MUSIK PODCAST · DE
FRAX MUSIC#2013. August 2026

Carlos Santana, Mariah Carey & Steven Tyler: Verrückte Rockstar-Storys

Carlos SantanaWoodstockSupernatural AlbumSri ChinmoyErzengel Metatronspirituelle MusikerGitarrenlegendenMusikgeschichte
star-allüren-2

Verfügbar auf

Zusammenfassung

In der 20. Folge von FRAX Music tauchen Axel Breitung und Frank Engelmayer tief in die faszinierende Welt der Star-Allüren ein – diesmal mit besonderem Fokus auf Carlos Santana. Die Episode beginnt mit einem Rückblick auf Santanas legendären Auftritt beim Woodstock-Festival 1969, der ihn schlagartig zum internationalen Star machte. Santana, bekannt für seine Virtuosität und seinen unverwechselbaren Gitarrensound, steht im Zentrum einer spannenden Erzählung über Musik, Spiritualität und die Suche nach dem Sinn hinter dem Ruhm.

Frank und Axel beleuchten nicht nur Santanas musikalische Erfolge, sondern auch seine spirituelle Reise. In den frühen 1970er Jahren schloss sich Santana dem indischen Guru Sri Chinmoy an, reiste nach Indien und ließ sich von dessen Lehren prägen. Diese Phase beeinflusste nicht nur sein Privatleben, sondern auch seine Musik – etwa in der Zusammenarbeit mit John McLaughlin auf dem Album 'Love, Devotion and Surrender'. Die beiden Hosts erklären, wie Santana und andere Musiker jener Zeit in weißen Gewändern im Ashram lebten und sich von Drogen abwandten, um einen spirituellen Weg zu beschreiten.

Doch die spirituelle Suche Santanas endete nicht bei Sri Chinmoy. In den 1980er und 1990er Jahren wandte er sich neuen esoterischen Strömungen zu und berichtete, dass er Kontakt zu Erzengel Metatron hatte. Diese mystische Erfahrung inspirierte ihn, das Album 'Supernatural' zu erschaffen – ein Werk, das ihn erneut an die Spitze der Charts katapultierte. Frank und Axel erzählen, wie Metatron Santana angeblich dazu aufforderte, mit Musikern verschiedener Generationen zusammenzuarbeiten, um eine neue spirituelle Energie in die Welt zu tragen.

Die Hosts diskutieren mit einem Augenzwinkern, wie viel Wahrheit und wie viel Show in diesen Geschichten steckt. Sie würdigen Santanas Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden und trotz aller Extravaganzen musikalisch relevant zu bleiben. Auch die technische Seite kommt nicht zu kurz: Axel beschreibt, wie man Santanas charakteristischen Gitarrensound nachahmen kann und warum sein Stil so einzigartig ist.

Abgerundet wird die Folge mit einem Blick auf Santanas bleibenden Einfluss im Musikbusiness. Dank 'Supernatural' wurde er zu einem gefragten Gastmusiker und prägte zahlreiche Kollaborationen in den 2000er Jahren. Die Episode bietet eine gelungene Mischung aus Anekdoten, musikalischer Analyse und kulturellem Kontext – ein Muss für alle, die sich für Musikgeschichte und die besonderen Persönlichkeiten dahinter interessieren.

Hintergrund & Kontext

Carlos Santana ist nicht nur ein Ausnahmemusiker, sondern auch ein Symbol für die Verbindung von Musik und Spiritualität in der Popkultur. In den späten 1960er Jahren war die Musikszene stark von der Hippie-Bewegung geprägt, die nach neuen Wegen der Selbsterfahrung und Sinnsuche strebte. Woodstock 1969 war dabei ein Meilenstein: Das Festival vereinte Musik, Freiheitsdrang und spirituelle Experimente – und Santana wurde durch seinen Auftritt zur Ikone dieser Ära.

Die 1970er Jahre sahen viele westliche Künstler, die sich von östlichen Philosophien und Gurus inspirieren ließen. Sri Chinmoy, der auch Sportler wie Carl Lewis beeinflusste, war Teil dieser Welle. Für Musiker wie Santana bedeutete Spiritualität nicht nur persönliche Entwicklung, sondern auch eine neue künstlerische Ausdrucksform. Die Verbindung von Jazz, Rock und spirituellen Themen spiegelte sich in Alben wie 'Love, Devotion and Surrender' wider.

In den 1990ern griffen New-Age-Strömungen und Esoterik um sich, was sich auch in Santanas Hinwendung zu Metatron zeigt. Das Album 'Supernatural' steht exemplarisch für die Fähigkeit, verschiedene musikalische Generationen und spirituelle Ideen zu vereinen. Santanas Geschichte ist damit auch ein Spiegelbild der kulturellen Entwicklungen von den 1960ern bis ins neue Jahrtausend – von der Hippie-Revolte bis zur globalen Popkultur.

Häufige Fragen

Was hat Carlos Santana mit Woodstock zu tun?

Carlos Santana feierte seinen internationalen Durchbruch beim legendären Woodstock-Festival 1969. Sein Auftritt dort machte ihn über Nacht zum Superstar und prägte seinen Ruf als einer der besten Gitarristen der Welt.

Wer ist Sri Chinmoy und wie beeinflusste er Carlos Santana?

Sri Chinmoy war ein indischer Guru, dessen Lehren in den 1970er Jahren viele westliche Künstler anzogen. Carlos Santana wurde sein Schüler, reiste nach Indien und ließ sich spirituell und musikalisch von ihm inspirieren, was sich auch in Santanas Musik widerspiegelt.

