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FRAX MUSIC#2030. Juli 2026

Fender verklagt Thomann: Der Kampf um die Stratocaster-Form | FRAX Music #20

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Zusammenfassung

In Folge 20 von FRAX Music nehmen Axel Breitung und Frank Engelmayer einen der brisantesten Rechtsstreite der jüngeren Musikgeschichte unter die Lupe: Fender gegen Musikhaus Thomann. Im Sommer 2026 sorgt dieser Fall für Aufsehen, denn es geht um nicht weniger als das ikonische Design der Fender Stratocaster – einer der berühmtesten E-Gitarren überhaupt. Die Hosts erklären, warum das Design der Stratocaster so besonders ist, welche technischen und ästhetischen Merkmale sie auszeichnen und warum gerade jetzt, nach über 70 Jahren, ein Rechtsstreit um die Form entbrannt ist.

Axel schildert seine persönliche Faszination für die Stratocaster und erläutert, wie sich das Instrument durch Details wie den charakteristischen Korpus, die Anordnung der Tonabnehmer und den schräg angebrachten Klinkeneingang von anderen Gitarren abhebt. Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob diese Merkmale wirklich schützenswert sind oder ob sie – wie bei vielen Instrumenten – schlicht der Funktion folgen. Frank bringt den Vergleich zur Stradivari-Geige ins Spiel und fragt, ob Form und Funktion im Instrumentenbau überhaupt trennbar sind.

Im Zentrum steht das Urteil des Landgerichts Düsseldorf, das Fender einen urheberrechtlichen Schutz für das Stratocaster-Design zuspricht. Während in den USA das Design als Allgemeingut gilt, sieht das deutsche Recht einen Schutz als „Werk der angewandten Kunst“ vor. Das hat weitreichende Folgen: Fender mahnt zahlreiche Hersteller ab, darunter auch Thomann, die mit ihrer beliebten und deutlich günstigeren Eigenmarke Harley Benton Gitarren im Stratocaster-Stil verkaufen. Axel gibt Einblicke in die Größe und Bedeutung von Thomann als Europas größtem Musikhändler und erklärt, warum gerade dieses Unternehmen sich einen Rechtsstreit mit Fender leisten kann.

Die Hosts beleuchten die Auswirkungen des Urteils auf den gesamten Markt: Was passiert mit kleinen Gitarrenbauern, wenn das Fender-Design geschützt bleibt? Wie reagieren Musiker und Händler? Und wie viel Innovation steckt wirklich im Design, das heute als Standard gilt? Die Folge bietet nicht nur juristische Einordnung, sondern auch spannende Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Stratocaster für die Pop- und Rockmusik.

Abgerundet wird die Diskussion durch persönliche Anekdoten, technische Details und einen kritischen Blick auf die Frage, wem Musikdesign eigentlich gehört. Für Musikliebhaber, Gitarristen und alle, die sich für das Musikbusiness interessieren, ist diese Folge ein Muss.

Playlist zur Folge

Hintergrund & Kontext

Die Fender Stratocaster wurde 1954 von Leo Fender entwickelt und revolutionierte den E-Gitarrenbau. Ihr schlankes, ergonomisches Design, der charakteristische Double-Cutaway und die innovative Elektronik machten sie schnell zum Favoriten von Musikern wie Jimi Hendrix, Eric Clapton und David Gilmour. Die Stratocaster wurde zum Synonym für Rock, Blues und Pop und prägte den Sound ganzer Generationen.

In den 1950er und 60er Jahren war der Gitarrenmarkt von wenigen großen Marken wie Fender und Gibson dominiert. Mit dem Siegeszug der Pop- und Rockmusik stieg die Nachfrage nach erschwinglichen Instrumenten, was zahlreiche Nachbauten und Kopien inspirierte. Viele Hersteller adaptierten das Stratocaster-Design, da es als besonders spielerfreundlich und vielseitig galt. In den USA wurde das Design nie umfassend geschützt, was zu einer Vielzahl von S-Style-Gitarren führte.

Das Musikhaus Thomann, gegründet 1954 in Bayern, entwickelte sich vom kleinen Familienbetrieb zum größten Musikhändler Europas. Mit Eigenmarken wie Harley Benton bietet Thomann günstige Alternativen zu Markeninstrumenten und hat so maßgeblich zur Demokratisierung des Instrumentenmarkts beigetragen. Der aktuelle Rechtsstreit spiegelt die wachsende Bedeutung von Designschutz und geistigem Eigentum im globalen Musikbusiness wider.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Fender Stratocaster und einer Harley Benton Gitarre?

Die Fender Stratocaster ist das Originalmodell mit ikonischem Design und langer Tradition, während Harley Benton eine preisgünstige Eigenmarke von Thomann ist, die sich optisch stark an der Stratocaster orientiert, aber andere Materialien und Fertigungsprozesse nutzt.

Warum verklagt Fender das Musikhaus Thomann?

Fender sieht sein Urheberrecht am Design der Stratocaster verletzt, da Thomann mit der Eigenmarke Harley Benton Gitarren verkauft, die der Form der Stratocaster stark ähneln. Der Streit dreht sich um Designschutz und geistiges Eigentum.

Ist das Design der Fender Stratocaster urheberrechtlich geschützt?

In Deutschland hat das Landgericht Düsseldorf entschieden, dass das Design der Fender Stratocaster als 'Werk der angewandten Kunst' geschützt ist. In den USA gilt das Design dagegen als Public Domain.

