Tupac Shakur: Mordfall, Musik & Vermächtnis — FRAX Music #26
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Zusammenfassung
In der 26. Folge von FRAX Music widmen sich Axel Breitung und Frank Engelmayer einer der schillerndsten und tragischsten Figuren der Musikgeschichte: Tupac Shakur. Anlass ist der aktuelle Gerichtsprozess, der fast 30 Jahre nach Tupacs Ermordung für Schlagzeilen sorgt. Der mutmaßliche Anstifter, Duane Davis, wurde von einer Jury schuldig gesprochen – ein historischer Moment, der das Interesse an Tupacs Leben und Werk neu entfacht.
Die Hosts nehmen den Hörer mit auf eine Reise durch Tupacs Karriere, seine musikalische Entwicklung und seinen gesellschaftlichen Einfluss. Sie beleuchten, wie Tupac mit Hits wie „California Love“ und sozialkritischen Texten zum Weltstar wurde. Schon zu Lebzeiten war er eine Legende, doch sein früher Tod verlieh ihm einen fast mythischen Status. Die 90er Jahre gelten für Frank und Axel als das goldene Zeitalter des Hip-Hop: Der Sound, der in den Ghettos von New York auf Blockpartys entstand, wurde in diesem Jahrzehnt global und erreichte auch in Deutschland und Europa den Mainstream.
Ein zentrales Thema der Folge ist Tupacs Vielschichtigkeit. Seine Musik vereint Gangsta-Rap-Elemente mit sozialkritischen und emotionalen Inhalten. Die Hosts diskutieren, wie Tupacs tiefe, sonore Stimme und seine glaubwürdige Performance ihm eine besondere Authentizität verliehen. Sie gehen auch auf die Widersprüche in seinem Werk ein: Während einige Songs frauenfeindliche Klischees bedienen, zeigen andere eine verletzliche, reflektierte Seite.
Besonders spannend ist der Blick auf Tupacs familiären Hintergrund. Seine Mutter und sein Umfeld waren eng mit den Black Panthers verbunden, einer radikalen Bürgerrechtsbewegung der 60er und 70er Jahre. Diese Prägung beeinflusste Tupacs Weltbild und seine Musik maßgeblich. Die Hosts erklären, wie Tupacs Name und Identität Ausdruck eines politischen Selbstverständnisses waren und wie er als Hoffnungsträger für die afroamerikanische Community galt.
Abschließend stellen Axel und Frank die Frage nach Tupacs Vermächtnis: Was wäre gewesen, wenn er weitergelebt hätte? Sie ziehen Parallelen zu anderen jung verstorbenen Musiklegenden und diskutieren, wie Tupacs Einfluss bis heute nachwirkt – nicht nur im Hip-Hop, sondern in der gesamten Popkultur.
Die Folge bietet eine vielschichtige, tiefgründige Analyse eines Künstlers, dessen Musik und Geschichte weit über das Genre hinaus Bedeutung hat.
Hintergrund & Kontext
Tupac Shakur wurde 1971 in New York geboren und wuchs in einem Umfeld auf, das von politischem Aktivismus und sozialer Ungleichheit geprägt war. Seine Mutter, Afeni Shakur, war Mitglied der Black Panther Party, einer Organisation, die sich in den 1960er und 70er Jahren für die Rechte der afroamerikanischen Bevölkerung einsetzte und dabei auch radikale Mittel nicht scheute. Diese politische Prägung beeinflusste Tupacs Denken und seine künstlerische Arbeit nachhaltig.
In den frühen 1990ern wurde Tupac Teil der Westcoast-Hip-Hop-Szene, die sich durch einen raueren, realitätsnahen Sound und explizite Texte auszeichnete. Der sogenannte Gangsta Rap spiegelte das Leben in den amerikanischen Innenstädten wider und thematisierte Gewalt, Armut und Rassismus. Tupac gelang es, diese Themen mit persönlichen Erfahrungen und gesellschaftskritischen Botschaften zu verbinden. Seine Alben wie „Me Against the World“ und „All Eyez on Me“ gelten als Meilensteine des Genres.
Der Mord an Tupac im September 1996 markierte einen Wendepunkt in der Hip-Hop-Geschichte. Bis heute ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien um seinen Tod, der als Folge der Rivalität zwischen der West- und Ostküste der USA gesehen wird. Tupacs Einfluss auf Musik, Mode und Popkultur ist bis heute spürbar – er bleibt ein Symbol für Widerstand, Kreativität und die Kraft der Musik, gesellschaftlichen Wandel anzustoßen.
Häufige Fragen
Wer war Tupac Shakur und warum ist er so berühmt?
Tupac Shakur war ein US-amerikanischer Rapper, Schauspieler und Aktivist, der in den 1990ern zu einer der wichtigsten Figuren des Hip-Hop wurde. Seine Musik, seine sozialkritischen Texte und sein früher Tod machten ihn zur Legende.
Was ist der aktuelle Stand im Mordfall Tupac Shakur?
Im Jahr 2024 wurde Duane Davis als Anstifter zum Mord an Tupac Shakur von einer Jury schuldig gesprochen. Das Urteil des Richters steht noch aus, aber Davis droht eine lebenslange Haftstrafe.
Wie hat Tupac Shakur den Hip-Hop und die Popkultur beeinflusst?
Tupac brachte sozialkritische Themen, persönliche Geschichten und politische Botschaften in den Mainstream-Hip-Hop. Seine Musik inspirierte Generationen und prägte das Genre weltweit.