Was steckt hinter Carlos Santanas Verbindung zum Erzengel Metatron?

Santana berichtete, dass er in den 1990er Jahren Kontakt zum Erzengel Metatron hatte, der ihn angeblich zu neuen musikalischen Projekten inspirierte. Diese spirituelle Erfahrung führte zur Entstehung seines Erfolgsalbums 'Supernatural'.

Warum gilt das Album 'Supernatural' als Wendepunkt in Santanas Karriere?

'Supernatural' brachte Santana 1999 ein fulminantes Comeback. Das Album vereinte verschiedene Generationen von Musikern und wurde zu seinem meistverkauften Werk, maßgeblich beeinflusst von seiner spirituellen Suche und Kollaborationen mit anderen Stars.

Wie erkennt man den Gitarrenstil von Carlos Santana?

Santanas Gitarrenspiel ist unverkennbar: Sein warmer, singender Ton, die gefühlvollen Soli und sein einzigartiger Sound machen ihn sofort erkennbar. Viele Gitarristen versuchen, seinen Stil zu imitieren, doch sein Ausdruck bleibt unerreicht.

Gesprächs-Transkript

Frank0:00

Hey, hier ist wieder FRAX Music und heute erzählen wir euch wieder ein paar crazy Stories aus der bunten Welt des Showbusiness. Unter anderem die verrückte Geschichte von Carlos Santana und seiner spirituellen Suche und von der Diva Mariah Carey. Und am Ende geht's noch um einen absoluten Rock-Prototypen: Steven Tyler von Aerosmith.

Axel0:24

Jetzt hier dranbleiben!

Frank0:41

Hallo liebe Musikfreunde, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei FRAX Music. Heute wieder mit einer Sendung, wo wir so ein bisschen die verrückten, die extravaganten Geschichten anschauen aus dieser verrückten Welt des Showbusiness. Und unter anderem haben wir heute mal einen etwas größeren Block über den Musiker Carlos Santana.

Axel1:03

Ja, und hier sieht man ihn auch schon. Da sieht man auch sein erfolgreichstes Album. Und ja, man sieht seine Liebe zur Musik schon förmlich im Gesicht an. Finde ich immer ganz hervorragend, wie er sich so in seine Soli rein vertieft. Ja, das sind dann im Allgemeinen wirklich die Solopassagen, wo er denn so so tief reingeht. Das ist sein Markenzeichen.

Frank1:24

Er ist einer der besten Gitarristen der Welt und auch darüber werden wir in Zukunft mal sprechen. Weißt du, so Virtuose an ihren Instrumenten und ich glaube, in jedem Ranking muss man Santana auch mit zu den Spitzen-Gitarristen nehmen. Sein großer Durchbruch war damals in Woodstock. Woodstock Festival 1969. Das hat ihn auf diese große Bühne gebracht. Da ist er quasi über Nacht zu einem Superstar geworden und ist es seitdem geblieben. Das ist sozusagen, wo der kulturell herkommt, aus diesem San-Francisco-Hippie-Milieu. Und dementsprechend, wir sprechen heute über Extravaganzen, hat es da schon angefangen. Natürlich, wie ganz viele in dieser Zeit, war auch er ein großer Freund von psychoaktiven Substanzen, von LSD, und war da schon mit viel crazy Stuff am Start, wie es wahrscheinlich in diesen 60er-Hippie-Jahren ganz wild war. Aber interessant wird's, wir werden so ein bisschen über diese über die spirituelle Dimension sprechen. Ja, wir haben ja schon mal gesagt, das ist ein besonderer Lifestyle, den diese Musiker haben, und manche kompensieren das mit irgendwelchen Spleens, aber für andere ist auch die Kunst auch Mittel einer spirituellen Suche, einer Suche nach Wahrheit, nach religiösen Fragen auch. Und das hat Santana Zeit seines Lebens beschäftigt. Und er war eben in dieser Hippiezeit gestartet, aber er hat sich dann Anfang der 70er Jahre hat er einen indischen Guru angenommen. Und das ist eigentlich, da gibt es auch einige, die das gemacht haben, nämlich Sri Chinmoy. Sri Chinmoy, über den könnte man auch viel erzählen. Indischer Guru. Damals hatte er noch seinen Ashram, so nennt man ein Kloster von so einem, könnte man sagen, von so einem Guru. Das hatte er noch in Indien. Und damals ist Santana, und da gab es viele westliche Leute, die diesen Sri Chinmoy als Guru angenommen haben. Damals ist Santana dann immer wieder auch nach Indien gereist und hat dann dort Musik gemacht. Unter anderem zum Beispiel diese Platte. Da sehen wir sogar Carlos Santana und dann einen weiteren großen Gitarristen. Das ist John McLaughlin.

Axel3:19

Genau.

Frank3:19

Von Mahavishnu Orchestra unter anderem. Jazz Fusion. Der gilt auch als einer der Mega-Gitarristen. Ist vielleicht nicht so ein Rockstar wie Santana. Es ist halt mehr so Jazz Fusion.

Axel3:29

Was haben die für weiße Klamotten an? Hat das eine bestimmte Bedeutung?

