch mit Musikern wie Klaus Doldinger, Inga Rumpf und Jean-Jacques Kravetz arbeitete er eng zusammen.
Gesprächs-Transkript
Hallo liebe Musikfreunde, willkommen bei FRAX Music. Heute mit einem Spezial, einer Hommage an Udo Lindenberg, der vor ein paar Tagen seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. Ich bin Frank Engelmayer und mit mir dabei ist Axel Breitung. Schönen guten Abend.
Hallöchen.
Hallo. Udo Lindenberg ist 80 geworden und wir werden in 2 Teilen, weil wir so viel zu erzählen haben, werden wir uns Udo Lindenbergs Leben widmen, seinem Werk. Wir werden auf die Musik schauen. Axel hat mit Udo Lindenberg auch schon zusammengearbeitet, hat ihn kennengelernt. Wir haben so unglaublich viel vor, deswegen werden wir das in 2 Teilen machen. Aber so mal eingangs, wenn jetzt Udo Lindenberg seinen 80. Geburtstag hatte, lass uns mal ein bisschen auf diesen Menschen schauen. Es ist doch fair zu sagen, Axel, Udo Lindenberg gehört zu den bedeutendsten deutschen Rockmusikern und ich würde sogar sagen Musikern des 20. und 21. Jahrhunderts überhaupt, oder? Sehr viel mehr würde mir nicht einfallen, die man über Udo Lindenberg rankt, wenn man sein gesamtes Lebenswerk anschaut.
Dem stimme ich natürlich absolut zu. Klar, Udo hat ja eine verdammt lange Karriere und auch, sagen wir mal, immer wieder kommt er mit was Neuem um die Ecke. Es ist ja noch gar nicht so lange her, da war er wieder in den Charts ganz weit oben Nummer 1 gewesen. Auch da siehst du, er ist einfach immer da und hat immer irgendwie irgendwas Neues, hat er immer wieder. Und wenn der Sonderzug eben sonst wohin fährt, also er hat immer wieder eine Idee.
Ist so ein Typ, der ist larger than life. Der Mann ist eine Ikone. Wenn ich zum Beispiel meine Tochter frage, die ist Teenager: Udo Lindenberg, hast du den schon mal gehört? Dann: Ja, weiß sie. Sie weiß auch, wie der Typ aussieht, so alter, ikonisch, immer mit dem Hut. Aber Musik kennt sie jetzt gar nicht so wirklich von Udo Lindenberg. Das finde ich echt total interessant. Der Mann ist größer eigentlich als jetzt sein musikalisches Werk, was natürlich unglaublich umfangreich ist. Ich weiß gar nicht, was waren es? 34 oder 36 Studioalben über die Jahrzehnte gemacht. Hammer. Aber Udo Lindenberg ist halt echt nicht nur eben der Musiker oder auch letztens nicht nur in ein Musikgenre zu packen, sondern der hat so viele Verdienste auch letztens um die deutsche Sprache.
Oder man kann das vielleicht auch kritisch sehen, so diese Art, wie er sich ausdrückt.
Aber welchen Einfluss er genommen hat, das macht ihn schon zu einem Giganten.
Ja, auf jeden Fall. Und natürlich seine schnoddrige Art, die halt eben, das war, als er angefangen hatte, war das ja wirklich was echt Neues. So kannte man das ja nicht. Also kann man sich heute rückwirkend schlecht vorstellen, muss man miterlebt haben, die Zeit. Aber es war halt eben so, dass er damit so mit seiner Schnoddrigkeit und seinem typischen Stil, den man heute natürlich kennt und der jetzt eigentlich auch jetzt nicht mehr so aus der Rolle fällt. Aber früher, als er anfing, war das natürlich absolut, ja, es war richtig was Neues, was er gemacht hat. Und auch die Art zu texten halt eben. Und da merkt man auch, also ohne seine Texte geht es auch nicht. Er hat viele Coverversionen gemacht, das müsste man auch noch erwähnen. Also englischsprachige, deutschsprachige, also er hat viele Sachen immer wieder mal neu aufgenommen in seinem Stil. Aber im Grunde genommen, das, was man von ihm kennt, Das sind die Sachen, die aus seinem Kopf gekommen sind, also seine Texte vor allen Dingen.