Welche Rolle spielte Tupacs Familie und die Black Panther im Leben des Rappers?
Tupac wuchs in einer politisch aktiven Familie auf, die eng mit den Black Panthers verbunden war. Diese Prägung beeinflusste seine Haltung, seine Texte und sein Engagement für soziale Gerechtigkeit.
Warum gilt die Hip-Hop-Ära der 90er als goldenes Zeitalter?
Die 90er Jahre brachten Hip-Hop weltweit in den Mainstream. Künstler wie Tupac, Notorious B.I.G. und Dr. Dre machten das Genre populär und prägten die Musiklandschaft nachhaltig.
Wie entstand der Gangsta Rap und welche Rolle spielte Tupac dabei?
Gangsta Rap entwickelte sich aus sozialkritischem Hip-Hop und spiegelte das Leben in den amerikanischen Ghettos wider. Tupac wurde zur Ikone dieses Subgenres, obwohl er auch für emotionale und gesellschaftskritische Songs bekannt war.
Gesprächs-Transkript
Willkommen, liebe Musikfreunde, zu einer neuen Ausgabe von FRAX. Und Thema heute ist der große Hip-Hopper Tupac Shakur, und da gibt's einen ganz aktuellen Anlass. Axel, was ist gerade los? Warum beschäftigen wir uns wieder mit Tupac? Es steht überall in den Zeitungen, der Gerichtsprozess Hat ein Ende gefunden, fast.
Ja, also zumindest erstmal vorläufig. Der wird wohl in Berufung gehen, aber es geht tatsächlich um einen Gerichtsprozess. Der Mörder oder zumindest der Anstifter zum Mord stand vor Gericht und das ist auch der Anlass für uns hier, das Ganze mal unter die Lupe zu nehmen. Zum einen halt eben auch den Gerichtsprozess, aber wir nehmen das ein bisschen als Gelegenheit, um Tupac etwas genauer anzusehen.
Was sowieso fair ist, weil er ist einer der ganz Großen im Hip-Hop. Und der Mord an Tupac, der ist ja fast genau 30 Jahre her. Also auch da, das ist interessant, dass jetzt hier dieses Gerichtsurteil kommt. Und steigen wir mal mit dem Aktuellen ein. Jetzt ist der Angeklagte, das war ein gewisser Duane Davis, der ist schuldig gesprochen worden von der Jury der Anstiftung zum Mord an Tupac. Und 30 Jahre danach, wir haben ja hier ein Bild von ihm, und das Urteil, also oder was dann das Urteil sein wird, das kommt vom Richter. Aber in Amerika ist es so, die Geschworenen haben entschieden, schuldig. Das heißt, der Mann wird wahrscheinlich den Rest seines Lebens ins Gefängnis marschieren. Und ja, diese Geschichte mit dem Mord an Tupac vor 30 Jahren, damals in den 90ern. Axel, hast du das damals mitbekommen? Ich meine, du warst auch im Showbusiness und der war ja eine der allergrößten Nummern. Das war damals schon ein ganz schöner Schocker, diese Geschichte.
Geschichte. Unbedingt, ja. Er hatte sich ja mit California Love, seinem meiner Meinung nach größten Hit, hat er sich ja sowieso schon mal in die Herzen gebracht. Aber sozusagen, es war aber zumindest, das kann man auch ablesen, hatte zwei große Alben davor. Das heißt für mich auch, es, er war eigentlich ein, ein Shootingstar. Mit anderen Worten, der war noch gar nicht auf seinem Höhepunkt angekommen. Also das, aber ich glaube also, dass da sein Tod dazu massiv beigetragen hat, dass er halt eben so einen Legendenstatus überhaupt erreicht hat.
Ja, das mit Sicherheit. Das ist ja bei all denen, die jung gestorben sind, es ist immer so, das macht einen dann post mortem noch größer. Aber hey, der war schon zu Lebzeiten eine absolute Legende. Also wirklich damals, ich würde fast sagen, und widersprecht mir auch in den Kommentaren, wenn ihr es anders seht, aber waren nicht die 90er überhaupt so die goldene Zeit eigentlich des Hip-Hop? Der gestartet ist ja in den Ghettos in New York, auf den Blockpartys, also wo einfach dann die DJs mit dem Mikrofon eine Crowd entertaint haben, zu denen gesprochen haben. Und so ist es entstanden. In den 80ern dann auch stark geworden, aber immer noch so klar als Black Music identifiziert. Aber in den 90ern, das ist ja dann eine weltweite, weltweit in den Mainstream gekommen. Ein Tupac ist ja ein Weltstar. Das ist nicht mehr nur ein Black-Music-Star oder ein amerikanischer Star, das ist ein Weltstar gewesen schon zu Lebzeiten, oder?
