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FRAX MUSICSpezial8. Oktober 2026

Marlon B. (Söhne Mannheims): One Love gegen die Gewalt | Bob Marley & Peter Tosh

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Zusammenfassung

In dieser bewegenden Solo-Folge von FRAX Music widmet sich Frank Engelmayer dem tragischen Tod von Marlon B., einem Musiker, der sowohl in Jamaika als auch in Deutschland Spuren hinterlassen hat. Marlon B., geboren auf Jamaika, wurde als Mitglied der Söhne Mannheims bekannt und prägte die Band mit seiner einzigartigen Stimme und seinen Reggae-Einflüssen. Nach seiner aktiven Zeit in Deutschland kehrte er in seine Heimat zurück, eröffnete eine Bar und wurde dort Opfer eines brutalen Überfalls, bei dem er und zwei weitere Menschen ums Leben kamen. Die genauen Hintergründe bleiben nebulös, doch die Tat steht exemplarisch für die anhaltende Gewaltproblematik auf Jamaika.

Frank nutzt diesen traurigen Anlass, um einen Bogen zu anderen legendären Musikern zu schlagen, die ebenfalls Opfer von Gewalt wurden: Peter Tosh und Bob Marley. Peter Tosh, einer der wichtigsten Reggae-Musiker nach Bob Marley, war bekannt für seine rebellische Haltung und seine kritischen Texte. Er setzte sich für soziale Gerechtigkeit, die Legalisierung von Cannabis und gegen Apartheid ein. Tosh wurde 1987 in seinem eigenen Haus von einem Bekannten ermordet, nachdem er jahrelang politisch und gesellschaftlich angeeckt hatte. Die genauen Motive sind bis heute nicht vollständig geklärt, was zu zahlreichen Spekulationen über mögliche politische Hintergründe geführt hat.

Auch Bob Marley, die wohl größte Ikone des Reggae, wurde 1976 Opfer eines Attentats, das er nur knapp überlebte. Trotz der Bedrohung stand Marley zwei Tage später auf der Bühne des Smile Jamaica Konzerts und setzte ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt. Zwei Jahre später organisierte er das legendäre One Love Peace Concert, bei dem er die beiden verfeindeten politischen Führer Jamaikas auf der Bühne vereinte – ein symbolischer Akt, der weltweit für Aufsehen sorgte, auch wenn der erhoffte Frieden nicht dauerhaft eintrat.

Frank zieht Parallelen zu anderen Musikern, die in schwierigen politischen oder gesellschaftlichen Situationen Mut bewiesen: Rory Gallagher während der Unruhen in Irland, John Lennon als Friedensaktivist, Kurt Hauenstein alias Supermax, der in den 80ern jenseits des Eisernen Vorhangs auftrat, sowie afrikanische Musiker wie Alpha Blondy und Fela Kuti, die für ihre Überzeugungen Repressionen in Kauf nahmen. Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie Musik weit über Unterhaltung hinausgeht und Künstler immer wieder ihr Leben riskieren, um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen oder für ihre Überzeugungen einzustehen.

Mit dieser Hommage an Marlon B. und anderen mutigen Musikern ruft Frank dazu auf, die Kraft der Musik als verbindendes und friedensstiftendes Element zu würdigen.

Hintergrund & Kontext

Die Geschichte der jamaikanischen Musik ist untrennbar mit der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung der Insel verbunden. Reggae entstand in den späten 1960er Jahren in den Armenvierteln von Kingston und wurde schnell zur Stimme der Unterdrückten. Die Musik transportierte nicht nur Lebensfreude, sondern auch Protest gegen soziale Ungerechtigkeit, Armut und politische Gewalt. Künstler wie Bob Marley und Peter Tosh nutzten ihre Popularität, um auf Missstände aufmerksam zu machen und wurden dadurch selbst zu Zielscheiben.