Ja, er ist ja musikalisch groß geworden in Hamburg und dort immer verbunden mit dieser Hamburger Szene. Und er war tatsächlich, wenn man so überlegt, mit einer der allerersten, die Rockmusik auf Deutsch gemacht haben. Rockmusik, hey, das war damals, wir reden jetzt von Anfang der 70er, Ich würde mal sagen, so der große Durchbruch als Udo Lindenberg war 1973. Da war er mit dem Album Alles klar auf der Andrea Doria. Ab da war er so die deutsche Rockmusik, weil vorher gab es das gar nicht. Es gab natürlich Schlager und es gab auch so Nischenbands wie beispielsweise Ton Steine Scherben, Rio Reiser. Die haben auch auf Deutsch gesungen, aber das war sozusagen eine Politrockband. Die haben halt Agitation betrieben und haben halt ihre Message auf Deutsch rübergebracht. Rockmusik, die so zum Entertainment war, die war eigentlich fast ausschließlich englisch. Man hat das halt übernommen von dem, was aus Amerika oder aus England von den Peakers kam. Und das ist ein Riesenverdienst. Und ich tatsächlich bei Udo Lindenberg, der hat so viele Wortspiele auch gebracht und hat damit so einen Einfluss genommen auf Menschen. Da gab es ja auch mal so eine Zeit, da hat er mit Otto Waalkes und anderen Leuten, Otto Waalkes, der Comedian aus Norddeutschland, die haben ja zusammen in der WG gewohnt. Wohnt, in Hamburg in den 70er Jahren. Und da sind diese ganzen, sowohl bei Otto als auch bei Udo Lindenberg, sind diese ganzen Kunstfiguren entstanden, so diese komischen Namen haben, wie so Typen, die dann bei Udo manchmal über mehrere Alben auftauchen. Bodo Ballermann oder so was. Oder bei Otto waren es Susi Sorglos oder Harry Hirsch. So diese ganzen Charaktere, die haben sich auch gegenseitig so beeinflusst. Das finde ich so faszinierend. Udo Lindenberg und Otto Waalkes. Und manche von diesen Sachen haben dann sogar Einfluss genommen auf unsere Sprache. Ich habe zum Beispiel den Verdacht und ich weiß nicht, ob es 100% stimmt. Wenn nicht, dann schreibt es in die Kommentare, dann schauen wir uns auf die Finger. Aber ich sage mal so, ich habe den Verdacht, der allgemeinsprachliche Umgang mit dem Wort Panik. Ich glaube, das kommt von Udo Lindenberg. Der hat das Wort nicht erfunden. Aber ich glaube mal, dass in den 50er-Jahren man das nicht so oft gehabt hat in seinem Sprachgebrauch. Wenn wir jetzt sagen: Hey, keine Panik, die Pizza braucht noch ein bisschen oder so was. Und das hat er erfunden. Und ich meine, was gibt es für ein größeres Verdienst, wenn du sozusagen Texter bist, ob das jetzt als Musiker ist oder als Dichter, wenn deine Sprache Einfluss nimmt auf die Allgemeinsprache, dann zeigt das ja nur, wie groß eigentlich sein Einfluss war.
Also musikalisch hat er auch seine Bandbreite. Also wenn du an das Cello-Thema denkst, er war immer mit irgendwas dabei, wo man wieder gestaunt hat, wie er da musikalisch drüber kam. Oder das Bekannteste mit ist ja der Sonderzug. Auch da hat er ja wirklich neue Wege gegangen. Und zwar, das ist jetzt mal kleiner aus dem Studio-Talk, zu dem Zeitpunkt war es ja eigentlich, das war Anfang der Achtziger, da war das ja eigentlich so, dass man, da war der große Umschwung. Bis dahin gab es also den Drummer, der das einspielen musste live hinter der Kiste, halt mit Klicktrack im Kopf, sozusagen, dass er einen guten Guide hatte. Und dann war es halt eben so, dass man so durch die Schlagzeug eigentlich immer aufgenommen hat. Und natürlich Waren natürlich schon Leute dran, die haben dann überlegt, okay, wie können wir das Schlagzeug so auch im richtigen Sound machen, dass wir das dann halt eben entsprechend auch so klingen lassen können, aber aus der Maschine. Das heißt, mit der Genauigkeit, mit der halt eben so eine Maschine arbeitet, das wollte man natürlich schon haben. Und deshalb, da kam nämlich, ich glaube, das war '83, '84, denk ich mal, da kam die sogenannte Linndrum. Das war der Hammer damals. Also das Ding war sau teuer.
Die Gitarrenmaschine, die auch Prince benutzt hat, oder?