Was bedeutet das Urteil für andere Gitarrenhersteller?

Sollte Fender sich durchsetzen, könnten viele Hersteller, die ähnliche Gitarrenformen nutzen, abgemahnt oder verklagt werden. Das betrifft sowohl große Marken als auch kleine Independent-Bauer weltweit.

Wer ist das Musikhaus Thomann?

Thomann ist Europas größter Musikhändler und weltweit die Nummer zwei. Das Unternehmen verkauft Instrumente aller Art, darunter auch eigene Marken wie Harley Benton, und ist für viele Musiker eine zentrale Anlaufstelle.

Warum ist die Form der Stratocaster so beliebt?

Die Stratocaster-Form ist ergonomisch, vielseitig und bietet durch ihren Cutaway leichten Zugang zu hohen Bünden. Sie ist ein Standard in Rock und Pop und wurde von vielen Musikern adaptiert.

Gesprächs-Transkript

Frank0:13

Hallo liebe Musikfreunde, willkommen bei FRAX Music, eurem Kanal für Popmusik und Musikkultur. Aktuell im Sommer 2026 gibt es einen bedeutenden internationalen Rechtsstreit. Es geht um einen der wichtigsten Präzedenzfälle der Musikgeschichte und wir, Axel und ich, werden euch aufklären, um was es überhaupt geht bei dem Fall Fender versus Musikhaus Thomann. Hallo Axel.

Axel0:37

Hallo Frank. Ja, gut.

Frank0:39

Ja, wir haben es schon gehört. Es ist ein Riesenstreit zwischen Fender, dem legendären Gitarrenhersteller, Fender Stratocaster, die Strat, die seit Jahrzehnten so eine der bedeutendsten Gitarren ist in der Rockmusik, in der Popmusik. Da gibt es jetzt einen Streit, der vor Gericht ausgetragen wird mit Klagen und Gegenklagen zwischen dem Musikhaus Fender, dem Gitarrenhersteller Fender und dem Musikhaus Thomann, was ein deutsches Unternehmen ist. Und um was geht es da? Das ist, was wir heute besprechen wollen. Und ich habe natürlich mehrere Fragen an dich, Axel. Musikhaus Thomann, mit denen hast du ja zusammengearbeitet. Du wirst uns dann erklären können, auch was das überhaupt ist, weil es klingt so wie ein kleiner Instrumentenladen irgendwo in der Vorstadt. Nee, das ist ein großes Unternehmen. Und lass uns aber mal einsteigen mit der Frage: Was ist eigentlich eine Fender Stratocaster, diese E-Gitarre? Um was geht es dort überhaupt?

Axel1:38

Ja, da ist ein sehr ungewöhnlicher Prozess eigentlich im Grunde genommen, weil es geht um eine Standardgitarre, möchte ich fast sagen, nämlich die Fender Stratocaster. Ich habe mir dieses Modell— ich liebe nämlich die Fender Stratocaster. Ich bin ein— also die Gibson ist nie drangekommen. Ich zeig sie hier noch mal, das ist meine. Wenn Leute ein bisschen mehr Ahnung davon haben, dann kommt immer die Frage von: Wann ist die denn? Denn es macht einen großen Unterschied, wie alt die Gitarre ist. Das hat was auch mit der Reifung von Gitarren zu tun. Die wenigsten wissen das eigentlich, dass, sagen wir mal, wenn so Instrumente älter werden, dann werden sie besser. Das hat sicherlich damit zu tun, weil die Schwingungen, die die natürlich auf dem Instrument stattfinden, auch sozusagen sich im Holz widerspiegeln und sozusagen vielleicht sogar die Zellen, die da noch drin sind, sozusagen in Resonanz zu bringen. Also das macht ein Instrument besser. Man weiß es von der sogenannten Stradivari halt eben aus dem Geigenbereich auch. Und deshalb ist es, und da weiß man auch, der Fender hat schon in den 50er Jahren angefangen, Gitarren zu bauen. Also es ist wirklich ein ganz großer Hersteller, zusammen mit Gibson halt eben noch mal, um einen weiteren zu nennen. Aber letztendlich geht es jetzt in diesem Rechtsstreit um die Gitarre als solches. Die hat eine ganz bestimmte Form und diese Form ist mittlerweile ja auch, weil es eins der ersten Gitarren davon war, müssen wir überlegen, 70 Jahre alt oder so was in der Größenordnung. Jetzt fragt man sich natürlich auch, oder im Laufe der Zwischenzeit kam es natürlich dazu, dass andere sich die Form Form und gesagt, okay, wir bringen auch so eine raus, die die gleiche Form hat. So, das wurde, da wurde offensichtlich nie widersprochen. Also Fender hat das wohl stillschweigend akzeptiert. Jetzt nach, weiß ich nicht, 70 Jahren fällt denen ein, dass es aber gar nicht in Ordnung ist. Ja, und daher kommt auch, sagen wir mal, da kommen die Schwierigkeiten eigentlich her. Während USA sich dafür entschieden hat zu sagen, okay, Das ist Public Domain, also das heißt, es ist Allgemeingut. Ja, da kann man, die haben sich dafür entschieden, da kann man nicht klagen. Hat aber das deutsche Recht gesagt, offensichtlich, ja, dass es urheberrechtlich dann bei Fender liegt, die Form. Wie genau muss man jetzt auch hingucken? Das ist nicht ganz so einfach. Wir haben verschiedenste Teile. Also man nennt es ja die S-Style-Gitarre. Also das liegt an der gesamten Form, die wir hier haben. Da geht es um zum Beispiel die Aufhängung, die ist halt sehr typisch hier. Man kann das ganz gut sehen, ja, du hast hier die gerade durchgezogen. Normalerweise splitten die, da hast du hier 3 und da drüben 3 von den Wirbeln, mit denen du dann die Gitarrensaiten anziehen kannst, ja. Was noch sehr typisch ist, natürlich der Korpus. Ich mach das mal so. Der Korpus hier, es gibt hier 3 Tonabnehmer, auch das ist ein ganz klares Indiz darauf. Und es gibt dieses Tremolo, was hier sozusagen machen kann und das Ganze mit diesem Hebel sozusagen beeinflussen. Auch was mit dazugehört, hat mich etwas gewundert, aber das haben sie da auch gemacht. Hier sieht man den sogenannten Auslass hier vorne noch mal. Da kommt der Gitarrenstecker rein. Der ist auch ungewöhnlich, weil normalerweise wird der so draufgepfropft. Hier kommt der so schräg rein in die Gitarre.