In den 1970er und 1980er Jahren war Jamaika von politischer Instabilität und Bandenkriegen geprägt. Die beiden großen Parteien, PNP und JLP, wurden von bewaffneten Gangs unterstützt, was zu einer Spirale der Gewalt führte. Musiker, die sich öffentlich positionierten, riskierten ihr Leben. Das One Love Peace Concert 1978 war ein Versuch, durch Musik einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen – ein Symbol für die Hoffnung auf Versöhnung, das jedoch die tiefen Gräben nicht dauerhaft überwinden konnte.

Auch heute noch ist Jamaikas Musikszene von diesen historischen Erfahrungen geprägt. Viele Künstler engagieren sich sozial und politisch, während die Gefahr von Gewalt weiterhin präsent ist. Die Geschichten von Marlon B., Peter Tosh und Bob Marley stehen exemplarisch für den Mut, den Musiker aufbringen, um ihre Botschaften zu verbreiten – und für die Risiken, die damit verbunden sind.

Häufige Fragen

Wer war Marlon B. und welche Rolle spielte er bei den Söhnen Mannheims?

Marlon B. war ein jamaikanischer Musiker, der als Sänger und Songwriter die Söhne Mannheims maßgeblich mitprägte. Seine Reggae-Einflüsse und seine Stimme bereicherten den Sound der Band und machten ihn zu einem wichtigen Mitglied.

Wie kam Marlon B. ums Leben?

Marlon B. wurde am 9. September auf Jamaika in seiner eigenen Bar Opfer eines bewaffneten Überfalls. Er und zwei weitere Personen wurden dabei erschossen, die genauen Hintergründe sind bislang unklar.

Welche Verbindung gibt es zwischen Ganggewalt und jamaikanischen Musikern?

Viele jamaikanische Musiker wie Peter Tosh und Bob Marley wurden Opfer von Gewalt, oft im Zusammenhang mit politischen Konflikten und Bandenkriminalität. Die Musikszene Jamaikas ist eng mit der gesellschaftlichen Realität des Landes verbunden.

Was ist das One Love Peace Concert und warum ist es so bedeutend?

Das One Love Peace Concert 1978 war ein legendäres Reggae-Konzert, bei dem Bob Marley zwei politische Rivalen auf der Bühne vereinte. Es wurde zum Symbol für den Wunsch nach Frieden in Jamaika und unterstrich die gesellschaftliche Kraft der Musik.

Welche anderen Musiker wurden in Jamaika Opfer von Gewalt?

Neben Marlon B. wurden auch Peter Tosh und Bob Marley Ziel von Anschlägen. Peter Tosh wurde 1987 ermordet, Bob Marley überlebte 1976 ein Attentat. Beide Fälle sind bis heute von Spekulationen über die Hintergründe geprägt.