Ja, die hat dann nach und nach ABC und so weiter, die haben, also auch die ganzen Briten haben die massiv genutzt. Die kam dann eigentlich relativ, und das ist dann der Sonderzug gewesen. Der hat den auch genommen, diese Kiste. Also hat den unverwechselbaren Klang gehabt und ich sage wieder, das war ja dann plötzlich in. Und für ihn war das natürlich der Moment, wo er sagte, ja gut, dann brauche ich das. Fritz hat das auch gut gefunden und hat das einfach ausgebildet. Manchmal ist es so gewesen, dass die Leute das in Demos schon drin hatten, und dann hat er gesagt, pff, ist doch super, ich will aber jetzt diesmal keinen Schlagzeuger haben. Sonst beim nächsten Mal nehme ich wieder Schlagzeuger, aber jetzt will ich keinen. So war das.
Wo du auch sagst Schlagzeug, er war ja ein virtuoser Schlagzeuger. Das war sein Einstieg ins Music Business, und da war der wohl auch richtig gut. Der war auch Jazz-tauglich, der hat Schlagzeug gespielt, Bei dem ersten Album von Klaus Doldingers Passport, das ist eine Jazzformation von Doldinger, auf dem ersten Album da, der Gedrummter, der hat auch Schlagzeug gespielt hier für so große andere Hamburger Musiker. Inga Rumpf, die Sängerin, und auch Jean-Jacques Kravetz, der Keyboarder, mit dem er auch später dann ganz oft noch gearbeitet hat, der in einem Panikorchester war. Aber die haben schon Anfang der 70er, als Udo Lindenberg noch nicht als Solo-Artist irgendwie bekannt war, Da hat er bei deren Bands mitgespielt, bei Frumpy, absolute Kultband im Krautrock, und auch bei der Nachfolgerband Atlantis, hat dort die live auf Tourneen begleitet. Der war also erstmal Schlagzeuger und ist dann erst zum Solokünstler geworden. Und 1973 war, glaube ich, dann das entscheidende Jahr für ihn, wo dann der Durchbruch kam mit diesem Andrea Doria Album, was das zweite Album war. Das erste ist, glaube ich, total gefailt, ist jetzt nur ein paar tausend Mal verkauft Aber alles klar auf der Andrea Doria, ja, das wurde auch so ein geflügeltes Wort. Das ist, was Lindenberg da nicht geprägt hat. Ja, hier sehen wir auch mal das Cover, blutjunge Lindenberg noch. Brav, da hat er in der Hand die Zeitung, ja, auch cool.
Stimmt, ja, er war ja ein bisschen politisch, war er ja immer schon ein bisschen mit dabei. Also es ist ja nicht, er hat da schon öfter mal sich zu Wort gemeldet, wenn irgendwas draußen passiert ist auf der Weltbühne. Da war er schon immer ein bisschen mit dabei. Mit dabei. Also insofern passt das mit der Pravda natürlich hervorragend.
Das mit der Pravda passt absolut hervorragend, weil Udo Lindenberg, ja, er war politisch in allen Dingen engagiert, sein Leben lang. Und da kann man auch, muss man auch gar nicht mit allem einverstanden sein. Aber weil der Typ auch so viele Dinge thematisiert hat, einfach im Laufe der Jahrzehnte. In den 80ern war er bei der Anti-Atom-Bewegung. Da gab es auch einen Dokumentarfilm, den er gemacht hat, der WAA-Wahnsinn, Wackersdorf, wenn du dich erinnerst. Also es sind eigentlich echt ganz viele Themen. Aber was ich so faszinierend finde bei ihm, Wenn ich drüber nachdenke, vielleicht fällt euch noch jemand anders ein, aber er ist doch der einzige Künstler, Musiker, der so in den 70ern und 80ern diese ostwestdeutsche Thematik auch irgendwie auf dem Schirm hatte. Was ich eigentlich total interessant finde, weil im Grunde genommen ist es doch popkulturell total spannendes Thema. Bowie hat das auch gemacht. Die Mauer in Berlin, wie faszinierend ist das? Geteilte Stadt. Aber wenn du so guckst, so deutsche Musik, Das war irgendwie nie richtig Thema. Lindenberg war der einzige, der das gemacht hat und auch immer so in so einem Versuch, so ausgleichend zu sein, nicht politisch irgendwie sich auf eine Seite zu schlagen. Und das war eben auch schon 1973 auf dieser ersten Platte, die wir gerade hatten, Andrea Doria. Dort ist das Mädchen aus Ostberlin, dieser Song, der einfach so eine romantische Geschichte ist. Da sind zwei Menschen, einer kommt aus Westberlin, sie kommt aus Ostberlin. Romeo und Juliet, wir kennen den Plot. Und dann ist dieser Wahnsinn von Grenze so. Sie muss wieder zurück und die Mauer, die sie trennt. Und in dem Song singt er dann auch irgendwo, er singt dann einfach nur: Hey, ich hoffe, dass die da oben das irgendwann mal geregelt kriegen. Also er nimmt jetzt nicht so eine politische Position ein, wie das vielleicht die Ton Steine Scherben gemacht hätten, sondern er sagt halt, er ist eigentlich unpolitisch. Er bringt es auf so eine menschliche Ebene runter. Und das hat er eigentlich doch sein ganzes Leben gemacht. Und das finde ich interessant, dass er als Einziger so auch dieses Ost-West-Ding dann thematisiert hat.