Frank3:33

Ja, das ist eben schon— die waren beide eben Schüler von diesem Sri Chinmoy. Und das Album heißt schon Love, Devotion and Surrender. Und das ist so ein typischer indischer Guru-Spruch. Liebe, Hingabe, Surrender, gib auf, weißt du, wehr dich nicht gegen den Guru. Das ist so in Indien, wenn du lange warst, das ist so typische indische Guru-Speak. Love, Devotion and Surrender. Und tatsächlich glaube ich, ist dieses Bild sogar aufgenommen. Ich bin mir nicht ganz sicher, es sind jetzt nicht so die typisch indischen Klamotten, aber in dem Ashram, da durftest du als Schüler nur Weiß tragen. Und ich glaube, aus der Zeit ist das. Aber das ist ja faszinierend, weißt du, dass dann diese wilden Hippie-Typen, die am Woodstock waren und alle möglichen Grenzen da durchbrochen haben, aber dass sie dann in Indien in einem Ashram waren, hey, da waren es mal wieder ganz brave Bübchen so. Brave Jungs auf einmal und machen genau das, was der Guru sagt. Und der Guru hat dem Hund dann auch gesagt: Jungs, lasst mal die Finger von den Drogen. Diese ganzen Geschichten, das machen wir nicht. Wir gehen jetzt einen echten Weg, spirituellen Weg zur Wahrheit. Ich möchte mich da gar nicht so drüber lustig machen. Man könnte über Sri Chinmoy brutal viel erzählen. Der Mann ist dann später nach Amerika gegangen. Der war später dann in den 80er Jahren, hatte der seinen eigenen Tempel in dem Gebäude von den Vereinten Nationen. Das war der Guru der United Nations. Da waren sogar Politiker aus aller Welt, haben mit dem irgendwie Kontakt gehabt. Extrem ambitioniert, weißt du, so Weltherrschaft. Ich werde der Guru. Aber jedenfalls waren die da eben ein paar Jahre drin. Und Santana hat dann den Guru letztens verlassen, auch schon in den 70ern. Weil irgendwann hat sich der Guru mal über Homosexuelle geäußert. Und was soll man sagen, das ist halt ein Inder. Der kommt aus einer extrem konservativen Welt und der hat da kein so positives Bild von Homosexualität. Mit diesen westlichen liberalen Gedanken, da kann so ein konservativer Inder gar nichts anfangen. Das hat dann den Santana dann doch ein wenig verschreckt, weil der ist im Showbusiness und da gibt es wahrscheinlich eine ganze Reihe Leute, die jetzt nicht an diese Tabus da gebunden sind, oder?

Axel5:20

Ja, kann man davon ausgehen.

Frank5:22

Ja, na ja, aber wie gesagt, Sri Chinmoy könnt ihr echt mal googeln. In den 80ern, der hatte so viele bedeutende Jünger, die dem angehangen sind, unter anderem auch so Elite-Sportler. Der größte Name ist Carl Lewis. Jo, Läufer. Läufer, Olympionike, 100 Meter, 200 Meter, einer der Besten aller Zeiten. Olympia Seoul, glaube ich, 1988.

Axel5:42

Absoluter Superstar und so.

Frank5:43

Carl Lewis, ja, 84 Jahre in Atlanta, glaube ich, 3 Gold geholt. Egal, das ist ein Riesenname, Sri Chinmoy. Könnt ihr mal recherchieren, das ist eine verrückte Geschichte. Aber damit, wenn ihr jetzt glaubt, das war schon verrückt, es wird ja noch viel verrückter bei Santana. Er hat sich also von Sri Chinmoy gelöst und er hat dann später in seinem Leben, das war dann schon in den 80ern oder 90ern auch schon, da hatte er dann gesagt, das hat er selber erzählt, dass er in Kontakt steht mit einem Erzengel, mit dem Erzengel Metatron. Holy shit, jetzt wird es wirklich schwierig. Hey, ich kenne mich da nicht so aus mit Erzengeln und so. Ich weiß nicht genau, was das ist. Ist irgendein Wesen aus der Bibel? Ich glaube nicht. Es geht da eher bei so einem, bei Metatron gab es so um New Age. Dieser Metatron, der hat halt so, der wurde im New-Age-Lager, wurde der gehuldigt. Da ging es so darum, dass man von Metatron Messages channelt, die halt sagen, die Menschheit wird bald aufsteigen in die oder was die 5. Dimension, so ein neues Zeitalter wird beginnen. All diese ganzen New-Age-Themen, die auch schon tatsächlich in den 60ern in dieser Hippie-Szene durchaus populär waren. Wir alle kennen Aquarius, dieses Musical und so weiter. Das geht auch alles in die Richtung. Das Zeitalter des Aquarius, des Wassermanns. Naja, aber dieser Erzengel Metatron, Santana hat das wirklich ernst genommen. Und Santana hat selber gesagt, das lief dann, dass er Metatron gechannelt hat. Das geht bis hin so, dass Metatron seine Hand gesteuert hat. Und dann Songs komponiert hat und Texte geschrieben hat. Santana hat die aufgeschrieben, aber er sagt selber, er hat das nicht gemacht, sondern Metatron hat sich seiner bemächtigt und dann diese Sachen gemacht. Weird stuff. Also dieses Channeln. Und das ging aber dann noch weiter. Metatron hat dann zu Santana gesagt, das wissen wir alles von ihm selber, wir legen ihm da nichts in den Mund, das hat er selber auch alles erzählt. Metatron hat zu ihm gesagt, Carlos, Das war zu einer Zeit, wo Santana auch nicht mehr en vogue war. Weißt du, 90er, 80er, da war der schon nicht mehr so in der ersten Reihe gestanden. Und Metatron hat zu ihm gesagt: Carlos, du sollst wieder Musik machen. Ich brauche dich, ich brauche deine Energie. Und er hat zu Santana gesagt: Wir müssen eine Platte machen, in der wir dann diese Schwingung, diese New-Age-Schwingung, die Metatron-Schwingung über die Radiowellen, dort über Radiowellen aufladen und das dann in die Herzen der Kinder und Jugend schicken. Damit die sozusagen bereit sind, diesen Schritt zu machen in die nächste Dimension. Ich hoffe, ich habe das einigermaßen erklärt. Das ist nicht unser Glauben, das ist halt, was der Metatron erzählt hat. Und dafür braucht er Santana und dieses kreative Talent von ihm, um dort eben so eine Platte zu machen. Und er hat dann zu Santana gesagt: Connecte dich wieder mit anderen Größen des Music Business, verbinde dich mit anderen Musikern, auch aus deiner, also auch aus der jetzigen Zeit, die in den 90ern groß waren, verschiedenen Generationen. Bring die alle zusammen. Ich, Metatron, ich steuere das im Hintergrund, dass die auch alle suchen. Sagen und dann macht eine Platte und mit der Platte paff wird dann geht dann ein neues Zeitalter an oder es ist dann die die Dämmerung weil dann so viel Energie ist da ist die über die Musik übertragen wird und tja was könnte das für eine Platte gewesen sein die sie da aufgenommen haben diese hier Supernatural und das ist halt krass du hast es ja schon gesagt das ist seine sein erfolgreichstes Album aber das ist von 1999 Santanas große Zeit als Musiker, das war 60er, Woodstock 1969 und dann die ganzen 70er durch. Zu dem Zeitpunkt war er jetzt nicht mehr so relevant. Aber dann, dank Metatrons Hilfe, ist dann dieses Album rausgekommen. Absoluter Erfolg. Es ist das meistverkaufte von ihm. Da ist dann auch dieses berühmte Stück, was er zusammen mit Eric Clapton eingespielt hat. Da sind eben ganz viele andere Musiker, die da mitwirken bei dem Album. Sänger, Musiker. Er hat also genau das gemacht, was ihm Metatron aufgegeben hat.