Frank5:09

Also ich glaube, ich weiß, warum man das gemacht hat, weil Als diese Gitarre populär wurde, am Anfang war der Stecker noch anders, so wie du es beschreibst, aber damals hatten viele Musiker, die hatten noch nicht mal Gitarrenständer oder so was, und da sind die Gitarren halt öfter mal umgeknallt und dadurch die Hebelwirkung hat sie dann diese Buchse zerdroschen. Deswegen haben die dann, weil so viele kaputte Gitarren diesen Schaden hatten, haben sie dann diesen extra Kabeleingang designt, dass halt die Gitarre geschützt ist, wenn sie mal umkippt.

Axel5:38

Und da entwickelt sich natürlich der Streit auch daran, weil dann auf der einen Seite sagt dann Fender, ja, wir haben das erfunden, und die andere Seite sagt natürlich, Moment mal, das ist eine logische Weiterentwicklung von der Grundgitarre. Also das gilt halt eben für die eben benannten Teile, dass es dann eben nicht so ist, dass das jetzt sozusagen einen eigenen, dass das jetzt also eine schützenswerte Weiterentwicklung ist. So, das ist so dazwischen. Und das wird auch nicht ganz einfach, das sozusagen entsprechend sozusagen auseinanderzudröseln nachher vor Gericht. Da wird es aber drauf hinauslaufen.

Frank6:19

Und nur damit wir es noch mal richtig verstehen, hier geht es nicht um irgendein Patent, irgendeine technische Erfindung, dass die jetzt den Tonabnehmer erfunden haben. Okay, sie haben 3 Tonabnehmer, aber der Tonabnehmer ist hier nicht das Patent, sondern es geht tatsächlich um das Design von der Gitarre, sowohl die Form von dem Korpus, dann oben, wo man die Saiten andreht. Das hast du ja auch wunderbar beschrieben mit der S-Form, als auch dann so kleine Gimmicks wie eben der Kabelslot. Es geht um das Design, nicht so sehr um eine technische Frage. Und dementsprechend ist es kein Patentrecht, was hier kommt, sondern es geht um Urheberschutz. Und jetzt dieser aktuelle Konflikt, den hat Fender begonnen. Was halt schon fragwürdig ist nach so vielen Jahrzehnten. Und Fender hat im März diesen Jahres vor dem Landgericht Düsseldorf ein Versäumnisurteil erzielt. Das heißt, sie haben auch erst mal Recht bekommen, oder? Und da ging es darum, Zitat, dass es ein Werk der angewandten Kunst ist. Und das hattest du ja schon gesagt, sozusagen hat das Landesgericht Fender das zugestanden. Hey, ihr habt ja ein Urheberrecht. Und dann hat im Juni 2026, muss man dazu sagen, aufgrund von diesem Urteil hat dann Fender angefangen, halt ganz viele Hersteller abzumahnen und zu sagen, hier, guck mal, wir haben jetzt ein Urteil bekommen und das, was ihr macht, das ist direkt unser geistiges Eigentum und wir fordern von euch jetzt, dass ihr sofort den Verkauf einstellt und alle Lagerbestände vernichtet, ansonsten Millionenklage. Das ist natürlich erst mal ein Schock für jeden kleinen Musikhändler, aber auch eben für große Gitarrenhersteller. Bahnhersteller. Und tatsächlich, da hat dann das Musikhaus Thomann reagiert, weil die halt ein großer Player sind. Und Axel, vielleicht erzählst du uns mal, wer ist das Musikhaus Thomann und warum können die sich auch so einen Rechtsstreit leisten?