Und du hast ja auch schon gerade angesprochen, Wochen ja Sonderzug nach Pankow, 1983.
Das ist ja ein Song, wo es ausschließlich darum geht.
Ja, ja, auch gerade den halt eben, der, der, ich glaube, wenn man, wenn man den Namen hört, dann gehört das schon in die Top 5 von den Titeln, die man von ihm kennt. Das war damals ja eigentlich, das war so dreist eigentlich schon, dass das, das kann man sich heute, heute ist, würde man das nicht so wahrnehmen mehr, aber weil es ja doch sich sehr viel andere Sachen auch gegeben hat. Aber jetzt dabei, damals war das wirklich echt herausragend und, und Das darf man ja nicht vergessen. Da gab es ja noch eine Antwort drauf.
Ja, die Geschichte ging ja weiter. Tatsächlich, Sonderzug nach Pankow 1983, da singt er schon. Er singt so direkt Erich Honecker, den Größtvater der DDR, an und sagt: Hey, ziehst du doch auch mal gerne die Lederjacke an? Ein bisschen Rockmusik, wär's nicht cool? Ich würde meinen aus Berlin spielen, ich verlange auch nicht viel Geld und andere dürfen dort auch spielen. Warum nicht ich? Und so. Und ich habe auch viele Fans und so. Und lass mich doch mal spielen im Republikpalast Ostberlin. Und tatsächlich ist es dann ein paar Jahre später dann soweit gewesen. 1988 durfte er im Republikpalast spielen und wir sehen ja ein Bild von diesem Konzert. Und hey, weißt du, das war jetzt so eingebettet in so eine DDR-Propagandageschichte für Frieden und so. Und die bösen Pershing-Raketen aus dem Westen bedrohen uns und so weiter. Publikum war hier ausgewählte FDJ-Kader, also hier alle auf Linie. Und Lindenberg sollte halt da sozusagen, also das wollte die DDR, die wollte den ein bisschen einspannen für ihre schöne Inszenierung. Aber das ist auch Lindenberg wirklich, der hat eben nie eine Seite positioniert, sich auf eine Seite positioniert, sondern der hat dann auch dort eben auf der Bühne dann gesagt, so hat er dann die Waffen in Ost und West angeprangert, aber eben auch in Ost. Und da gab es dann dieses berühmte Lied auch, wozu sind Kriege da? Und das wurde dann in Ostdeutschland, und es gab dann auch in den 80ern noch Auftritte in der Sowjetunion. Dort wurden dann manchmal die Strophen noch geändert, weil der kleine Junge in dem Lied, der singt halt so, das war so eine Art wie: Ich habe Angst vor dem Atomraketenwald. Und das haben sie dann umgeändert: Ich habe Angst vor dem amerikanischen Pershing-Raketenwald und so was. Aber er hat es halt immer so frei gesagt, wie er das sieht. So: Raketen sind für alle scheiße. Und das wiederum hat den Leuten der DDR gar nicht gefallen. Und die Show war nur eine Viertelstunde. Geplant war danach noch eine ganze Tournee, aber die hat dann das Politbüro abgebrochen. Gesagt, weil der Lindenberg halt nicht berechenbar war. Cool war dann, als das Konzert vorbei war, das war eben hier, du siehst auch diese Ordnung, wie brav die da alle sitzen. Als er dann rausgegangen ist in Ostberlin aus dem Republikpalast, draußen vor dem Palast, da waren so seine ganzen echten Fans, die halt nicht rein durften in das Konzert, DDR-Rockfans. Und er hat dann draußen halt so echt noch das Bad in der Menge genossen. Da haben wir auch ein Bild davon.. Und das hat natürlich den DDR-Oberen auch nicht gepasst, dass der da so gefeiert wird von den Leuten. Und ja, das ist echt eine faszinierende Geschichte. Udo Lindenberg in den 80ern. Ja, und hier sehen wir es mal. Genau, das ist sozusagen in Ostberlin 1988 draußen. Und guck dir mal da die Leute an und auch die ganze— das ist eben nicht diese Ordnung da drin, Sitzreihe. Ey, wer da in Rock'n'Roll, das ist Rockmusik, Leute. Yeah!