Axel9:35

Und wo Metatron ihn ja offensichtlich auch unterstützt hat. Also das ist ja das, was man immer wieder hört, dass solche Figuren dann durchaus Menschen zusammenbringen und dabei helfen. Also insofern sehe ich da schon den Zusammenhang.

Frank9:49

Es ist interessant. Ich erzähle diese ganze Story mit so einem leicht spöttelnden Ton, der euch bestimmt schon aufgefallen ist. Und ich finde es auch eigentlich relativ lustig. Und naja, war diese Sache dann erfolgreich? Jetzt ist es ja auch schon wieder ein paar Jahre her. 1999 ist das rausgekommen. In der 5. Dimension sind wir offensichtlich noch nicht angekommen. Auch Santana ist immer noch hier bei uns auf dieser Erde. Aber es war ein verdammt erfolgreiches Album. Es hat einen Haufen Geld gebracht. Und so gesehen denke ich dann auch, vielleicht sollte man auch mal so eine Zusammenarbeit mit Erzengel Metatron in Erwägung ziehen. Ich meine, wenn der FRAX Music groß wird.

Axel10:22

Ganz genau.

Frank10:23

Richtig. Metatron, FRAX doch mal an bei uns. Oder ist es jetzt schon zu hart, zu ketzerisch, wenn ich so was formuliere? Aber ich meine, finanziell war es eine super erfolgreiche Zusammenarbeit.

Axel10:33

Also wir dürfen nicht eins vergessen: Er hat ja dann noch für viele Größen auch in den 2000er Jahren gespielt. Also er war immer wieder eingeladen worden von Größen, die seine Gitarren, also Gitarrensolo von ihm gerne dabei hatten. Und er war immer wieder auch in den Videos zu sehen. Featuring Carlos Santana. Also das war schon auch ein Prädikat, was dann immer wieder auftauchte. Also es ist nicht nur so einseitig, wie es vielleicht jetzt klingt. Er hat also diese Kontakte mit anderen weiterhin offensichtlich gepflegt, weil er war immer wieder dabei. Also mir fallen die einzelnen Namen jetzt nicht ein, aber ich weiß, dass er immer wieder in den Charts war, featuring Carlos Santana. Und wenn man ihn extra benennt und nicht nur seine Leistung, dann hat er auch dann noch einen Stellenwert gehabt. Und jetzt dank diesem Album, ich glaube, dem verdankt er das auch, dass er da eigentlich diesen Peak gekriegt hat. Und dann wurde er offensichtlich ja häufig eingeladen und hat dann halt eben, wie man das auch hier sieht, also Der hat sich überhaupt nicht geändert. Also solche Sachen wie das, ist ein bisschen breiter gegangen, mehr, aber er hat das immer noch so. Auch dieses mit den hochgezogenen Schultern. Man merkt, dass er jeden Ton fühlt. Und das muss ich also als Gitarrist, der ich ja lange auf der Bühne gestanden habe, kann auch nur sagen, dass das wirklich diese gesungenen Töne wirklich auch fühlt. Also wenn man seinen Sound auch nachahmen will, jetzt vom Sound her, das sind ja meistens 2 oder 3 Pickups. Du nimmst den dann, der möglichst weit weg vom Steg ist. Dann kriegst du diesen Sound am ehesten hin und brauchst einen schönen langen Verstärker, der schön überdreht ist. Und dann singt diese Gitarre so. Würde man gerne genauso machen wie er, aber er hat halt diesen speziellen Stil und den macht er wirklich sehr, sehr gut. Ich traue mir auch zu, auf Aufnahmen, die ich nicht kenne, ihn rauszuhören.