Axel8:15

Ja, also dazu muss vielleicht noch eins ergänzend sagen, dass das Versäumnisurteil ist gegen einen chinesischen Hersteller gelaufen. Also es ist nicht so, dass das jetzt das wie gesagt, auch das Landgericht Düsseldorf, das muss man jetzt wieder dazu sagen. Also der Streit gilt nicht weltweit, sondern hier für uns. Und deshalb ist auch Thomann überhaupt so angegriffen worden letztendlich. Weil es ist, man muss dazu sagen, Europas größter Musikhändler und auf der Welt die Nummer 2 nach einem amerikanischen. Also es ist ein wirklich, wo die jetzt, wie viel jetzt genau Umsatz ist, wüsste ich jetzt nicht mehr, weil es war mal so, ich schätze mal so um die halbe Milliarde. Also ist schon enorm. Die haben sich da wirklich sehr, sehr nach vorne getan. Und Thomann ist halt eben als und hat eine super Gitarrenabteilung eben und hat natürlich dann irgendwann mal gesagt, gut, warum sollen nicht wir auch eine Eigenmarke machen? Das heißt also, die könnten sie auch importieren von anderen Firmen. Muss ja nicht nur Fender, kann man da nach wie vor kaufen. Es ist deshalb auch ein bisschen verwunderlich, weil eigentlich, wenn jetzt sich Thomann auf die Hinterbeine stellt und sagt, pass mal auf, ihr könnt uns mal, wir nehmen die Fender aus unserem Sortiment raus. Das wäre auch nicht so besonders gut. Werden die schon nicht machen. Aber das kann natürlich auch noch Fender drohen. Also ich finde das ein bisschen gewagt, weil sie haben ja ihre Eigenmarke, die nennt sich Harley Benton. Und diese Harley Benton Stratocaster sieht auch so ähnlich natürlich aus, logischerweise. Und die Das ist ihre Eigenmarke. Ich kann dazu natürlich noch relativ viel sagen, weil ich habe mal zusammen mit meiner Firma für Thomann Videos hergestellt. Das heißt Produktvideos, unter anderem eben auch für diese Harley Benton, die ST-20SB, steht für Sunburst. Ist übrigens ganz lustig, viele wissen es schon, aber das steht dann dafür, dass dieser Sunburst ist diese farblich, diese schöne von, ja, mehr Orange rüber ins Dunkelbraun zu gehende Farbe zu haben. Es gibt die natürlich auch in Weiß und in jeder anderen erdenklichen Farbe und Art und Weise.

Frank10:39

Der Sunburst ist ja eigentlich so eine Gibson-Insignie und das ist daher so kein witziges, dass sie das dort machen, weil ursprünglich tatsächlich Fender wurde ja gegründet so als Konkurrent zu den Gibson Les Paul. Von Anfang an die Idee, wir wollen ein bisschen billiger sein, trotzdem super Qualität. Und wir wollen sie ein bisschen praktischer haben. Die Gibson ist schwieriger zu spielen, so vom Griffbrett. Ich habe jetzt selber keine Erfahrung mit E-Gitarren, aber viele Gitarristen sagen, die Fender ist halt wirklich super designt, kinderleicht, und man kommt schnell in Liebe mit dieser Gitarre. Aber der Sunburst-Style, das ist doch typisch Gibson, oder?

Axel11:16

Genau, und deshalb habe ich natürlich auch so eine. Was damit gemeint ist, das sieht man hier, und zwar das Griffbrett. Hier kann man es sehen, wir kommen relativ gut an die oberste Note dran, weil das hier so ein stark ausgeschnittener Cutaway heißt, das so schön auf Englisch, ja, so dass man hier wirklich sehr gut die oberen Noten spielen kann. Das ist damit gemeint. Und das ist auch natürlich, besteht auch Fender auch genau an dieser Stelle schon darauf, dass die da, dass der da ja ein, sagen wir mal, etwas ganz Besonderes geschaffen haben.

Frank11:47

Wie gesagt, aber könnte man da nicht dann sagen, Genau das, was dieser Cut hier, das ist doch dann direkt Form follows Function. Ja, das ist ja kein künstlerisches Design, sondern das Design ist dort, weil es einfach praktisch ist. Und dementsprechend ist es, also liegt es doch nahe, wenn du eine Gitarre machst, dass du es auch so machst. Ja, das ist ja genauso wie Wertesrechte an der Form von einem Geigenkorpus? Gibt es irgendjemanden, der das zu Stradivari-Zeiten erfunden hat? Ich meine, der Korpus, der folgte einer Funktion. Und das Beispiel, finde ich, zeigt eigentlich diese Argumente.

Axel12:32

Ich möchte auch noch hier drauf hinweisen, was ich das auch relativ gut finde. Hier haben wir als eine dieser wenigen Gitarren, haben wir hier jetzt, wenn man genau hinguckt, die werden gerade, die bleiben gerade. Das heißt also, hier wurde extra an— die Wirbel wurden extra angeschrägt angebracht, damit der Saitenzug gerade ist. Das führt dazu, dass du hier nicht hängen bleiben kannst. Das heißt, beim Stimmen wird es direkt in Tonhöhe umgesetzt. Manchmal so, also bei anderen Marken, wenn du so von unten und oben hast, da bleibt er ein bisschen hängen dann. Da musst du an der Gitarre, an einer Saite ziehen, damit du damit du denn diese Sache überwindest, die da, die kleine Ecke, die da ist. Also insofern, auch das würde ich jetzt dafür zählen, dass das halt eben zugunsten generell der Gitarre gilt.

Frank13:22

Und so ist es dann eben, wie du gesagt hast, das Musikhaus Thomann, wie übrigens Hunderte von Gitarrenherstellern weltweit, da gibt es große Player, wir reden echt international, in China, in Indien, da werden auch Gitarren hergestellt. Die nutzen natürlich dieses Design auch, genauso wie wirklich Hunderte von kleinen Gitarrenherstellern, Independent, zum Teil gibt es Individuen, die Gitarren machen. Und die sind jetzt alle potenziell davon bedroht, wenn jetzt hier ein Urteil pro Fender gefällt wird, weil dann würde man denen allen vorwerfen können, hey, ihr habt hier unser geistiges Eigentum geklaut. Und das ist, was auf dem Spiel steht. Und bei Thomann ist es die von dir erwähnte Harley Benton. Weltweit, weil Thomann ist ja auch im Internet richtig groß als Vertrieb, die verkaufen wahrscheinlich Hunderttausende Instrumente weltweit, diese von dieser Harley Benton, weil die natürlich wesentlich günstiger ist als Fender. Fender natürlich, digitalen kannst du auch kaufen, witzigerweise eben wie du gesagt hast, auch beim Musikhaus Thomann.