Gesprächs-Transkript

Frank0:15

Hallo liebe Musikfreunde, willkommen zu einer weiteren Ausgabe von FRAX Music. Heute melde ich mich solo und eigentlich aus traurigem Anlass, denn vor ein paar Tagen am 9. September ist der Musiker Marlon B. auf Jamaika ermordet worden, erschossen worden. Und Marlon B., der war jahrelang Mitglied von den Söhnen Mannheims. Der ist auf Jamaika geboren und hat aber hier in Deutschland die Söhne Mannheims maßgeblich mitgeprägt, sowohl Songwriting als auch seine Stimme halt und diese Reggae-Vibes ein bisschen. Und nachdem er dann seine Karriere beendet hat, also ist er nach Jamaika gegangen wieder, hat dort eine Bar aufgemacht und in dieser Bar ist er überfallen worden von Genaue Details weiß ich nicht, aber es waren, glaube ich, mehr schwer bewaffnete Leute, die halt da alle umgeschossen haben. Mit ihm zusammen sind noch 2 seiner Freunde oder Gäste dort gestorben. Und ja, ich habe so den Wunsch, ihm mal so eine Kerze hier anzuzünden. Und ich kann euch gar nicht so super viel erzählen über Marlon B. und auch über die Söhne Mannheims. Da bin ich nicht so tief drin in der Musik. Aber ich habe mir gedacht, hey, boah, der ist Jamaikaner. Er hat in Jamaika gelebt, ist dort durch Gangviolenz gestorben. Da musste ich sofort an 2 Geschichten denken, die ich hier mit euch teilen möchte, als Hommage sozusagen an Marlon B. Und in diesen Geschichten geht's, das sind auch Tragödien, da geht's auch um Ganggewalt. Denn auch andere große Musiker aus Jamaika wurden zur Zielscheibe, sowohl Peter Tosh als auch Bob Marley. Und ja, diese Stories möchte ich euch heute erzählen. Und los geht's mit der tragischen Geschichte von Peter Tosh. Peter Tosh, wahrscheinlich nach dem Namen Marley der größte Reggae-Musiker mit dem international bedeutendsten Einfluss. Und der Typ war halt wirklich so ein Rastafari-Rebell. In seinen Texten hat er sich die ganze Zeit auch angelegt mit den Oberen. Ob es die Legalisierungsgeschichte war von Cannabis oder soziale Sachen, Antikrieg, Anti-Apartheid, Also auch in den 80ern hat er ein paar Alben gemacht. Das ist alles, was Peter Tosh war. Der war so ein rebellischer Typ, der hat sich mit jedem angelegt oder nicht angelegt, aber er hat halt sein, sein, he stood his ground, würde man in Jamaika sagen. Und er hat halt nicht den Mund gehalten, hat Missstände angesprochen, hat sich dadurch auch viele Gegner geschaffen. Und 1987 war es, Peter Tosh ist gerade zurückgekommen nach einer Promotour von seinem neuesten und damit seinem letzten Album No Nuclear War, typisches Thema in den 80ern. Und da wurde er, hat er Besuch bekommen von seinen späteren Killern dann. Und das waren Leute, ein gewisser Dennis Leppolobben, das waren Leute, die der Peter Tosh kannte. Der hat den, den Loppen schon geholfen. Ja, das war halt so ein Krimineller und der Peter Tosh hat dem versucht, so Brücken zu bauen, wie ich das verstanden habe. Also wieder anzukommen. Er hat dem geholfen, Jobs zu bekommen oder sowas. Aber ja, dieser Typ war scheinbar echt so ein Psycho und hat es ihm nicht gedankt. Und der ist halt hier bei Peter Tosh eingedrungen und wollte Geld. Und Tosh hat halt nicht viel Bargeld gehabt, hat ihm ein bisschen was gegeben. Aber der Typ hat gemeint, der hätte bestimmt noch mehr versteckt. Und es folgte dann so eine stundenlange, das müssen schlimme Stunden gewesen sein, mit Misshandlungen. Und ab und an sind auch Leute gekommen, die halt Peter Tosh besuchen wollten. Es war ein offenes Haus, halt ein Typ. Und die Leute, die da gekommen sind, die wurden dann auch gleich als Geiseln genommen. Und irgendwann ist es dann halt voll eskaliert und der Typ hat halt angefangen, auf alle zu schießen. Und neben Peter Tosh wurde auch der Radio-DJ Jeff 'Free I' Dixon und noch ein weiterer