Frank12:13

Ja, auf jeden Fall. Deswegen ist er einer der Größten, weil diese ganz großen Gitarristen, die haben eben einen unverkennbaren Sound und du hörst ein paar Takte und du weißt, das ist der. Das ist ja Angus Young, das ist Santana. Die haben wirklich einen eigenen Sound kreiert. Das ist so die Magie, die in den Fingerkuppen da passiert, wenn die an die Stahlseiten anschwingen und so weiter. Ich meine, das ist wirklich, das ist Magic. Und bei den ganz Großen hörst du es einfach. Egal, das ist gar nicht nur eine Frage der Virtuosität. Okay, der kann besser spielen als andere. Manchmal ist es einfach der pure Sound, wie zum Beispiel bei einem Neil Young oder so was. Du hörst sofort, das ist der, obwohl das, was er gerade spielt, man sich denkt, das kann ich als Laie auch, das sind nur 3 Akkorde, da kann ich ein bisschen mitspielen. Aber die Virtuosität ist einzigartig in diesem Sound, den er kriegt.

Axel12:56

Also wenn du an Solo denkst oder Slow Hand beispielsweise, der nun auch immer wieder mal Eric Clapton. Eric Clapton, ja genau. Und wir haben dann noch Pink Floyd, auch der ist nicht der Schnellste, der setzt auf den Ton und wie er den so rauslockt, alle Achtung, wirklich.

Frank13:11

Mia Santana. Die Frage ist halt wirklich, hätte so ein Album nicht auch ohne den ganzen Metatron-Kram stattfinden können? Ich denke schon, weil mir würden auch andere gute Alben einfallen, wo auch eben ältere Stars noch mal so eine Retro-Sache haben, gerade in den 90ern. Ein Eric Clapton, der ja auch mitgespielt hat. Ich glaube nicht, dass Eric Clapton sagt, wow, es war Metatron, der seine Gitarrensolo gespielt hat. Eric Clapton hat in den 90ern auch so große Comeback gehabt. Es war ja auch die Zeit daneben, wo MTV so stark war, und da sind ganz viele von diesen alten Stars, auch noch aus dieser Woodstock-Zeit, haben dann echt so ein Comeback gehabt in den 90ern. Die konnte man wieder featuren, auch in den Akustik-Sessions von MTV Unplugged. Wenn du dich erinnerst, war ein Riesenformat.

Axel13:49

Ja, ja, klar.

Frank13:50

Und ich glaube, er hätte es auch ohne Metatron geschafft.

Axel13:53

Genau. Gut, also es wird mal Zeit, dass wir jetzt mal eine Frau nach vorne lassen, nämlich Mariah Carey.

Frank13:59

Bring some beauty in our show. Bisschen Schönheit mal reinbringen.

Axel14:05

Ja, ein bisschen Schönheit kann nicht schaden hier an der Stelle. Ja, aber diese Schönheit hat auch einen hohen Preis, muss man dazu sagen. Sie ist sehr, sehr eitel. Also sie ist sogar so eitel, dass sie halt eben entsprechende Crew um sich rum hat, Sicherheitsleute, die eigentlich immer wieder sie davor bewahren, dass Menschen, die sozusagen hinter ihr gehen, das versucht sie zu vermeiden. Also die achtet drauf, dass hinter ihr keiner geht. Muss man sich mal reintun, weil jemand könnte dann ja sagen, oh, die hätte mal fetten Hintern oder sonst irgendwas. Also das geht sehr, sehr weit. Also ich erinnere mich, in der Musikbranche wussten sie zu erzählen, dass sie, wenn sie irgendwo ist, also egal wo, vielleicht auf irgendeiner Aftershow-Party oder sonst irgendwas, dass dann die Security vorgeht, dann sozusagen, sie ist noch gar nicht im Bild sozusagen, ist noch nirgends drin in dem Raum, und dann sagt, please clean the area, the princess is coming. Oh, denkt man, ja, also das ist so ein Standardspruch, den wir also immer sagen müssen, damit wenn sie kommt, da wirklich auch keiner ist, ja, musst du mal reinziehen, die lassen sich ja ganze Bereiche sperren sozusagen, wenn sie irgendwo da lang geht. Also ist schon sehr eigenfindig.

Frank15:11

Das klingt echt wie irgendwie so aus dem Märchen, so Prinzessin auf der Erbse, so, Vorsicht, die Prinzessin kommt, da darf aber jetzt kein anderer mehr hinter ihr gehen oder mindestens 20 Meter Abstand. Na ja, wie ist es denn dann auf der Bühne? Ist sie dann auch so, sie ist immer die Letzte, die von der Bühne geht bei so einem Konzert? Eigentlich als Superstar gehst du doch als Erstes, Frontman und so.

Axel15:27

Ich denke mal, sie wird da auch natürlich von der Kleidung und sonst irgendwas schon nachgeholfen haben, sodass das alles dann perfekt ist sozusagen. Und die wird sich da 2 Stunden wahrscheinlich quälen lassen von irgendwelchen Leuten, die sie dann einpacken vielleicht auch. So schätze ich das eher. Nein, aber man muss ihr aber auch eins lassen, also sie ist als Sängerin wirklich hervorragend. Das muss man ihr wirklich lassen. Sie hat's drauf. Das muss man ihr wirklich bescheinigen und deshalb haben wir uns dran gewöhnt, dass sie so— sie ist halt ein Diva. Ja, man kann so sagen, dieses Divenhafte ist halt eben immer wieder mal da und das hat sie uns dann sozusagen auch vermittelt, dass sie dann auch diesen Anspruch an sich hat und vor allen Dingen an die anderen, dass sie das akzeptieren.