Axel14:21

Ja, also du hast völlig recht, dass es auch die Harley, diese Harley Benton ist tatsächlich mal so unter 100 Euro zuzuschießen, weil das ein ist schon, es ist schon eine Attacke, muss man wirklich sagen. Aber letztendlich, da muss ich aber auch Fender natürlich auch noch mal dazu bekennen, dass sie halt eben hochpreisig sind. Ja, und natürlich der Name bürgt ja auch dafür. Und diese Harley Benton sind, und da haben die schon ein bisschen Probleme, die sind schon relativ gut. Also natürlich ist eine Fender besser, die kostet mindestens das Fünffache. Also insofern muss man natürlich auch was mehr erwarten. Natürlich ist das Holz länger gelagert und ähnliche Sachen und die Stimmstabilität ist mit Sicherheit besser gewährleistet. Das sind alles so Sachen, die man sich dann auch, die natürlich Fender da bietet, logischerweise. Aber die Gitarre im Grundklang hier, die Harley Benton, ist wirklich gut.

Frank15:16

Also das ist wahrscheinlich, wo halt dann Fender eben auch den Druck spürt. Ich weiß es nicht genau, das ist jetzt wirklich eine Spekulation. Aber Fender, traditionelle Gitarrenmarke, die stehen bestimmt auch wirtschaftlich unter Druck. Vor ein paar Jahren ist es erst gewesen, dass der große traditionelle Konkurrent, die Gibson, dass die Firma Gibson pleite gegangen ist. Der Gitarrenhersteller hat Konkurs angemeldet. Die Marke gibt es natürlich weiterhin, aber es ist nicht mehr die, die sind pleite gegangen. Deswegen ist es wahrscheinlich schon plausibel zu vermuten, dass Fender vielleicht auch einen gewissen wirtschaftlichen Druck hat. Und da halt jetzt sieht, hey, wir haben hier vielleicht eine Möglichkeit, ein bisschen Geld zu machen. Und jetzt, und das hat schon ein bisschen Geschmack, oder nach vielen Jahrzehnten auf die Idee kommen, hey, es ist eigentlich unser Design. Und sie erhoffen sich wahrscheinlich, und das ist auch Spekulation natürlich, es läuft jetzt dieses Rechtsverfahren, aber sie erhoffen sich vielleicht, dass sie in irgendeiner Form eine Lizenzvergabe geben können an Thomann und an all diese anderen Gitarrenhersteller und die dementsprechend eine dann auszufahrende Lizenzgebühr für jede verkaufte Harley Benton eben auch in die Fender-Kasse geht, oder? Darum wird es wohl gehen.

Axel16:25

Ja, letzten Endes muss man dabei sagen, es geht ja nicht nur um die Stratocaster. Fender hat noch weitere Modelle, die auch relativ bekannt sind. Dazu gehört unter anderem eine Telecaster. Also sowohl Stratocaster, die Telecaster, der kleine Bruder ist das sozusagen, Und dann haben wir noch den Precision Bass, der ist ja auch noch da. Also auch diese 3 Formen, um die geht es, glaube ich, standardmäßig, die betrifft das ja auch noch. Die darf man nicht vergessen, Bassisten und diese typische Bassform, es gehört eben genauso mit dazu. Also das natürlich, jetzt gibt es natürlich noch die, jetzt gibt es 2 Lager letztendlich. Ist natürlich verständlich, wie du schon richtig sagst, dass da Fender natürlich drauf bestehen will, dass sie das halt dann doch noch mal, sagen wir mal, versilbern, dass sie das mal vor 70 Jahren geschaffen haben. Auf der anderen Seite sind natürlich die Gitarrenfreaks, die da draußen sind und sich in den Foren unterhalten, alles andere als amused darüber, dass dann noch halt eben Fender jetzt auch noch mal wieder das Ganze verkompliziert. Da wird ja auch eine gewisse Verkomplizierung da sein und wahrscheinlich auch dazu im Zweifelsfalle führen, wenn die wirklich langfristig Recht bekommen, dass sich dann die anderen wahrscheinlich eher, bevor sie dann eine Lizenz an Fender zahlen, werden sie bestimmte Dinge ändern. Was weiß ich, den Kabel, mit dem Kabel das anders machen oder das, was sie halt eben machen können, was sich wahrscheinlich vorher aber gerichtlich klären lassen wird. Es ist schon sehr aufwendig und ich glaube, da wird man einiges, da wird noch einiges passieren, bis hin zu möglichen Boykottaufrufen. Also wenn Fender keine Ruhe gibt, das gibt es auch schon mal, dass dann manche sagen, ja Moment, Leute, liebe Gitarrenfreunde, dagegen müssen wir uns aber wehren, dass wir jetzt hier nicht für kleines Geld diese Gitarrenform kriegen. Ich meine, das gibt es bei Gibson natürlich logischerweise genauso. Die haben auch ihr Originalmodell und Fender ist offensichtlich der erste, Rickenbacker, um auch mal ein paar andere Namen mal zu nennen. Wir haben noch weitere Hersteller, die genauso dann natürlich dann darauf pochen könnten und das könnte schon eine größere Welle hervorrufen.