Ja, also gerade die 90er haben natürlich den Rap sehr nach vorne gebracht. Das kann man wirklich so sagen. Bei uns war der halt eben auch aufgrund der Tatsache, dass andere Musikrichtungen bei uns dominiert haben, war es dann schon was Besonderes, dass Tupac sich so durchgesetzt hat bei uns. Er hat ja auch, sagen wir mal, wie gesagt, durch California Love. Und wenn man die Sachen sich also anhört, hat ja schon einen, sagen wir mal, großen Popcharakter drin gehabt. Das war jetzt nicht so die Hardcore-Abteilung, die dann durch andere vertreten worden ist, sondern das war schon musikalisch zumindest auch nachvollziehbar. Und ich glaube, dass auch das ganz wichtig war, dass er halt eben über seine Grenzen hinaus erfolgreich war. Ich möchte aber dennoch irgendwie ein bisschen darauf mal abzielen, Es zeigt aber auch wieder einmal mehr, wie imperialistisch letztendlich die amerikanische Musik alles überrollt. Ja, also die internationalen Plattenfirmen werden ja fast ausschließlich, zumindest die erfolgreichen, die sind ja international gesteuert aus Amerika. Und ich kann nur immer wieder sagen, dass das eine Regel ist, dass bestimmte Acts hier auf den, in der lokalen Ebene, oder sagen wir mal auf der nationalen Ebene, gefeatured werden sollen. Und das, da gibt es doch deutliche Vorgaben durch den internationalen Konzern, und die haben den natürlich auch sozusagen das Ganze befeuert, dass er eben auch weltweit mit erfolgreich war mit seinen Sachen.
Ja, mit Sicherheit. Ja, das, das glaube ich, ist schon auch in den, in den frühen Zeiten, in den 70ern, 60ern, vielleicht auch schon zu sehen, dass man Musik natürlich auch immer genutzt hat als ein Vehikel für, um, um um die Kultur dort in Einfluss zu nehmen. Aber auf der anderen Seite würde ich sagen, und das ist auch eben 90er, dieser Hip-Hop, die Kraft des Hip-Hop, die hat eben auch eine Ausstrahlung gehabt, die weltweit bei Leuten ankommt. Und ich meine, Hip-Hop ist ja seit den 90ern dann auch eine Weltmusik geworden. Ab den 90ern, vielleicht gab es das schon in den 80ern, aber ab den 90ern ist es dann auch bekannter geworden, dass es Hip-Hop in verschiedenen Sprachen gab. In Deutschland kam Fanta Vier und haben sozusagen den Deutschrap initiiert, der bis heute riesenstark ist. Das ist eine eigene Szene mit eigenen Festivals. Da gibt es einen Haufen bekannter Artists auch. Und das Gleiche gilt in anderen Sprachen. Frankreich, Spanisch und so weiter. Also Hip-Hop ist so ein Tool geworden für ganz viele Länder, gerade für die einfachen Leute, für die, die sich unterdrückt fühlen, in Armut leben und so weiter. Das ist deren Musik geworden, deren Vehikel. Und diese Kraft hat sich in den 90ern entfaltet. Und das finde ich auch, zeigt da schon ein bisschen so diese tragische Figur auch Tupac. Der hatte auf jeden Fall als Musiker diese Kraft, der hatte das Charisma in seiner Stimme. Da liegt etwas, wo die Menschen zuhören. Das ist ja, weißt du, ich glaube an die Kraft der Musik und es gab schon immer solche Typen so. Und in den 70ern, gerade in den frühen 70ern, da haben die meisten afroamerikanischen Musiker und Sänger, die haben halt sehr für die Community gesungen, dieser Zusammenhalt. Weißt du, wenn du Marvin Gaye hörst oder auch James Brown, da ging es immer nur darum, so zusammenzukommen. Letztens hat sich im Hip-Hop, der ist auch so entstanden als so eine Community-Musik, entstanden auf den Blockpartys, die man gemacht hat in den Ghettos in New York, wo ein DJ mit einem Soundsystem in den Kiez gekommen ist, Musik gemacht hat, Entertaining. Und die Idee von den Blockpartys war keine Gang-Violenz. Wir feiern jetzt zusammen. Und wie stark das war. Und das war nicht nur für junge Leute, da waren dann alle Generationen auf den Straßen, waren dann all night long dancing. Und die DJs, die es gemacht haben, die haben mit den Leuten kommuniziert. So ist der Hip-Hop entstanden. Und da war diese Idee Community. Und leider gab es halt dann diese Entwicklung, dass der stärkste Teil, der kräftigste Teil des Hip-Hop dann halt in diese Gangsterethik reingekommen ist. Gangsterrap, wo dann so viel Frauenfeindlichkeit auch ist, weißt du, wo über Frauen als Bitch gesprochen wird. Wenn in den 70ern, da sprach man ja von Sister und die ganze Gewalt. Ja, das ist so das Tragische irgendwie bei Tupac, wenn man ihn anschaut, weil der hat Wurzeln in beiden. Der hat auch viel sozialkritische Texte geschrieben und er hat eigentlich so eine Vergangenheit, die auf Community ausgerichtet war. Aber dann ist er eigentlich zur, ja, auch zur Ikone von dem Gangsterrap geworden und hat dafür auch den Preis bezahlt und ist auch in dieser Gangsterrap-Fehde dann erschossen worden.
Ja, also das zeigt auch schon mal so ein bisschen, auch gerade was, was er für Texte hat. Das zeigt auch ein bisschen, wo er halt eben auch herkommt. Ich glaube, dass auch seine Stimme, und das ist ein ganz wesentlicher Punkt, also für sein Alter, weiß ich, 20, Anfang 20, hat er eine sehr tiefe und eigentlich eher, wenn man ihn hören würde, da staunt man eigentlich nicht schlecht, dass der Anfang 20 ist. Also er hat so, und das vermittelt damit auch so eine Art Lebenserfahrung, die man ja eigentlich erst so, die man auch mit der entsprechenden Stimme rüberbekommt. Also auch das ist ein ganz wesentlicher Punkt, denn um die Glaubwürdigkeit auch von Texten zu unterstreichen, wenn da so eine sonore— und die hat er ja, eine sehr sonore, bassige Stimme hat, und auch relativ unaufgeregt, nicht laut. Das war ja auch nicht Tupac, sondern er war ja eigentlich so eine, eigentlich so eigentlich sehr überlegt auch und eigentlich auch emotional, aber Nicht durch Lautheit, sondern durch mehr Gefühle. Das spiegelt sich auch in den Texten wider. Also er war in dem Sinne auch in sich doch etwas schon widersprüchlich. Auf der einen Seite hat er durchaus Texte, wie du schon eben sagtest, frauenfeindlicher Natur gebracht. Aber es gibt auch durchaus andere Beispiele für ihn, wo es halt eben ganz im Gegenteil dazu ging, so Emotionen zu zeigen und für eine Beziehung einzustehen. Auch ähnliche Texte. Ja, doch durchaus sehr gespalten an der Stelle.