Freund, der dort anwesend war, wurden getötet. Und Toshs Freundin Marlene Brown, und noch andere haben da schwerverletzt überlebt. Also es war wirklich ein Blutbad, irgendwie völlig crazy, ja. Und wirklich wissen tut man immer noch nicht, was da genau die Hintergründe sind. Ich meine, das könnte auch einfach nur eben so ein Psychokrimineller, der halt irgendwie eskaliert ist. Es gibt vieles, was dafür spricht, aber Peter Tosh hat eben auch viele Feinde gehabt. Und wir haben hier so ein Magazin, das, das kommt aus, ich weiß gar nicht, woher das kommt, Magazin für Reggae-Kultur, ob das aus Jamaika kommt oder England, spielt auch keine Rolle, aber das ist schon einige Jahre später. Und da wird eben immer noch dann die Frage gestellt, so, was sind eigentlich die Hintergründe von Peter Toshs Tod? Denn in Jamaika ist es leider oft so, es war auf jeden Fall früher so, ob es, und vielleicht ist es heute immer noch, das weiß ich nicht genau, aber in den 70ern und 80ern, da Da waren diese Gangs, die hatten auch Verbindungen zu mächtigen Leuten in die Politik, in die jamaikanische, aber auch zu irgendwelchen reichen Leuten, die dort ihre Reviere irgendwie verteidigen. Es war wie so die Army. Und das weiß man bis heute nicht, ob da nicht andere Leute noch dahinter stecken, die letzten Endes diesen Kriminellen vorgeschoben haben. Ja, Peter Tosh, eine absolute Legende. Und ja, Bob Marley hat sie auch getroffen, der noch größere Name. Bob Marley, der wirklich so ein weltweites Symbol auch ist, so eine Ikone geworden ist, ja. Und das aber wirklich auch zurecht. Das ist eben nicht jemand, der nur durch Marketing in diese Rolle gekommen ist, sondern bei der Story, die ich euch jetzt erzähle, da wird dann schon klar, aus was für einem Holz dieser Bob Marley auch geschnitzt war. Denn dem lag wirklich auch die seine Insel, diese Liebe zu Jamaika, dem lag es am Herzen, dass es den Menschen dort gut geht. Und in den 70er Jahren, da war Jamaika in einer sehr schwierigen Phase. Da war sehr viel Gewalt auf der Insel. Das war tatsächlich nah an einem Bürgerkrieg. Da waren unterschiedliche Fraktionen, die da miteinander gekämpft haben. Und Bob Marley wollte halt, der hatte wirklich diese Vision im Herzen für Frieden. Das war nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern der hat es dort halt dann auch auch wirklich gebracht und hat sich dadurch eben auch wiederum Gegner geschafft. Leute, die das nicht wollen, Leuten, denen der im Weg stand mit seiner Message One Love. Und am 5. Dezember 1976, nee, 2 Tage vorher muss das gewesen sein, im Dezember '76, da gab es diesen Überfall auf Bob Marley. Und da wurde sein Anwesen, wo er gelebt hat, wurde überfallen von mehreren schwer bewaffneten Leuten. Und die haben dort auf alles geschossen, was sich bewegt hat. Wie durch ein Wunder ist dort niemand gestorben, aber mehrere Leute wurden verletzt. Seine Frau, glaube ich, wurde am Kopf auch getroffen. Das sind ernste Sachen. Sein Manager oder Manager, Freunde, seine Entourage, seine Leute halt, mit denen er zusammengelebt hat. Der hat sich vor Bob Marley sogar hingestellt und geworfen und ein paar Kugeln abgefangen. Der war schwer verletzt. Marley selber wurde auch getroffen und allerdings nur leicht verletzt am Arm. Und obwohl diese traumatische Erfahrung da war und dem sein Leben offensichtlich bedroht war, hat er dann 2 Tage später, stand er auf der Bühne in Jamaika zu dem riesengroßen Smile Jamaica Maker-Plakat. Und wir haben auch ein kleines Plakat mal, können wir uns das anschauen. Das war eben im Dezember '76. Und deine Vision war halt, mit dem Reggae, mit der Musik und auch mit den Lyrics die Menschen wirklich zu bewegen, halt zum Frieden zu finden. Das war nicht nur ein kommerzielles Konzert, sondern das war