Frank18:47

Genau das ist das Ding, Axel. Also ich habe da wirklich dann die Sorge, öffnet man, also sollte ein Urteil so kommen pro Fender, öffnet man da nicht eine Büchse der Pandora? Das kann ja dann auch möglicherweise andere Instrumentenhersteller auch geben, nicht nur Gitarren, sondern auch, auch andere Instrumente. Ich tue mich wirklich schwer damit, weil jetzt auch für die, für die meisten Laien ist es doch so, hey, was sehe ich denn da? Eine E-Gitarre halt, ja, so sieht halt eine E-Gitarre aus. Also da jetzt zu kommen nach Jahrzehnten, zu sagen, hey, wir haben das Patent darauf, finde ich hart, da muss ich wirklich sagen, ja. Vor allem Fender ist eine amerikanische Marke, Und in den USA ist das gar kein Thema. Da wird der rechtsstreitig ausgefochten. Sondern es geht tatsächlich, Landgericht Düsseldorf, es geht um Deutschland. Aber nee, es geht um mehr. Es geht um den europäischen Markt. Weil was in Deutschland dann ein Grundsatzurteil wäre, würde für alle EU-Länder auch gelten. Und das ist natürlich auch ein fetter Markt. Aber irgendwo, bei aller Liebe, die ich zu Fender habe. Also ich meine, Fender, das ist die Gitarre von Leuten wie Jimi Hendrix, David Gilmour, Pink Floyd. Floyd und so weiter, Eric Clapton. Es sind so viele, ja, die große Gitarristen, die auf diese Fender geschworen haben. Also da gab es ja die Gibson- und die Fender-Leute und so. Aber das ist eine so, ein so bedeutendes Instrument. Ich liebe diese Marke, aber es entsteht schon ein bisschen der Eindruck, hier kommt so eine amerikanische Firma und versucht halt da jetzt hier von in Europa, nicht in den USA, sondern Europa von der Konkurrenz halt da irgendwo Gebühren abzuzwacken. Der Eindruck entsteht halt. Und ich weiß nicht, ob man das— also ich als Laie würde jetzt sagen, so eine Gitarre sieht halt aus wie eine Gitarre und die Typen entwickeln die weiter. Zum Teil sind es die Musiker selber, die Weiterentwicklungen gemacht haben, die selber so Bastler sind und so.

Axel20:33

Ja, finde ich auch. Erst mal hat es ein bisschen— man hat schnell den Eindruck, dass es darum geht, jetzt sozusagen dann noch was rauszupressen. Ja, das ist so ein So, das klingt fast ein bisschen so, als ob das Unternehmen jetzt von irgendwo anderen großen, ja, noch nicht mal vielleicht sogar instrumentenfremden Unternehmen übernommen worden ist, um dann jetzt noch mal das Letzte rauszuholen aus dem, aus der ganzen Geschichte. Ja, also dass die halt eben, so wirkt es auf einen natürlich auch, dass da Umsatzrückgang wahrscheinlich auch hintersteht. Das muss man schon stark vermuten, aber das wird wahrscheinlich dann für alle anderen getan. Auch gelten. Also es würde mich jetzt wundern, wenn das jetzt nur für die Fender gilt und nicht für alle anderen großen Marken, die es ja auch noch gibt, dass die dann auch Umsatzeinbußen haben, weil man merkt schon, Geld wird halt geringer und deshalb guckt man dann sich doch um. Muss es denn jetzt unbedingt eine Fender sein? Kann es ja nicht ein Alternativprojekt sein?

Frank21:35

Um auch mal was pro Fender zu sagen, ich kann grundsätzlich natürlich schon so mit Gitarrenhersteller verstehen, weil die natürlich auch konfrontiert wurden, gerade weltweit, mit Plagiaten. Ja, no shit. Ich war mal eine Weile in Indien und dann nach ein paar Wochen in Indien habe ich gewusst, ich brauche eine Gitarre. Da habe ich mir in Indien in einem Instrumentengeschäft für ganz wenig Geld eine Gitarre gekauft, eine akustische Gitarre. Und die hieß Gibson. Nicht Gipsen, sondern Gibson. Das war meine erste Gitarre, eine Gibson in Indien gekauft. Und okay, Das ist wirklich Peanuts. Aber ganz grundsätzlich kann ich natürlich das schon verstehen, weil die halt ständig auch plagiiert werden, solche Instrumente. Aber ja, hier geht es ja wirklich dann letztens nur um den europäischen Markt oder vielleicht ein paar andere Länder auf der Welt. Aber in Indien die Plagiate, dann nennen wir sie nicht mehr Fender, sondern Finder. Und dann was nun? Und in China wirst du auch nicht da die Rechtslage durchsetzen können.