Der hatte ja auch einen interessanten Hintergrund. Der ist ja in seiner Jugend auch schon, der hat jetzt nicht so ein Leben im Ghetto auf der Straße gehabt, sondern der hatte auch Zugang zu Bildung, wurde gut erzogen und der kommt eigentlich nicht aus dem Gangstermilieu. Und bei Tupac, da denke ich mir immer, oder es ist ja generell bei denen, wenn so große Musiker, so jung sterben, dann kommt da immer so diese Frage des What If. Was wäre noch gewesen? Weißt du, wie wäre Jimi Hendrix in den 70ern geworden? Was hätte der mit dem Gitarrenspiel gemacht? Hätte er einfach immer noch Blues gespielt oder wäre er auch in diese Hardrock- oder Metal-Richtung gegangen? Weißt du, solche Fragen, die kann man immer stellen. Und bei Tupac, da ist es so, dass ich mir die Frage stelle, What If, aber ich schaue mal in die Vergangenheit. Weil Tupac, der kommt ja aus einer ganz bedeutenden Familie von Black Panther. Das waren schwarze Bürgerrechtsaktivisten, aber manche von denen haben auch den bewaffneten Kampf gesucht, waren dann auch schon Terroristen. Also ich versuche das so neutral zu schildern, so. Aber der kommt eben aus einer besonderen Familie, nicht irgendeine Familie. Und der Name Tupac, das ist ja nicht sein Geburtsname, sondern als er ein Jahr alt war, da haben seine Eltern dann alle Namen umgewechselt, haben sich dann Shakur genannt. Und die kommen eigentlich aus so einem englischen Namen, aber es war damals Anfang der 70er bei ganz vielen Schwarzen ja so in Amerika, dass die sich gelöst haben von ihren Namen. Das bekannteste Beispiel ist ja der Superboxer Cassius Clay, der dann zu Muhammad Ali wurde, einfach sozusagen um zu brechen mit den englischen Namen, die ja von irgendwelchen Sklavereivorfahren kommen oder sowas. Und man hat sich dann halt neue Namen gegeben und da auch wurde für den Jungen dann, wurde der Name Tupac Shakur gewählt. Shakur ist dann der Familienname, den sie neu gewählt haben. Und Tupac, ey, das ist eine Anspielung auf den letzten Inka. Tupac Amaru hieß der, glaube ich. Der letzte Inka-Herrscher, den die Spanier damals niedergemacht haben. Tupac, der wurde geboren mit der Vision, der sollte ein Führer werden für für Schwarze, für das schwarze Amerika in einer Zeit, wo so diese Black Panther immer mehr auch unter Druck standen. Diese ganze Geschichte ist super lang, aber du musst mal nur überlegen, seine Tante Assata Shakur, die galt ja über Jahrzehnte hinweg, war die Nummer 1 auf der Fahndungsliste des FBI für Frauen. Die war verbunden damals mit den Black Panthers, das waren die alle. Und die war dann auch schon verbunden mit Leuten, die dann gekämpft haben. Gleichzeitig gab es auch vom US-Staat, der hat den Black Panthers wirklich den Krieg erklärt. Also es gab eine Eskalation von beiden Seiten. Während Martin Luther King noch so diese friedliche christliche Vision hatte, hat sich das alles nochmal radikalisiert und es ist gewaltvoll geworden. Und in diesem Milieu, Assata Shakur ist seine Tante, Die ist übrigens, glaube ich, letztes Jahr gestorben. Die hat bis an ihr Lebensende dann in Kuba im Exil gelebt. Also ich meine, das FBI verhandelt nach der, während gleichzeitig Journalisten nach Kuba fliegen, mit der Interviews führen, weil man weiß, wo die lebt. Aber das ist so der Hintergrund. Und der Bruder von dieser Assata Shakur, das war ein gewisser Mutulu Shakur, der hat dem Tupac seine Mutter geheiratet. Der war so ein Leben lang eigentlich auch so ein Mentor für den jungen Tupac und der hat den halt erzogen in diesem Sinne der Black Panther, schwarze Community und hat dem tatsächlich so diese Vision mitgegeben, das soll die nächste Generation von Black Panthern, weißt du, der irgendwo die Schwarzen halt, ja, in welche Art auch immer, in die Freiheit führt, rausführt aus diesem Amerika, weil die haben damals, Also Anfang der 70er, nachdem der Staat auch wirklich, die hatten auch so Sondereinheiten, auch auf illegale Art und Weise, die die Panther verfolgt haben. Manche von denen, die wurden in ihrem Bett exekutiert. Es war halt echt eine wilde Stimmung. Und die hatten halt die Hoffnung, dass so die nächste Generation, dass dieser Tupac, dass der dann so diese schwarze Kultur halt vereint und in was für ein geartetes Gebilde auch immer, weil wie gesagt, die hatten die hatten die Schnauze voll von dem Staat USA und die wollten, hatten wirklich gedacht, entweder einen eigenen Staat kreieren oder vielleicht emigrieren. Viele von denen sind auch nach Afrika und so weiter. Aus diesem Milieu eigentlich kommt Tupac Shakur und das war so die Vision, die man ihm mitgegeben hat.