Ganz genau. Ja, ja. Und dann ging ja auch dann noch sehr viel weiter, auch die 90er Jahre über. Da war er auch ordentlich mit dabei. Also auch da. Ja, und vielleicht ganz, ganz sinnvoll, dass man das jetzt mal damit kombiniert, was ich für ihn, mit ihm für Erfahrungen gemacht habe. Also Ende der 90er Jahre, also ich meine sogar 99 wäre es gewesen, da ich hatte, war seit '96 nämlich auch in Hamburg und das passte insofern. Ich glaube nicht, dass es sonst dazu gekommen wäre, zu einer Zusammenarbeit. Aber so kam er irgendwie, hatte jemanden den Kontakt gemacht und tauchte dann tatsächlich, ich wollte es kaum glauben, tauchte bei mir im Studio auf und sagte, ja, er hätte da eine Idee, was er gerne machen würde. Und das hatte er so das Gefühl gehabt, das könnte passen. Und darauf habe ich dann gesagt, okay, ja, ich denke mal, das können wir in so eine Richtung bringen. Habe ihn kurz mal so ein bisschen was angespielt. Das machen wir so, weil das passt zu meinem Titel. Der Titel hieß damals König von Scheißegalien und das passt ja so. Also ich habe mich total gefreut darüber, weil ich konnte ja nicht ahnen, dass er wirklich so einen typischen Lindenberg mitgebracht hat, sozusagen textlich. Und so haben wir dann diese Aufnahmen gemacht. Und ich muss wirklich sagen, also man kann ja sagen, also da war auch von der Stimmung her Also vielleicht noch ein bisschen plaudern mal von der anderen Seite. Also was bei ihm immer grundsätzlich so war, also vor 16 Uhr war schon dicht, hat er nichts gemacht sozusagen. Aber dann so, er war dann meistens so 18 Uhr, 17, 18 Uhr war er im Studio dann. Aber wie gesagt, auch alles alkoholfrei. Also da war alles easy, nur gute Dialoge. Wir waren kurz und knapp und haben auch einfach viel auch inhaltlich arbeiten können, was man mit ihm wirklich sehr gut können kann. Wirklich, das ist wirklich sehr, sehr konzentriert auch und also nicht schweift er erst groß aus, sondern er weiß genau, was er will. Und da stand er auch vor dem Mikrofon und dann hat er das halt eben so gesungen. Dann habe ich so gedacht, okay, wie gehe ich jetzt mit jemandem wie ihm um? Natürlich ist eins ganz klar, er hat seinen Stil, den muss man ihm nicht beibringen, das ist klar. Sondern der hat stilistisch, er hat ihn ja kreiert, diesen Stil. Da werde ich mich ja nicht hinstellen und werde sagen, mach mal anders. Das ist ja Quatsch. Also insofern, aber ich musste ihm nichts sagen und ich musste vor allen Dingen auch nicht viel dran arbeiten, weil er hat da wirklich sehr schön gerade und glatt gesungen. Also so, wie man es jetzt auch auf dem Tonträger hört. Und wir sind da noch mal auf ein paar Stellen eingegangen, aber ansonsten hat er das wirklich so perfekt durchgesungen. Also das war schon von seiner Seite aus hervorragend gemacht. Also wie gesagt, da kann man sich drauf verlassen. Voll Profi halt eben. Also insofern, das war aber, es gab noch eine weitere Zusammenarbeit, das ist nicht ganz unwichtig, weil das Album damals hieß Zeitmaschine und auf diesem Album Zeitmaschine habe ich mit ihnen nicht nur diesen König von Scheißegal gehabt, sondern wir haben zusammen einen alten Klassiker aufgenommen und zwar für Ideal, nämlich den Titel Sex in der Wüste. Den Titel kannte man von, müsste auf dem Album von 1980 gewesen sein, das sozusagen die Das Urgestein der 80er, ja, möchte ich fast sagen, wo es eigentlich erst losging mit dem Blauen Augen Album. Ja, da war eben auch Sex in der Wüste mit drauf.