echt, da stand auch eine Message dahinter. Und 2 Tage nach dem Attentat auf ihn steht er dort auf der Bühne. Was für ein taffer Typ, ja. Und der hat dann sogar noch tänzerisch, da gibt's Footage davon, sogar noch so das nachgestellt, diese Szenen und, und diese Gewalt, und, und halt dazu aufgerufen, dass da endlich rauszukommen. Und die Menschen, keine Ahnung wie viele da waren, 80.000 oder so, die haben das auch aufgenommen, weil die kannten auch alle diese alltäglichen Gewaltszenen und Gangs, die vernetzt sind zu irgendwelchen Oligarchen und, und, und Politik. Und ey, die einfachen Leute hatten da keinen Bock drauf. Und Marley war halt der, der der das dann echt auch gelebt hat. Ein Grund, man weiß bei diesem Attentat auf Marley auch immer noch nicht genau die Hintergründe. Ist es einfach nur Violence und du überfällst halt einen reichen Promi in der Hoffnung, dort Geld rauszuholen? Oder steckt da nicht sogar ein Auftrag dahinter? Das kann gut sein. Damals war echt Jamaika nahe am Bürgerkrieg und dieses Smile Jamaica Das wurde von einem von den politisch ambitionierten, ich sage jetzt mal, Powergamern, der hat dieses Konzert organisiert. Und dann ist es gut möglich, dass dann dem seine Rivale, es waren halt zwei, die da so um die Macht gerungen haben, dass dem sein Rivale gedacht hat, okay, der Marley als der bekannteste, größte Sohn der Insel, der ergreift hier Partei. Also sehen wir ihn als Feind. Das wissen wir nicht genau, es kann sein. Aber tatsächlich, Marley hat dann vielleicht auch das reflektiert, so, und hat dann 2 Jahre später, ich glaube, das hat er sogar mitorganisiert, 1978 dann das ganz legendäre One Love One Peace Konzert gemacht, oder One Love Peace Concert, so heißt es. Und dort hat er dann eine, hat er es geschafft, diese beiden politischen Rivalen, die das Land an den Rande des Bürgerkriegs gebracht haben, der hat die dort auf die Bühne gebracht. Der hat das extra so organisiert, hey, es ist jetzt nicht einseitig, wir werden hier ich will für alle stehen, ne. Und das zwar ungeplant, oder zumindest für diese Politiker ungeplant, die wussten nicht, dass sie in diese Situation kommen, aber dort vor 80.000 Menschen und mit dieser, mit diesem Charisma und dieser Vibe von Marley, so der, der diese, diese, diese Situation ja heraufbeschwört förmlich, bringt er die beiden dazu. Und da haben wir hier ein Bild davon, von diesem legendären Moment, bringt er die beiden dazu, so sich die Hände zu reichen. Und naja, wenn man so die Gesichter der beiden Politiker anschaut, so richtig happy sind die auch nicht damit. Und leider im Nachhinein hat auch dieser Frieden nicht gehalten. Aber das war so ein dermaßen symbolischer Akt. Und ich meine, größer kannst du eigentlich als Musiker nicht werden. Hier geht es schon lange nicht mehr nur um Entertainment, sondern der Typ bringt sich ein für den wirklich buchstäblich für den Frieden auf seine Insel. Und Ja, dieses One Love Peace Konzert und dieses Symbol, diese Kraft von ihm, danach war dann Bob Marley endgültig so eine Ikone weltweit als jemand, der für Freiheit und für Frieden einsteht. Jemand, der dieses Charisma nicht nur für die Kunst aufwendet, sondern wirklich, der zu seinen Menschen steht. Und leider konnte Marley dann auf Dauer auch nicht auf Jamaika bleiben, weil einfach seine Sicherheit da so gefährdet war und er auch nicht ständig mit irgendwelchen in irgendeinem Hochsicherheitstrakt leben will und hat dann seinen Lebensmittelpunkt dann nach UK auch gewechselt und dort seine Karriere weitergeführt. Aber das ist schon, das zeigt einfach, aus welchem Holz der geschnitzt ist. Und ganz ehrlich, wenn ich mir da so die ganze Musikkultur mal so anschaue, die Popkultur, da gibt es gar nicht so viele Leute, die ähnlich viel eingesetzt