Ja, also es kommt natürlich auch in seinen Texten zur Geltung. Also auch da kann man sich das durchaus gut anhören. Es war letztendlich so, er war sehr für die Gleichheit, hat es ja eingesetzt. Also gegen Apartheid. Aber auch sonst andere Werte waren für ihn doch sehr wichtig, nämlich Loyalität und Freundschaften. Das war für ihn heilig. Also das hat er immer wieder betont, dass das ein ganz, ganz wesentlicher Punkt ist. Und du hast es eben schon angesprochen, auch sein Verhältnis zu seiner Mutter war offensichtlich deutlich stärker als zu seinem Vater. Denn für die hat er ja auch den einen oder anderen Song gewidmet. Auch daran kann man sehen, also Da steckt jede Menge Herz und ja auch Herz dahinter. Das ist nicht nur der Revoluzzer, sondern eben halt auch mit Herz.
Das ist auch ein Thema in seinem Leben, dass der Vater halt gefehlt hat. Sein leiblicher Vater, ey, der war ein Rolling Stone, wie die Temptations gesungen hat. Der war nie da, der war nicht wirklich Vater, der hat das Kind gezeugt und ist seines Weges gezogen. So, es war dann eben dieser vorhin schon erwähnte Mutulu Shakur, der dann seine Mutter geheiratet hat. Der Stiefvater sozusagen, aber es war ein guter Stiefvater. Der hat den Jungen halt wirklich gefördert und ihm auch schon in ganz jungen Jahren auch kulturell auch Denken gefördert. Der kommt nicht aus der Gosse. Aber leider ist dann dieser Stiefvater Mutulu Shakur, auch als Tupac noch sehr jung war, als er noch ein Kind war, ist der halt verhaftet worden, ins Gefängnis gekommen. Auch wieder irgendeine Black Panther Geschichte, Raubüberfall. Der ist dann erstmal für 20 oder 30 Jahre hinter Gittern verschwunden, ne. Und so, dass dem Tupac, dass der halt aufgewachsen ist bei seiner Mutter und diese ganze weibliche Energie hatte, die Liebe, aber was ihm wahrscheinlich gefehlt hat, ist dann eben diese Vaterfigur, sagen jedenfalls auch viele. Oder, ja, hast du da noch mehr, wo sich das in den Texten widerspiegelt?
Ja, also wie gesagt, das ist so natürlich die, die, die Schwerpunkte, die man ausmachen kann. Also grundsätzlich mal, dass es dann doch irgendwie auch halt eben das Leben als Schwarzer in Amerika, das war so, so, dass das, das Ding überhaupt. Und halt eben, er hat einen starken Gerechtigkeitssinn auch gehabt, offensichtlich. Also da, da, das wird dann, das muss er dann auch da innerhalb seiner Gang natürlich ausgelebt haben, weil da auch nicht immer alles gerecht zugeht. Also auch da hat er sich dafür eingesetzt, dass es halt eben sehr ausgewogen ist. Überraschend würde ich denn sagen eigentlich, was dann nachher aus seinem Erfolg wurde, ist, muss man wirklich sagen, ist ein Riesensprung geworden. Er kam ja eigentlich, sagen wir mal, es gibt 2 große Alben von ihm, bevor er erschossen wurde. Das waren seine, diese beiden Alben gibt es, die waren beide Nummer 1, okay, aber das war eigentlich alles. Und wenn man mit 2 Alben und natürlich den späteren Verwertungen von seiner Arbeit immerhin auf 75 Millionen Tonträger kommen kann, Das ist erstaunlich. Also da, ich glaube, das sucht wirklich seinesgleichen, weil die anderen haben natürlich auch mal, es gibt auch viele andere, die in die Größenordnung vorgedrungen sind, aber halt eben nicht mit 2 Alben. Das ist schon beachtlich und das muss man mal besonders herausheben. Also seine bekannten musikalischen Werke waren halt eben auch begrenzt, aber, und das ist eben immer wieder erstaunlich, dass er immer wieder hervorgeholt wird. Ich meine, es war dann doch mal, glaube ich, 2005, dass da ein Duett mit Elton John zustande kam. Ja, Ghetto Gossip. Das war da, wo halt da eine, also posthum ein Duett kreiert worden ist. Natürlich sicherlich auch, um das Ganze noch mal auszuwerten. Aber immerhin, das Ding hat es dann auch hier in Deutschland sogar höher geschafft als California Love. Nummer 2 bei uns hier, also auch für uns kein, kein unbekanntes Werk. Und das hat man dann nach, nach all der Zeit— man hätte sich sonst wen als Rapper nehmen können, es war Tupac. Also mit, für mich, aus meiner Sicht heraus würde ich sagen, das ist schon, das ist schon was Beachtliches, dass er so lange sich halten konnte und damit dann doch irgendwie sein Lebenswerk gestaltet hat.