Frank16:05

Und ich sag dir ganz ehrlich, ich meine, im Showbusiness, wir haben ja unfassbar viele Stories am Start, und wenn man so eine Skala oder so eine Tabelle der Merkwürdigkeiten, der Skurrilitäten, ich möchte schon fast sagen psychischen Auffälligkeiten sehen würde, dann ist ja das noch relativ im normalen Bereich. Hey, dass so ein Rock-Superstar, insbesondere vielleicht ein weiblicher, ein gewisses Maß an Eitelkeit mitbringt, ist eigentlich nicht Nichts Schlimmes. Es ist wahrscheinlich Teil von dem Job. Ich meine, natürlich musst du, wenn du, wenn du Mariah Carey bist, musst du vielleicht ein bisschen mehr auch auf dein Äußeres achten, wie wenn ich das zum Beispiel mache. Das ist doch völlig klar. Ich meine, das kann man ihr wahrscheinlich nicht übel nehmen. Das gehört dazu. Ist ja fast schon, wobei es gibt unterschiedliche Leute. Wir haben auch schon mal über Patti Smith gesprochen, die eben genau damit bricht und sagt, hey, ich mache das nicht mehr, ist egal. Aber es gehört auch, glaube ich, zu ihrer Professionalität, zu ihrem Beruf, dass sie halt das auch ist. Sie ist eine Diva und das, was die Leute auch wollen. Sie ist eine Rocks— nein, ein Pop-Superstar. Und die kann das so sein. Da gibt es bestimmt ganz viele, oder?

Axel17:04

Ja, wir müssen da ein bisschen differenzieren zwischen dem US-Publikum und dem Publikum, was wir hier in Deutschland haben. Also dieses Dievenhafte ist hier nicht so angesagt. Ich könnte da als sehr gutes Beispiel ein Damen-Trio erwähnen, die Destiny's Child. Das sind ja gleich 3 Dieben auf einem Haufen.

Frank17:21

Oh, da wird's schwierig. Die willst du nicht als Produzent haben, oder? Da musst du dann wirklich Crew-Management machen, die alle zusammenzubringen, dass sie alle zufrieden sind.

Axel17:29

Aber das Problem ist so ein bisschen, die haben dann hier bei uns Probleme, haben sie versucht, mit sehr, sehr viel Geld, das weiß ich von der Warner, die versucht hat, das weltweit unterzubringen. Klar, in Amerika waren die ganz dick, ja, aber jetzt sie hier zu platzieren, die haben wirklich ganz große Shows spielen dürfen hier, also Shows spielen im Fernsehen, ja, waren sehr oft eingeladen. Ich habe das mal intensiv beobachtet und da wurde mir auch doch klar, dass die keine Chance gegen so was wie Nena hat. So ein Trio von Diven, die haben keine Chance gegen diese Natürlichkeit von Nena hier bei uns, ja. Das ist so, da müssen wir ganz genau differenzieren. Das ist in den USA anders, da gilt dieses Äußerliche und das ganze Getue, ist dann die Distanz zum Publikum, die da geschätzt wird, was wir hier nicht so mögen. Und deshalb war immer, das hat deutlich gezeigt, dass sie Schwierigkeiten haben, hier solche Acts wirklich zu platzieren. Ich weiß aus guter Quelle, dass sie dafür viel Geld ausgegeben haben für die Promotion, also auch halt eben bei den Sendern und so weiter, die da unterzubringen und wo das nicht geklappt hat. Sie hat natürlich eine Größenordnung, die über Destiny's Child liegt, ist ganz klar. Und deshalb war sie dann hier schon deutlich größer einzuschätzen als das Diven-Trio, möchte ich mal sagen.

Frank18:41

Ja, sehr spannendes Thema, hast du aufgemacht. Gibt es da Unterschiede in den verschiedenen popkulturell relevanten Märkten, wie man mit so Diven oder überhaupt mit diesen ganzen Extravaganzen umgeht? Und ja, ich glaube, ich bin bei dir. Wahrscheinlich ist es in Deutschland, sind wir da viel strenger. Hab dich nicht so, weißt du, so. Und auch diese Extravaganzen lässt man vielleicht hier nicht hier man so leicht durchgehen wie in Amerika, die tatsächlich so ein anderes Verhältnis haben zu ihren Stars. Auch wie in Hollywood, bei den Schauspielern ist ja auch so, es ist halt dieses Hollywood, und Hollywood ist auch eng gebunden ans Music Business und so. Die können wahrscheinlich besser damit umgehen. Was ich mich dann frage, ist, weil du gemeint hast Europa, wie ist es denn in UK, in England, die auch so unglaublich viele Stars haben? Ist es dort auch schwierig für die Stars? Also werden die dort auch eher kritisch auf die Finger schauen? Wahrscheinlich schon, ne?