Kleine Korrektur, Axel, gestattest du mir? Weil wenn ich es nicht mache, kannst du dir sicher sein, unsere Zuschauer machen es. Die schauen sich auch die Dinger an und die wissen so was genau. Der Song Sex in der Wüste ist auf dem zweiten Ideal Album drauf, 1981, von dem Der Ernst des Lebens heißt das.
Ernst des Lebens, ja, stimmt.
Weißt du, im Grunde egal, aber du weißt ja, Nerd bist du.
Ja, ja, okay, du hast vollkommen recht. Also wie gesagt, den haben wir jedenfalls noch mal neu aufgenommen. Ich habe musikalische Freiheiten gehabt, das muss ich wirklich sagen, weil hört mal rein, Leute, das ist wirklich ein sehr spezieller Track. Ich hatte dazu gesehen, dass ich so ein bisschen Orientalisches mit reingebracht habe, weil passte irgendwie so Sahara, Arabien, so arabischen Sound und so ein bisschen dieser Wüsten, wie diesem Wüstenwind da sozusagen indirekt durchzieht. Das fand ich eigentlich ganz gut. Insofern habe ich dann auch so mit so einem typischen Instrument auch noch da so Fills gemacht. Dieses Flöten-Oboe-mäßig irgendwo dazwischen. Also so ein Holzblasinstrument, was da mit dabei war. Also das war so, den Freiraum habe ich bekommen und das war auch gut so. Und es ist ein Duett, denn das hat er zusammengesungen mit der Idealsängerin von damals, nämlich mit Annette Humpe. Gruppe, die auch dann bei mir im Studio war. Also auch das hatten wir gemeinsam gemacht. Also sie hatte dann den Refrain gesungen, er halt weitestgehend die Strophen. Und soweit ich weiß, es wurde sogar noch ein bisschen leichte Änderung, die natürlich deshalb war auch, war sie auch mit dabei, weil sie dann halt doch irgendwo das Ganze mit natürlich, das ist ja ihr Song, wenn man so will, ja, aus ihrer Zeit. Und deshalb hat sie sich da auch mit eingebracht und hatte auch arrangementmäßig so ein bisschen, hat man ein bisschen drüber diskutiert, ob wir dies oder jenes machen. Also auf jeden Fall, die Zusammenarbeit war auch da wirklich sehr gut und hat mich auch sehr gefreut. Und ja, wie gesagt, ein Spieltipp: Sex in der Wüste.
Mensch Axel, was für eine tolle Geschichte. Und ich weiß ja, wie es ist. Ich denke mir und vielen Zuschauern wird es auch so gehen: Boah, das muss ja großartig sein. Du bist mit Udo Lindenberg und Annette Humpe zusammen in einem Raum. Ihr arbeitet zusammen, ihr produziert was, ihr seid kreativ. Und dann mit so besonderen Menschen, die wir ja nur so als Hörer, als Fans irgendwo kennen. Wie muss man sich das vorstellen? Ich meine, wenn dann Feierabend ist, geht ihr dann zusammen noch irgendwo essen, geht ihr noch einen trinken? Ich meine, gerade in Hamburg, Udo war ja auch immer einer, der gerne ausgegangen ist. Es gibt so diese legendären Kneipen, Onkel Pö über Jahrzehnte hinweg und so weiter. Wart ihr da abends noch unterwegs, feiert ihr danach, wenn das Werk gelungen ist und so?