Naja, er ist halt auch sehr jung gestorben, gerade mal 25 geworden. Und das ist natürlich auch so die große Frage, weißt du, künstlerisch. What if? Was hätte der noch alles draus gemacht? Ich meine, mit 25 bist du ja ganz jung. Hätte er den Hip-Hop weiter so beeinflusst? Wäre er heute noch ein angesagter Star? Kann man sich cool vorstellen. Ja, das sind halt diese Fragen. Was wäre aus dem geworden? Ich habe halt so ein paar Stichwort auch von seiner Persönlichkeit angesprochen hast, also Loyalität und auch Gerechtigkeit. Das ist halt auch, da habe ich ein bisschen so ein ambivalentes Gefühl, weil es ist halt Loyalität dann auch eben zu seiner Gang irgendwie. Und das sind diese ganze Ehrenkodex auch, da hat er mitgewirkt. Da spiegelt sich übrigens auch so schon auch das, was ihm seine Familie eben mitgegeben hat. Anfang seiner Karriere, als er noch jung war, er war die ganze Zeit jung, aber ganz am Anfang hat er schon diesen Fuck Code entwickelt. Fuck heißt ja sowas wie Gangster, Ganove, Krimineller, wie auch immer man das konnotieren will. Aber der hat diesen Fuck Code entwickelt und hat gemeint, diese, in diesen ganzen Gang Violences, die sich ja in den Hip-Hop übertragen haben, das ging ja dann auch in diese ganze East Coast, West Coast Geschichte, in der er zentrale Figur war. Auch doch wieder seine tragische Vita selber. Ich meine, der Typ kommt eigentlich von der East Coast, aber dann irgendwie, als er auch noch ein Teenager war, zieht seine Mutter um und plötzlich bist du halt West Coast. Also er selber war halt auch irgendwo immer so gespalten oder zwischen den Stühlen. Das spiegelt so diese Tragödie wider. Aber er hat dann eben diesen Thug Code entwickelt, wo er gesagt hat, okay, wir tragen untereinander unsere Fehden aus. Dort spielt dann Loyalität eine Rolle und Gerechtigkeit. Ey, du hast einem von meinen Leuten was getan, deswegen tun wir dir. Auge um Auge, Zahn um Zahn, so nach dem Motto. Aber dieser Thug-Code, der hat halt eben auch beinhaltet, aber wir müssen gucken, dass wir die Leute raushalten, die am wenigsten zu tun haben. Wir müssen, da kommt doch dieser Spirit halt auch durch, diese, wir müssen gucken, dass wir die Straßen sicher halten, dass bei einer Schießerei nicht irgendwelche Kids getroffen werden oder sowas. Ein Ehrenkodex, aber ein Ehrenkodex halt für Thugs. Und letzten Endes wurde er dann auch auch seine Vita, ja, er hat halt nicht diese Community gesehen, wo du es alles zusammenbringst, sondern Fuck Life ist ja dann auch sein Motto geworden und unter dem ist er dann ja dann auch ermordet worden. Wir haben ja übrigens dieses eine Bild, da haben wir das mal eingeblendet, das ist so das letzte Foto von ihm. Das ist dort in Las Vegas, wenige Minuten bevor er erschossen wurde. Sie verlassen gerade so dieses Casino in Las Vegas, wo Mike Tyson auch mit denen, die da befreundet waren, einen Kampf gehabt hatte. Und der Typ daneben, das ist Suge Knight, auch Hip-Hopper, auch Freund von Tupac. Und wenige Minuten zuvor noch in dem Casino, dort hat er diese Tragödie an diesem Abend ihren Anfang genommen. Denn dort war ein gewisser Orlando, ich weiß gar nicht, wie er noch heißt, der Den haben die dort gesehen bei diesem Tyson-Kampf, auch im Publikum. Und der Orlando, der kam von einer rivalisierten Gang, von den South Crips. Und dann hat ihm der Shook, den wir hier sehen, hat dem Tupac gesagt, hier, der Typ hier, siehst du den? Der hat letztens einen von unseren Leuten in New York oder woanders Straßenräuberei, irgendwas abgenommen. Ey, Fehde, Alter, Fehde. Und der gehört zu der Feind vom Clan von uns. Und Tupac ist dann direkt zu dem hingegangen und hat den erstmal mit einem Faustschlag zu Boden gestreckt. Und dann haben auch noch so Tupacs Entourage, also seine Security, seine Leibwächter, die haben auch noch ein bisschen auf den eingeprügelt. Und ja, der, der jetzt verurteilt wurde, das ist eben einer von den Kapos oder Anführern von diesen Crips, zu denen der von Tupac Niedergeschlagene gehört hat. Und die haben dann sozusagen direkt als Folge daraufhin, Auge um Auge, Zahn um Zahn, sind die dem hinterher, dem Tupac, und haben den aus dem anderen Auto heraus dann niedergeschossen. Und das sind halt auch so Dinge, wo ich mir denke, Mann, der hätte auch ganz anders wirken können auf seine Community. Und das Ding ist, ich möchte auch nicht zu negativ klingen, weil Tupac, hey, der ist eine Legende und die Kraft von dem ist riesig. Am Ende ist er halt auch nur 24 geworden und deswegen dieses What-if. Wer weiß, wenn der älter geworden wäre, vielleicht hätte er dann diese diesen Weg, der ihm eigentlich bestimmt war, vielleicht wäre er den auch gegangen und vielleicht hätte er es wirklich geschafft, so das schwarze Amerika zu vereinen und wegzukommen von diesen ganzen seltsamen Werten, die doch dann auch die Black Music so viel hat. Weißt du, auch so Leute, wir hatten doch letztes Jahr auch das Gerichtsverfahren, oder es läuft noch dieses Jahr gegen P. Diddy und so weiter. Also auch diese ganzen Sachen so. Ey, Tupac, der hätte die Kraft gehabt, die Leute da, da rauszuführen, ne? Der hätte sowieso ein Bob Marley werden können oder sowas.