Axel22:33

Ja, stimmt schon. Aber gut, letztendlich, denen ist glaube ich erst mal klar, dass das Die fangen an irgendeinem bestimmten Markt an, ja, und dann sehen sie schon zu, wenn das da irgendwo ein Urteil gibt, dann auch außerhalb, vielleicht Südamerika und wer weiß, wo sie überall das dann versuchen werden und dann dort vielleicht auch noch mal sagen, hier guck mal, die Europäer haben aber, also da geht es schon um was, was natürlich, sagen wir mal so, wir wollen natürlich alle auch nicht, dass das Fender pleite geht, dass wir auch wirklich, wie du schon sagst, Das ist natürlich die andere Seite. Wir wissen natürlich auch nicht jetzt, welche anderen Möglichkeiten jetzt so eine Firma hat, um ihre Schräglage, die sie vermutlich ja vielleicht auch haben oder erahnen für die Zukunft, wieder geradezurücken. Das wissen wir natürlich auch nicht. Aber sagen wir mal so, jetzt nach all der Zeit, wo das eigentlich, sagen wir mal, das ist so ein bisschen wie so ein Weg, den du gehst. Und du bist immer den Weg lang gegangen und dann heißt dann, dann plötzlich sagt der Besitzer, also den Weg kannst du jetzt aber nicht mehr nutzen, geh gefälligst woanders lang. Und dann sagst du dann, und da kommt das Gewohnheitsrecht dann und sagt dann, nee, nee, nee, nee, also vor Gericht kriegst du das nicht durch nachher. Wenn du das jahrelang akzeptiert hast, dass man da über dein Grundstück geht, dann musst du das auch weiterhin tun. Du kannst jetzt nicht davon ausgehen, dass das anders geht.

Frank23:55

Sehr cool, deine juristische Expertise auch, Axel, du überraschst mich richtig hier mit wohl seid. Weil ja, genau, das hatte ich auch so im Kopf, habe ich jetzt sogar nicht ausdrücken können. Du kannst doch nicht jetzt nach Jahrzehnten da auf einmal sagen, nee, nee, nee, jetzt aber nicht mehr. Und da tatsächlich das Musikhaus Thoman, das argumentierte auch damit, dass die E-Gitarre, das ist ein Kulturgut geworden über die Jahrzehnte hinweg, was sich entfaltet, wo es ganz viele Erweiterungen gibt. Das jetzt aufzufrickeln, wer hat was wann gemacht und dann 30 Jahre später hat der das bei seiner Gitarre auch gehabt. Es gibt da ganz viele so Designs und Weiterentwicklungen. Es ist ein Kulturgut. Wie die amerikanischen Gerichte sagen, es ist halt Public Domain. Und so argumentiert eben das Musikhaus Thomann. Aber es ist wirklich jetzt ganz aktuell, vor ein paar Tagen eben erst hat Fender mit einer Millionenklage eine Klage eingereicht gegen Thomann. Das wird jetzt ausgefochten. Deine Prognose, was glaubst du, wird da am Ende für ein Urteil stehen? Ist natürlich schwierig, aber jetzt einfach nur deine Einschätzung nachher.

Axel25:02

Ist schwer zu sagen, weil man muss jetzt ja sehen, das ist ja schon beim Landgericht. Ich gehe davon aus, dass Thomann auch das Kapital hat, eben auch den nächsten Schritt zu gehen und zu sagen, Moment mal, wir werden da in die Berufung gehen und dass das dann nachher vom Bundesgericht landet. Und das könnte dann ein Prozess werden, der halt eben auch, na ja, üblicherweise zwischen 5 und 10 Jahren dauert. Das heißt also, ein endgültiges Urteil wird wohl verdammt spät kommen. Das muss man auf jeden Fall sagen.

Frank25:33

Aber ist nicht auch, oder? Also ich bin wirklich Laie so. Und ihr kennt ja den Spruch, vor Gerichten auf hoher See bist du in Gottes Hand. Sprich, da kann alles Mögliche kommen. Aber Ich würde mal sagen, vielleicht irgendein Vergleich könnte doch auch wahrscheinlich sein, oder dass sie sich dann doch auf irgendwas einigen. Wobei wahrscheinlich das Musikhaus Thomann auch keinen Bock hat, auch nur 1% Gebühren zu zahlen.

Axel25:55

Ja, was wir auch nicht wissen, ist ja eigentlich, wie hoch soll denn jetzt die Gebühr überhaupt sein? Also was fordern sie denn? Vielleicht ist das in einem auch sehr ungünstigen Verhältnis. Das ist vielleicht auch mal zu vermuten. Dass sie sagen, okay, pass mal auf. Ich meine, sagen wir mal so, wollte Fender seine Marke schützen, ja, dann können die nicht sagen, pass mal auf, gib mal 2 € her für eine produzierte Gitarre. Ja, das geht dann auch nicht, sondern dann wird alles, dann wird sich dann im Markt nichts passieren. Ja, aber die werden dann schon deutlich mehr nehmen. Und da hat natürlich Thomas dann recht. Und vor allen Dingen, es wird, da gibt es noch ein paar andere Sachen, wie du hattest vorhin einfach mal so rausgehauen. Ja, dass die ihre Lagerbestände vernichten können oder zumindest, sagen wir mal, in Länder wieder zurückbringen, wo sie dann halt eben auch verkauft werden können. Also auch das ist natürlich, das gehört ja auch in dieses Gesamtpaket mit rein. Inwieweit dürfen denn die die Lagerbestände überhaupt weiter verkaufen? Das kann natürlich auch noch sein.

Frank26:57

Das klingt als Musikfreund wirklich eine schreckliche Vorstellung. Ihr müsst die Lager vernichten. Jedes einzelne Instrument ist ja was Besonderes.

Axel27:04

Anderes.