Ja, also du hast recht, die Tendenz ist eigentlich immer da. Das Problem ist dann halt eben meistens auch Zeit. Ja, dann, wir haben meistens Zeitdruck, dass dann irgendwie die Sachen dann fertig werden müssen. Und soweit ich mich jetzt heute noch daran erinnern kann, hatten wir nicht die, in dem Fall nicht die Gelegenheit. Und es stand auch irgendwie nicht an. Ich glaube, sie ist dann auch am gleichen Tag wieder zurück nach Berlin, soweit ich mich entsinne. Also insofern war das auch nicht lang, war vielleicht 3, 4 Stunden da. Mehr wird es bestimmt nicht gewesen sein. Aber wie gesagt, Udo war dann halt eben, ja, wie gesagt, wir haben dann auch über die inhaltlichen Sachen gesprochen. Und naja, wie gesagt, du hast, stimmt schon, normalerweise hat man dann mal die Gelegenheit, dass man sagt, okay, lass mal essen gehen oder so. Aber es hatte sich irgendwie in der Zeit, in der wir da gearbeitet haben, nicht ergeben. Und ich, ja, wie gesagt, ja, wir hatten schon auch sonstigen Austausch. Den hat man automatisch, da gibt es dies und jenes, was da mal interessiert oder was vielleicht musikalisch oder Vorlieben sind. Und das kam dann. Es war leider nur ein Album. Ich traf ihn später dann noch mal und dann hat er noch mal auch sehr deutlich gesagt, nee, er sagt, Axel hätte ja gern mit dir weitergearbeitet. Ich habe dann Rock gemacht. Das nächste Album war halt eben mehr ein Rockalbum. Und dann sagte er natürlich auch, also da sind dann andere Leute dran. Das habe ich auch verstanden. Alles gut.
Wenn du ihn später noch mal getroffen hast, war das die Geschichte, die du mir mal erzählt hast, dass du ihn im Atlantic Hotel in Hamburg getroffen hast? Der hat ja, das wissen die meisten, der lebt ja seit Jahrzehnten in diesem Hotel in Hamburg. Ich glaube nur mit Ausnahme von der Coronazeit, da war das mal verboten. Aber ansonsten lebt er seit Jahrzehnten in diesem Hotel. Ist irgendwie auch eine sympathische Extravaganz. Ich meine, er kann es sich leisten und cool. Du warst mal in dem Atlantic Hotel. Du gehörst zu denen, die dann einfach so im Atlantic Hotel mal an die Rezeption gehen und sagen: Hey, ich möchte mal Udo Lindenberg treffen und so, gib mir mal Bescheid, ich bin in the house. Und dann öffnen sich die Türen. War es so? Du warst wirklich dort immer?
Da war irgendein Event, ich weiß heute nicht mehr, was es war, und da dachte ich: Guck einfach mal in den Gastronomiebereich, vielleicht ist er ja da. Und da saß er auch. Da geh ich mal hin und sag Hallo. War auch nicht ganz sicher, war bestimmt 3, 4 Jahre dazwischen. Und dachte ich mir, ob er sich noch dran erinnert. Wusste sofort, sofort. Axel, alles klar und so weiter. Kurzer Schnack und dann war, dann bin ich auch wieder zu der Veranstaltung gegangen. Aber immerhin, ja, mal ganz kurz wenigstens drüber gesprochen. Und ja, und dann kam halt eben meistens ist es dann auch so, dann war, wo es wieder noch mal zu einer Zusammenarbeit kam, dieser König von Scheißegalien wurde dann noch mal neu aufgenommen. Und zwar, das gab noch auch eine Diskussion noch, und zwar weil irgendwer diese Idee hatte im Studio, jetzt von, also MTV-mäßig bei der Vorbereitung, es war ein MTV Unplugged Album, ja. Viele werden das noch kennen, da gab's jetzt sich von, ja. Und da wurde das Ganze ja noch mal neu aufgenommen. Das heißt also, auch da wurde ja schon das Orchester mit dabei, und das heißt also, da war die Vorbereitung sehr viel intensiver, als normalerweise für Live-Auftritte gearbeitet wird. Aber da war es was ganz Besonderes. Und irgendwer hatte dann die Idee, Walk on the Wild Side mit in diesen Titel mit reinzubringen. Das heißt also, es gibt dann diese neue Version, die sich daraus ergeben hat, dass sie halt eben in der MTV Unplugged-Geschichte hatte ist dieser neue Teil mit eingeführt worden, eingefügt worden. Das heißt also, dieses typische Playback-Thema, das passte auch wirklich sehr, sehr gut da rein. Dann gab es natürlich, wie das so ist, da muss man sich natürlich rechtlich erst mal einigen. Das kommt natürlich dazu, aber das haben dann die Verleger gemacht. Also insofern, aber dann letztendlich haben wir dann sozusagen den Titel damit mit Lou Reed damals geteilt. Also ich kann mich ja sogar hinstellen, kann sagen, ich habe mal mit Lou Reed einen Titel geschrieben. Na ja, ganz so war es nicht, aber zumindest da.