Ja, immerhin, er hat einiges hinterlassen, und, und offensichtlich wurde auch immer wieder darauf zurückgegriffen. Und es ist letztendlich so, kommt dieser Legenden, diese Legendengestaltung her. Das darf man auch nicht ganz vergessen. Vielleicht kann man noch mal ein paar Worte sagen, was er, was er denn erreicht hat. Immerhin, 6 Grammy-Nominierungen, 2 davon zu Lebzeiten. Das muss man immer wieder überraschen, wenn man das ja so sich so später mal anguckt, wie das dann doch so gespalten, also in 2 Hälften sich das teilt, nämlich zu Lebzeiten und nach seinem Tod. Und natürlich wurde der größte Teil, was, sagen wir mal, an Tonträgern verkauft worden ist, was an Aufmerksamkeit ist, nach seinem Tod gewesen. Und das ist wirklich beachtlich. Ist der ein oder andere ist ja auch schon vorher, wie auch immer, gestorben. Aber sagen wir mal, diese Nachhaltigkeit im Verhältnis zu dem relativ kurzen, wie gesagt, '95 ein Album, '96 ein Album, und das war sein herausragendes musikalisches Werk. Ja, also die beiden Alben haben halt ihn dahin katapultiert, wo er immerhin auch auf 6 Grammy-Nominierung eingebracht hat. Er hat dann tatsächlich den American Music Award bekommen, '97, eben auch alles posthum, muss man natürlich dazu sagen. Und wenn man überlegt, sich das mal, dann dauerte es noch mal bis 2017, bis er in den, in den, in die Hall of Fame gekommen ist, Rock and Roll Hall of Fame. Und dann sogar 2023, das muss ich mal überlegen, war er dann von hat er auf dem Walk of Fame seinen Stern bekommen in Hollywood. Das muss man sich auch mal überlegen, so spät. Also ich finde es beachtlich, dass jemand so eine Langzeitwirkung aufbauen konnte in einer, sagen wir mal, relativ kurzen Karrierezeit.
Ja, das stimmt halt. Das zeigt schon die Größe von dem, von ihm, Alter. Fast 30 Jahre. Ich meine, ich glaube, in Amerika ist es immer so, diese Hall of Fames und so weiter, auch im Sport, da muss schon immer Abstand sein. So, da kommst du nicht rein, während du noch voll in deiner Karriere drin bist oder so. So. Aber fast 30 Jahre, ja, es zeigt die Legacy. Und auch die Lyrics von ihm, die zeigen halt auch ein großes Talent und eben auch diese Bildung, diesen Hintergrund, den er hatte, der sich halt, weißt du, als Teenager auch schon mit Ballett beschäftigt hat, mit Theater und so weiter, der halt Bücher gelesen hat. Deswegen konnte der auch in Lyrics zwar schon so diese Hip-Hop-Kultur, diese Werte dort reinpacken, aber halt in der Sprache, wie es vielleicht vielen seiner Kollegen gar nicht möglich war. Der Typ war auch ein sanfter Poet. Das ist auch mit Sicherheit so eine Facette von seiner Persönlichkeit. Und das ist auch, was dann die Power von seinen Sachen ausmacht. Wahrscheinlich für Native-Speaking-Amerikaner noch viel krasser so, wenn dir diese Lyrics von ihm halt direkt einfahren. Extrem inspirierender Charakter und künstlerisch einer der ganz Großen. Kann man nicht anders sagen.
Ja, also er hat halt eben auch im Laufe seiner Zeit eben auch sehr viel Duette gehabt. Das auch, muss man wirklich sagen. Also die Liste ist lang. Ja, also wir haben jetzt ja eben als Extrembeispiel Elton John gehabt, aber Dr. Dre war mit dabei, Notorious B.I.G. Wen haben wir noch? Also auf jeden Fall eine ganz— Snoop Dogg natürlich, der darf man natürlich nennen. Die Outlaws waren mit dabei und Bone Thugs-N-Harmony und Method Man. Und man merkt, die Liste ist lang. Ja, also wenn man sich das anguckt, auch das zeigt natürlich, sagen wir mal, das hebt den Status natürlich generell. Das kann man sagen. Und das gehört also eigentlich auch zum Hip-Hop mit dazu, dass sie halt eben viele Duette machen und halt Featureings. Das ist schon beachtlich. Und wie gesagt, das hat ja auch dazu geführt, dass man ihn dann also heute noch in Erinnerung hat.
Und was meinst du, Axel, es kommt ja dann bald der 30. Drohnestag, wir sind noch davor. Meinst du, die haben da wieder ein Ass im Ärmel? Meinst du, wir werden eine Tupac-Neuveröffentlichung hören, möglicherweise wieder als Duett? Gerade auch heute in KI-Zeiten, und das ist ein Thema, was wir auch schon angesprochen haben, über das wir auch weiterhin sprechen werden, so KI und dann Rechte von KI. Aber ich meine, das sind dann die Rechteinhaber, so wer auch immer, könnten die nicht ein Tupac-Ding raushauen? Weil der hat viel geschrieben, vielleicht ist da auch immer noch Material, was noch gar nicht veröffentlicht ist. Glaubst du, wir haben da was zu erwarten, dass da noch was kommt dieses Jahr?