Axel19:27

Dieses Runterschauen auf das Publikum und sie auch einfach nicht so, das kommt auch nicht gut an. Ich merke, guck mal, da gibt's ja gute Beispiele von randalierenden Musikern, also die auch in bitterem Rahmen immer wieder mal waren, die halt aber diese Natürlichkeit haben, ja, also Punk und so weiter, das gehört ja auch mit alles mit rein, die sind viel eher angesagt. Der Britpop beispielsweise ist ja auch ein bisschen dirty, der ist nicht ganz so glatt, ja, also zumindest sind die Leute nahbar. Das Wort Nahbarkeit trifft es am ehesten. Diese Nahbarkeit, die hat sie auch nicht, finde ich, also das, und diese, die brauchst du hier schon.

Frank20:00

Ich muss da, und ich weiß nicht, ob das ein valider Vergleich ist, aber ich muss eben zum Beispiel an die Beatles auch denken, gerade John Lennon und Yoko Ono und so. Wenn du dich erinnerst, nicht, ich meine, da war ich immer noch nicht mal geboren damals, also überhaupt in diesen Zeiten, aber da war es doch auch so, dass die britische Yellow Press, die kann so nasty sein, so wirklich gemein, wie die da John Lennon und Yoko Ono halt ständig irgendwie durch den Kakao gezogen haben. Und da war auch so eine Neiddebatte, da ging es auch um Steuern letztendlich, die so brutal hoch waren in UK, sodass ja da Leute wie John Lennon, die Beatles, aber nicht nur die, ich meine die Stones, all diese großen Stars, die hat UK förmlich aus dem Land gejagt. Und die meisten von denen sind dann halt raus aus UK und eben dann in die USA, wo du dann vielleicht eben auch mit dem Reichtum viel leichter leben kannst, ohne dich ständig rechtfertigen zu müssen, wie das hier in Europa ist. Es ist tatsächlich wahrscheinlich in USA da eine Kultur, die solchen Superstars mehr entgegenkommt.

Axel20:56

Ja, das denke ich schon. Also auch da, du hast vollkommen recht, dass wir müssen da natürlich gucken, auch was haben wir hier für gesellschaftliche Regeln, wie sind die in Amerika und da haben wir dann tatsächlich Unterschiede. Die andere gibt es auch, die andere Kultur, Limp Bizkit und was, wie sie nicht alle heißen, die haben wir ja auch noch da drüben. Also die halt dann entsprechend auch mal mit Dirty so sind und bodenständig, die gibt es auch da. Aber das ist halt nun mal diesen Popcharakter, der wird auch immer, also was meinst du, was da retuschiert worden ist? Da kannst du aber sicher sein. Und wenn die irgendeinen irgendwas gesehen hat, was nicht war, dann hatten die die sofort wieder zurückgeschickt. Du solltest das bitte nachbearbeiten, sonst geht's sofort. Da macht man sich ja keine Gedanken. Aber, und jetzt kommen wir genau, das ist eben das Schöne, der super gute Übergang, jetzt das Gegenteil davon zu sehen, nämlich durch Steven Tyler.

Frank21:45

Steven Tyler, amerikanischer Musiker, Sänger, Frontmann von der Band Aerosmith. Super interessante Band, interessante Bandgeschichte auch. Die gibt es auch schon seit Anfang der 70er. Das ist eine amerikanische Rockband der 70er. Die hatten schon früh in den 70ern einen ihrer unsterblichen Hits, Walk This Way. Das sind Nummern, die dann später mit Run-DMC noch mal zusammen gemacht hat.

Axel22:10

Genau.

Frank22:10

Was die dann eben interessanterweise in den 90ern wieder voll in die allerhöchste Riege gebracht hat. Und viele von diesen 70er-Starbands haben in den 90ern vielleicht eine Art Comeback gehabt. Aber die wenigsten waren dann wirklich so, dass sie jetzt wieder Platten verkaufen wie blöd, neue Sachen. Okay, wir Supernatural von Santana, was auch schon eine Ausnahme ist. Aber ich sag euch, Aerosmith, in den 90ern sind die erst richtig abgehoben. Da haben die Plattenverkäufe, die sind Wahnsinn, die sind riesig. Sie hatten auch so Powerballaden wie Dream On und so, das ist so mega groß geworden, ne. Und ihr Frontmann und Sänger ist halt Steven Tyler, und der Typ ist auch einfach so der Prototyp des Rockstars. Dekadent, großspurig leben, weißt du, die Kohle raushauen. Und er hat selber vor ein paar Jahren, der ist ja mittlerweile auch schon ein hohes Alter, und vor ein paar Jahren hat er ein Interview gegeben in einer großen amerikanischen Zeitung. Also es ist auch eine valide Quelle, was ich jetzt hier sage. Wir erfinden diese Dinge nicht, obwohl es natürlich immer viele Gerüchte gibt und so weiter. Aber das hat er selber gesagt. Vor ein paar Jahren hat er gesagt, er hat in seinem Leben allein für Kokain 6 Millionen Dollar ausgegeben. Das muss man sich mal vorstellen. Er hat 6 Millionen Dollar nur für Kokain ausgegeben. Da gab es offensichtlich auch noch andere Drogen, edelste Spirituosen und so weiter, Leben in Champagner. Aber nur für Kokain 6 Millionen Dollar? Ich meine, ich kenne mich da null aus, sage ich dir ganz ehrlich. Ich habe keine Ahnung, was das so für Preise sind. Und es geht auch über Jahrzehnte so. Aber das muss eine unfassbar große Menge sein. Und er hat dann auch erzählt, die haben in ihren wilden Zeiten Aerosmith, wenn die ein Konzert gegeben haben, da hat er auf der Bühne so seine Kokaindepots. Weißt du, das ist dann wie so ein Zuckerdöschen, so viel ist da drin. Und wenn dann während der Show, wenn dann hier ein Gitarrensolo ist, dann ist er mal dezent aus dem Rampenlicht raus, geht mal ein paar Schritte nach hinten, so zum Schlagzeuger, und unten, naja, bei der Bassdrum, da ist dann sein Zuckerdöschen voll. Dann zieht er sich erstmal 2, 3 Nasen rein, so im groben Stil, und dann wieder, okay, die Takte sind rum, Solo vorbei, ich bin wieder vorne, Frontman. Und das zieht der Typ über Jahre durch, hat natürlich auch er hat auch einen Preis dafür gezahlt. Gesundheitlich fitter macht dich das nicht über die Jahre, für 6 Millionen Kokain sich reinzuziehen. Das ist ein hoher Preis und der hat dann auch viele Entzüge hinter sich. Aber er ist immer noch am Leben und er erzählt halt und er ist halt, das ist dieses Rockding. Ich hau alles raus, alle Grenzen werden eingerissen, selbst wenn der Preis hohen holt.