Frank27:05

So, und ja, vielleicht mal der Aufruf so an unsere Zuschauer: Wie seht ihr das? Weil diese Geschichte, die wird wirklich weltweit gerade unter Musikfans diskutiert, und es gibt natürlich viele Fans von Fender, gerade auch in Amerika. Ist auch ein Konflikt, ein bisschen die Perspektive USA-Europa. Hochinteressantes Thema, schwierig auch für uns. Ich meine, wir lieben irgendwie beide, wir feiern halt solche Traditionsmarken, wie sie ja beide irgendwo sind. Aber wie seht ihr das? Seid ihr selber Gitarristen? Habt ihr selber Erfahrungen mit Fender? Wie ist eure Einschätzung in dieser Frage? Schreibt es gerne mal in die Kommentare rein, schreibt uns an auf den sozialen Kanälen, wo wir halt am Start sind, weil diese Debatte, die ist richtig spannend. Weltweit nimmt die Fahrt auf, es entwickelt sich auch. Jetzt Mitte Juli ist diese Geschichte noch nicht fertig erzählt, und da würde uns freuen, wenn wir auch von euch ein bisschen Resonanz bekommen. Wenn ihr schreibt, wie ihr das seht, oder auch einfach mal so eure Lieblings-Fender-Stories mal raushaut.

Axel28:04

Genau, das würde uns mit Sicherheit interessieren. Und natürlich, ja, wir drücken jetzt wem die Daumen?

Frank28:17

Am Ende, weißt du, geht es ja auch, lass die Musik frei und natürlich auch die Instrumente. Und je mehr da draufgelegt wird, desto teurer wird das Ganze auch. Und ja, ich sehe es auch so, die E-Gitarre ist ein Rock, es ist ein Kulturgut. Ich sag das öfter so, heute sprechen wir über Fender, aber ich habe schon öfter gesagt, ey, so ein Typ wie diese Gibson Les Paul, der hat die E-Gitarre auch nicht erfunden, ja, sondern die Gitarre hat sich auch entwickelt, aber der hat die entscheidenden Modifikationen gemacht und dieser Welt ein Instrument geschenkt, was wirklich auch die Welt verändert hat, weißt du. Ich glaube daran, Rock'n'Roll, das kann change the world und das hat es auch gemacht. Das ist so was Großartiges, so ein Kulturgut. Und es sollte auch eben frei sein, möglichst, und allen Menschen zugänglich sein. Je mehr dort wieder so Rechte und Patente draufkommen, desto teurer wird das Ganze auch. Das ist mein Wunsch. Aber ich möchte natürlich auch weiterhin Fender sehen, weil die Strat ist natürlich eine Kultmarke.

Axel29:15

Ja, also wie gesagt, ich bin auch der Meinung, wir haben schon, schon irgendwo wichtig für uns, dass wir da, sagen wir mal, diese Einstiegshürde, darum geht es ja letztendlich auch in die Musik, dass die halt eben nicht noch weiter verteuert wird. Das wäre schon wirklich schade, zulasten einfach nicht nur zum einen aus dem Modell, aber wenn das jetzt halt eben die Runde machen würde, das wäre dann also wirklich hart, weil dann jeder Name dann plötzlich auch noch mal wieder extra bezahlt werden muss. Das würde dazu führen, dass letzten Endes alle Gitarren im Prinzip schon deshalb teurer werden. Wir haben schon das Holzproblem, ja, wo wir ja schon gemerkt haben, weil da sind ja, also viele Gitarren haben ja verschiedene Holzsorten, die zusammenklingen müssen, und die müssen lang, lang noch auslagern. Und wenn nicht genug Bäume dafür da sind, gibt es auch wieder Probleme, ja. Also ich denke mir, wir haben es da sowieso schon schwer auf dem Sektor, gerade was die Instrumente betrifft. Und es wäre schon hart, wenn wir jetzt, wenn wir da die Einstiegshürde für Leute, die jetzt endlich wieder auch mal was mit der Hand machen und nicht nur auf dem Handy irgendwas. Wenn wir da, wenn wir da jetzt so einen Rückschritt machen müssen, das wäre schon schade.

Frank30:32

Genau das, um es mit den Worten von Bon Scott, Sänger von AC/DC, zu sagen: There were 50 million fingers learning how to play. Also das ist das Ding. Und hey, vielleicht kommt jetzt eine neue Generation, die nach dem ganzen Elektrokram vielleicht wieder Bock hat so auf Gitarrensound. Und ja, die Leute sollten die Möglichkeit haben, eben auch für kleinen Taler saisonale Bänden zu holen. Long live Rock'n'Roll! Ja, ich glaube, damit haben wir eigentlich alles abgedeckt zu dieser Frage. Wie gesagt, diese Geschichte ist noch nicht auserzählt. Wir bleiben natürlich dran, wenn es dann irgendwann zu einem Vergleich oder zu einem abschließenden Urteil kommt, werden wir euch davon berichten. Wobei, Axel, wenn es so ist, wie du gesagt hast, kann auch 10 Jahre dauern. Okay, so weiter will ich da gar nicht in die Zukunft schauen als Prognose. Aber ich denke, es ist alles gesagt und danke euch soweit fürs Einschalten. Wir sind gespannt auf eure Kommentare und ansonsten gilt wie immer auch, unterstützt bitte unseren Kanal, teilt dieses Thema, steigt ein in diese Debatte und liken, hypen, abonnieren hilft uns. Und vielen Dank fürs Einschalten.