Das ist ja schon der Hammer, weil Walk on the Wild Side, kleiner Exkurs, das ist ja von Lou Reed aus seinem Soloalbum Transformer. Und das ist ja in engster Zusammenarbeit mit David Bowie erschienen. Also da hat auch David Bowie seine Finger im Spiel, auch beim Songwriting bei diesem Song. Und das ist natürlich schon eine krasse Connection. Letztens Walk on the Wild Side, ja, einer der ganz großen Songs so in der Rockgeschichte, oder so ein Ding da noch mal zu verarbeiten. Stark.
Ja, wie gesagt, das ist auch eine 4,5-Minuten-Version geworden. Ist echt heftig, ja. Weil die auch überrascht hat. Und es ist richtig gut geworden. Also ich war, das ist ja unplugged, also live. Das war ja die Geschichte dabei. Und das haben die dann halt mit diesem Part neu erstmalig aufgeführt. Also so, dass auch der Walk on the Wild Side damit untergekommen ist. Also ein Spieltipp, mal reinhören. König von Scheißegalien in der Fassung, die auch hier unten eingeblendet ist, von Walk on the Wild Side.
Und Unplugged 2 unbedingt machen, Leute, klickt da drauf, lasst uns das Ding noch mal richtig hochschicken. Und genauso hoffe ich natürlich, dass ihr auch unseren Kanal liked, dass ihr uns hypet, dass ihr uns teilt miteinander, allen Udo Lindenberg Fans, die möglicherweise von FRAX Music noch keins gehört haben. Das gibt es ja noch nicht so lange. Teilt das Ding so. Und eine Frage habe ich noch, bevor wir dann schon zum Ende für diesen ersten Teil kommen. Wo du ihn da kennengelernt hast, wo du mit ihm zusammengearbeitet hast, wo du ihn auch im Hotel Atlantic hier im Gastro-Bereich irgendwo gesehen hast. Hat er denn immer den Hut auf? Tatsächlich läuft er immer mit Hut rum und auch so die Klamotten, wie man ihn kennt, sein Style, Lederjacke und so, ist er wirklich auch diese ganze Aura, die er hat? Das ist er, oder? Immer.
Ja, es ist genau. Er ist immer auch da. Auch der Hut war immer auf seinem Kopf. Ich weiß nicht, wie der ohne aussieht.
Keiner.
Auch ich weiß es nicht. Sagen wir es mal so. Ja, also wie gesagt, nein, nein, das ist schon sein Markenzeichen. Ich glaube, der wird sich der wird sich gar nicht wohlfühlen, wenn er das nicht— Also ich glaube, sobald der sein Hotelzimmer verlässt, dann dort ist der, dann ist er der Udo Lindenberg, so wie ihn jeder kennt, mit Hut, mit allem Drum und Dran.
Ja, das ist ja— Da haben wir also keine Hoffnung, dass du jetzt da noch irgendwelche Fotos hast von Udo Lindenberg ohne Hut in den 90ern oder so was. Das wäre Hot Stuff, schätze ich mal.
Ja, so richtig. Also wie gesagt, ich bin nicht so der, der viele lassen sich dann ja mit den Leuten ablichten. Ich war jetzt nicht so, ist nicht so meins gewesen. Sonst hätte ich gerne ein Foto. Jetzt natürlich im Nachhinein, ja, ich hätte jetzt gerne eins gezeigt, hier bei der Gelegenheit, dass ich hier so rüber, rüber dann sozusagen zu dem Zeitpunkt ja auch, das ist ja immer, das sind ja jetzt auch schon, ja klar, das sind jetzt vor 26 Jahren haben wir das aufgenommen. Das ist schon eine ganze Weile her.
Ja, liebe Musikfreunde, das war jetzt unser erster Teil von unserem Geburtstagsständchen, unserer Hommage, die wir Udo Lindenberg bringen zum 80. Und liked unser Video, bleibt dabei, schreibt auch Kommentare rein, auch was ihr von dem haltet, was wir hier erzählt haben. Und seid gespannt auf den zweiten Teil, wo wir dann ein bisschen mehr auch schauen auf das Werk, wo ein bisschen mehr auch über Platten, Songs von ihm sprechen. Und tatsächlich, er war ja auch nicht nur Musiker, sondern hat auch ein paar andere Dinge gemacht. Das also alles im zweiten Teil. Bis dahin, Axel Breitung, bleibt uns gewogen und see you.
See you.
FRAX Music.