Axel24:37

Wobei, wir müssen jetzt ein bisschen differenzieren. Die 6 Millionen mag er gerne ausgegeben haben. Ich glaube, er hat viele Leute eingeladen.

Frank24:42

Das kommt natürlich dazu. Da war wahrscheinlich, da gibt es Stories, weißt du, diese auch Backstage. Da lag das Kokain wirklich in so Schüsseln rum, wie woanders halt ein paar Erdnüsse sind oder so was. Und wenn das Konzert vorbei war, Backstage, alle haben da gefeiert und das geht halt dann über Jahre. Ja, es wird dann schon ordentlich ins Geld gehen. Er hat dann immer auch Party gehabt und seine Leute eingeladen.

Axel25:02

Aber ein Punkt, den du jetzt genannt hast mit Run-DMC, das ist auch ein, wenn wir schon mal über Unterschiede sprechen zwischen hier, zwischen den Deutschen und zwischen den USA, ist die Sache, dass die bereit sind, mit anderen Kollegen auf die Bühne zu gehen. Man kennt das ja, wir haben ja sowas auch gehabt, Band Aid, solche Benefizgeschichten haben wir in Deutschland ja auch gehabt.

Frank25:22

Nackt im Wind.

Axel25:23

Nackt im Wind. Was war das für ein— du kannst es dir ja nicht vorstellen. Udo Lindenberg sagt, wenn die und die da ist, gehe ich nicht auf die Bühne. Und so geht das die ganze Zeit. Also diese Bereitschaft, sich mit den Kollegen als gleichberechtigt, wenn sie denn erfolgreich sind, zu akzeptieren, ist hier äußerst gering. Also ich weiß das sehr gut, weil ich natürlich die ganze Karriere von DJ Bobo mitgekriegt habe, der immer wieder versucht hat, bedeutet halt eben auch als Duettpartner zu kriegen, weil es gab immer einen Refrain zu singen und für ihn war ganz klar, den kann auch jemand singen, der einen Namen hat. Das ist ihm sehr recht sogar. Also aus diesem Blickwinkel heraus war es für ihn halt eben wichtig, dass er da dann auch landen konnte, was schwierig war, was wirklich schwierig war. Also er hatte darauf geachtet, dass das nicht zu großer Unterschied ist. Das war wichtig für ihn, ob alles andere, wo aus welcher Musikrichtung das Ganze kam, war egal. Also da haben wir einen großen Unterschied. Solche Leute wie er, die haben überhaupt gar kein Problem. Run-DMC, geile Truppe. Ich glaube, der hat doch wirklich gesagt, geile Truppe, finde ich gut, mache ich einfach gern.

Frank26:24

Ich glaube, in vielem sind auch generell die Amerikaner einfach pragmatischer. So, hey, wir sind Profis, das ist unser Job, wir sind im Showbusiness, wir sind Entertainer, lass uns was zusammen machen und wir machen Erfolg und machen einen guten Dollar, dann passt es doch schon. Während bei uns vielleicht dann viel mehr, was mit dem, meine Kunstwelt, mit dem harmoniere ich gar nicht. Da sind die vielleicht einfach professioneller auch.

Axel26:43

Und wir können sagen, wir haben einen roten Faden jetzt durch diese 30 Minuten gemacht, weil wir nämlich festgestellt haben, dass da diese Kooperationsbereitschaft— Santana hatten wir, ja, wir haben das Gegenteil gesehen, und jetzt haben wir jetzt Steven Tyler, jemand, der natürlich auch noch mal das so dann nach vorne gebracht hat, dass man das halt mit der Kooperation gut lösen kann.

Frank27:03

Ja, und damit sind wir schon wieder am Ende von dieser Ausgabe. Wir haben wieder euch ein paar extravagante, crazy Stories erzählt und Und wirklich, das Music-Business im Besonderen ist voll davon. Und wir haben da noch einige auf Lager über die Jahrzehnte hindurch. Es gibt lustige Geschichten, es gibt tragische Geschichten, es gibt welche, die auch vielleicht ein warnendes Beispiel sind. Ich meine, 6 Millionen Dollar mit Kokain durchzuzocken ist jetzt nicht unbedingt ein Vorbild. Aber hey, es ist halt Rock'n'Roll und so sind diese Leute halt einfach drauf gewesen. Und wir beurteilen das nicht, weil das ist ein besonderer Lifestyle, den die führen. Wir erzählen halt die Geschichten einfach nur. Das, was wir machen bei FRAX Music.