haben. Natürlich, weil die meisten auch aus Ländern kommen, wo das nicht nötig war, sich mit mit irgendwelchen Gangs anzulegen. Aber ja, so ein paar Namen können wir da doch noch droppen. Also Leute, die wirklich, wie soll man sagen, wirklich Guts hatten, die den Mut hatten, in äußerst schwierigsten Bedingungen zu ihren Leuten, mit ihren Leuten zu musizieren. Das Erste, was ich da gedacht habe, ist die Irish Tour von Rory Gallagher 1974. Ey, das ist auch eine Story, die kann ich euch mal ausführlich erzählen. Aber der ist nach Irland gegangen, und Irland damals zu dem Zeitpunkt, hey boah, voll Terror und überall Bomben. Und da ist kein einziger westlicher Musiker nach Irland gegangen. Diese Insel war komplett isoliert zu der Zeit und ärmlich und so. Und Rory Gallagher als Musiker der Insel, der ist dort zurückgegangen und die Konzerte waren gefährdet. Alle haben gesagt, macht es nicht. Es gab Terrorwarnungen und so weiter. Aber er hat daran geglaubt, dass er die Musik als was Vereintes hat. Und tatsächlich, die IRA oder welche Art von Terroristen pro UK und pro Irland. Alle haben sich dran gehalten und haben den Rory Gallagher spielen lassen. Dementsprechend auch die Tournee natürlich der Hammer. John Lennon wäre natürlich ein großes Beispiel. Kurt Hauenstein möchte ich auch erwähnen, österreichischer Musiker, der als Supermax bekannt geworden ist. Der hat auch so die, diese Kultur von Musik hat er in den 80ern jenseits des Eisernen Vorhangs gebracht. Der war einer der ersten Westler, die in Nordafrika aufgetreten sind, irgendwo, wo es gar nicht so um Geldverdienen geht, da so wirklich die Kultur weiterbringen. Ja, und natürlich gibt's in Afrika eine ganze Reihe Musiker, die auch dann allein dadurch, dass sie die Wahrheit aussprechen oder durch ihre Texte schon Probleme bekommen haben mit der Obrigkeit. Da gibt's ganz viele Namen. Stellvertretend möchte ich mal Alpha Blondy nennen, der als junger Mann von der Elfenbeinküste kommt, Probleme hatte mit Militär. Und natürlich Fela Kuti, der großartige Musiker aus Nigeria, der bei dem ähnlich wie bei Bob Marley, dem sein Anwesen auch mal gestürmt wurde. Da war es allerdings dann gleich das Militär, was gekommen ist, und das ist dann wohl noch übler. Naja, ich wollte eigentlich diese inspirierenden Geschichten euch erzählen, weil es einfach zeigt, dass es gibt Leute, für die ist es nicht nur so eine Show, sondern die sind wirklich so, die haben dieses Charisma und die nutzen diese Kraft, die Musik hat, und die Kraft, die auch die Poesie hat, um halt wirklich ihren Leuten beizustehen und ein bisschen was beizutragen, dass diese Welt freier und friedlicher wird. Und ja, deswegen erzähle ich euch diese inspirierenden Geschichten und würde mich natürlich freuen oder freue mich auf eure Reaktionen. Vielleicht könnt ihr mich auch an der einen oder anderen Stelle korrigieren. Ich bin auch kein Lexikon, der das alles weiß. Aber diese Geschichten geben uns was, finde ich auch in der heutigen Zeit, machen uns Mut. Und ja, das war so meine kleine Kerze, die ich angezündet habe an Marlon B., der vor ein paar Tagen auch eben von sinnloser Gewalt Opfer wurde. In diesem Sinne schmeißen wir uns schon wieder raus. Ich danke euch, dass ihr eingeschaltet habt, und unterstützt natürlich weiterhin hier unseren Kanal. Wir haben ganz viele Facetten, sind viele Dinge, die wir machen, und unterstützen könnt ihr uns am meisten, wenn ihr hier einen Daumen da lasst und am allerbesten natürlich ein Abo, und dann seid ihr verfolgt. Und es lohnt sich auch, denn wir haben jede Menge Content über alle möglichen Themen der Popkultur. Manchmal haben wir Gäste am Start, Und FRAX Music lohnt sich auf jeden Fall, hier dranzubleiben. In diesem Sinne danke ich euch und One Love, Leute, One Love!