Das ist ein ganz wichtiger Punkt auch. Wir dürfen nicht vergessen, also von dem Material, was bereits existiert, kann die KI das, was ihn ausgemacht hat, synthetisieren. Das heißt, in Zukunft wäre, also das ist eben das Neue bei der ganzen Sache, dass diese Stimmfärbung, die er hat, und die Art, das rüberzubringen, die lässt sich mit KI tatsächlich mittlerweile kopieren. Das heißt, es ist, wenn man jetzt beispielsweise noch einen Text von ihm findet, der noch nicht vertont gewesen ist, ja, also das, das oder Ähnliches, oder vielleicht eine ganz andere Aussage zu machen. Es ist alles möglich mittlerweile auf dem Sektor. Und dann findet man— früher war das ja immer so ein Running Gag, wenn jemand gestorben ist: Oh, wir haben noch ein paar forgotten Tapes gefunden, die irgendwo existiert haben. Da hat irgendeiner wieder was aus dem Studio gezogen. Denkt an Michael Jackson, der hat dann im Nachttheater auch alle möglichen Songs noch gemacht. Dazu war aber wenigstens früher eine Aufnahme notwendig gewesen. Davon sind wir weit entfernt, denn die KI kann das synthetisiert nachempfinden und es ist nahezu unmöglich für uns, das herauszufinden, ob es jetzt nun eine echte Aufnahme war mit ihm oder ob es eben die KI nachgeholfen hat. Da ist einiges zu erwarten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Musikindustrie, die ja letztendlich jetzt auch die Rechte an seiner Stimme haben, dass sie das einfach sich entgehen lassen. Da ist was zu erwarten.
Das werden wir im Blick behalten, Axel, wie wir sowieso eigentlich auch über diese KI-Musikentwicklung. Das ist so ein spannendes Thema, weil es gab es halt vorher noch nicht. Wir wissen nicht genau, was passiert, weil es könnte auch sein, werden die Leute das überhaupt annehmen? Also die ganzen Tupac-Fans, wenn du dann irgendwie mitbekommst, oh, das kommt dann vielleicht raus, hey, das ist nur KI-Tupac, werden die Leute das feiern und sagen, wow, cool, noch mal ein schöner Track? Oder werden die das ablehnen und sagen, hey, das ist halt dann nur Fake? Werden wir sehen.
Also zumindest kann man sagen, also der Markt wird derweil wirklich definitiv überschwemmt mit rein KI-generierter Musik, muss man wirklich sagen. Man spricht davon, das soll mindestens die Hälfte, was jetzt veröffentlicht worden ist. Also da, puh, aber das werden wir uns genau angucken. Wir gucken uns das wirklich sehr genau an. Wir haben also, das kann man vielleicht schon mal von vornherein sagen, wir haben ja auch schon eins, ein Video, wo es darum geht, dass die GEMA bei Suno KI halt eben schon, schon damit da diesen einzu— einen Prozess haben wir dann entsprechendes Video gemacht. Und dazu wird es auch noch eine weitere Folge geben, so ein bisschen auch den Ausblick noch mal zu machen, was wir demnächst auch irgendwie anpacken werden. Und das wird mit Sicherheit auch die Entwicklung der KI sein.
Ja. Da würde ich sagen, Axel, wir falten hier diese Sendung mal zusammen. Uns würde natürlich wirklich interessieren, was ihr für Kommentare schreibt. Denn hey, wir wissen natürlich, das ist eine spannende Geschichte und man hat ambivalente Gefühle. Es gibt den Künstler Tupac, es gibt diese Vita von ihm, es gibt die ganze größere Frage der afroamerikanischen Bewegung über die Generation Amerika. Super spannendes Thema. Wir würden uns echt freuen, wenn ihr euch da auch einbringt, Kommentare schreibt und wir dort über dieses Thema diskutieren. Natürlich im freundschaftlichen Ton, wie wir das hier bei FRAX immer machen, wie ihr das auch macht. Und ja, in diesem Sinne würde ich sagen, verabschieden wir uns aus unserem kleinen Special, was wir zu Tupac gemacht haben, anlässlich hier dieses Gerichtsurteil. Ein Zwerg wurde verurteilt, weil er hinter dem Mord an einem Giganten steht. Und ich würde sagen, hast du noch ein letztes Wort zu Tupac?
Ich denke mal, damit schließen wir mal die Tupac-Geschichte. Wobei man dazu sagen muss, was noch nicht raus ist bei dem Gerichtsurteil, ist, welches Strafmaß ihn erwischt. Also man geht davon aus, wohl offensichtlich, dass es lebenslang sein wird. Der ist 63, okay. Also aber sicher ist das jetzt nicht, da wie gesagt, und wenn der in die Berufung geht, wird uns das noch eine Weile wahrscheinlich begleiten, dieses Thema, ob Ob wir dazu noch mal was sagen, wird sich zeigen.
Wir werden es auf jeden Fall im Blick haben, wie wir immer so die Entwicklungen in der Popkultur für euch uns anschauen. Und ja, wir würden uns freuen, weiterhin schenkt unserem Kanal ein bisschen Liebe. Wir brauchen eure Liebe, ein paar Daumen hoch, ein paar Abos, wenn ihr es noch nicht gemacht habt. Wir sind YouTuber und das ist unsere Währung sozusagen. Und ja, in dem Sinne, danke fürs Einschalten, bis nächstes Mal. Das ist FRAX Music.
