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FRAX MUSIC#0412. Mai 2026

Musik-Legenden gestorben 2025 Teil 2 – Connie Francis, Frank Laufenberg, Jimmy Cliff | FRAX Music #4

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Zusammenfassung

In der vierten Folge von FRAX Music setzen Axel Breitung und Frank Engelmayer ihren musikalischen Nachruf auf die im Jahr 2025 verstorbenen Musiklegenden fort. Nach dem ersten Teil, in dem bereits Größen wie Ozzy Osbourne und Klaus Doldinger gewürdigt wurden, widmen sich die beiden diesmal einer beeindruckenden Bandbreite an Künstlern aus verschiedenen Genres und Epochen.

Den Auftakt macht Connie Francis, eine der erfolgreichsten Sängerinnen der späten 50er und frühen 60er Jahre. Mit über 100 Millionen verkauften Alben und Songs in elf Sprachen, darunter Deutsch, prägte sie die internationale Poplandschaft maßgeblich. Ihre Hits wie „Schöner fremder Mann“ und „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ sind bis heute unvergessen. Besonders bemerkenswert: Francis trat als eine der ersten westlichen Künstlerinnen auch im Ostblock auf und wurde zur musikalischen Botschafterin zwischen den Kulturen. Ihr Einfluss reicht weit über den amerikanischen Musikmarkt hinaus und macht sie zu einer Ikone der Popgeschichte.

Ein spannender Exkurs folgt mit Terry Reid, dem britischen Sänger mit der legendären Stimme. Reid ist einer der großen „Was wäre wenn?“-Fälle der Rockgeschichte: Er lehnte sowohl das Angebot ab, Leadsänger von Led Zeppelin zu werden, als auch später das Angebot von Deep Purple. Stattdessen setzte er auf seine Solokarriere und prägte mit seinem Westcoast-Sound und Songs wie „Super Lungs, My Super Girl“ und „Seed of Memory“ eine eigene Nische. Sein Spitzname „Super Lungs“ spricht für seine außergewöhnlichen gesanglichen Fähigkeiten.

Mit Andreas Martin rückt Axel einen deutschen Schlagerstar ins Rampenlicht, der nicht nur mit Hits wie „Amore Mio“ und „Ich fang dir den Mond“ die ZDF-Hitparade prägte, sondern auch als Songwriter und Förderer anderer Künstler wie Wolfgang Petry und Juliane Werding wirkte. Martins bewegtes Leben, seine familiären Schicksalsschläge und sein Einfluss auf die deutsche Schlagerszene werden einfühlsam beleuchtet.

Frank bringt mit Viv Prince einen echten Wilden der frühen Beat-Ära ins Spiel. Als Schlagzeuger der Pretty Things war Prince für seinen exzessiven Lebensstil und seine Bühneneskapaden berüchtigt – so sehr, dass er sogar von den Hells Angels ausgeschlossen wurde. Sein Einfluss auf spätere Drummer wie Keith Moon von The Who ist unbestritten und zeigt, wie sehr auch Außenseiter die Rockgeschichte prägen können.

Mit Sonny Curtis wird ein weiterer unterschätzter Held gewürdigt: Als Gitarrist der Crickets, der Band von Buddy Holly, und Komponist des Klassikers „I Fought the Law“ schrieb Curtis Musikgeschichte. Der Song wurde von zahlreichen Bands – von den Bobby Fuller Four bis The Clash – gecovert und gilt als Proto-Punk-Hymne.

Abgerundet wird die Folge durch einen Nachruf auf Frank Laufenberg, den legendären Musikjournalisten und Moderator. Laufenbergs Popshow und sein Rock- und Poplexikon sind bis heute Referenzwerke für Musikliebhaber und haben Generationen von Hörern geprägt. Seine Rolle als Förderer unbekannter Bands und als Chronist der Popkultur macht ihn zu einer Schlüsselfigur der deutschen Musiklandschaft.

Diese Folge von FRAX Music ist eine emotionale, kenntnisreiche und unterhaltsame Reise durch die Musikgeschichte – mit vielen Anekdoten, überraschenden Fakten und der spürbaren Leidenschaft zweier echter Musikkenner.

Playlist zur Folge

Hintergrund & Kontext

Die musikalische Nachrufkultur hat in den letzten Jahrzehnten eine neue Bedeutung gewonnen. Während früher vor allem große Zeitungen und Fachmagazine Nachrufe auf verstorbene Künstler veröffentlichten, sind es heute Podcasts und digitale Formate, die das musikalische Erbe bewahren und neu interpretieren. Gerade im deutschsprachigen Raum gibt es eine lange Tradition, Musiklegenden nicht nur als Stars, sondern als kulturelle Brückenbauer zu würdigen – etwa wie Connie Francis, die mit ihren Auftritten im Ostblock und Songs in vielen Sprachen zur Völkerverständigung beitrug.

Die 50er und 60er Jahre waren eine Zeit des Umbruchs: Rock’n’Roll, Beatmusik und Schlager entwickelten sich parallel und beeinflussten sich gegenseitig. Künstler wie Viv Prince oder Sonny Curtis stehen exemplarisch für die rebellische Energie und Innovationskraft dieser Ära. Ihr Einfluss reicht bis in die Punk- und Rockbewegungen der 70er und 80er Jahre. Auch die Rolle von Musikjournalisten wie Frank Laufenberg ist nicht zu unterschätzen: Sie sorgten dafür, dass neue Musikstile und internationale Trends einem breiten Publikum zugänglich wurden und halfen, die Popkultur in Deutschland zu etablieren.

Die Geschichten von Terry Reid und Andreas Martin zeigen, wie eng Erfolg, persönliche Entscheidungen und Schicksalsschläge im Musikbusiness miteinander verwoben sind. Viele Karrieren verlaufen abseits des Rampenlichts, und oft sind es die leisen, aber nachhaltigen Beiträge – als Songwriter, Förderer oder Innovatoren –, die das musikalische Erbe prägen. Die Folge macht deutlich, wie wichtig es ist, auch die weniger bekannten Namen und ihre Geschichten zu erzählen, um das Gesamtbild der Musikgeschichte zu verstehen.

Häufige Fragen

Welche berühmten Musiker sind 2025 gestorben?

Im Jahr 2025 sind unter anderem Roberta Flack, Sly Stone, Marianne Faithfull, Bobby Whitlock, Dave Ball und Rick Derringer verstorben. Diese Künstler prägten verschiedene Musikrichtungen wie Soul, Funk, Rock und Pop nachhaltig.

Was ist das bekannteste Lied von Roberta Flack?

Roberta Flacks bekanntestes Lied ist 'Killing Me Softly with His Song', das 1973 ein Welthit wurde. Später wurde der Song auch durch die Fugees in den 1990ern neu interpretiert und erneut ein internationaler Erfolg.

Welche Bedeutung hatte Sly Stone für die Musikgeschichte?

Sly Stone, Gründer von Sly and the Family Stone, war ein Pionier des Funk und brachte schwarze Soulmusik mit der Hippie-Kultur zusammen. Seine Band spielte unter anderem beim legendären Woodstock-Festival und beeinflusste Generationen von Musikern.

Wer war Bobby Whitlock und warum ist er wichtig?

Bobby Whitlock war ein US-amerikanischer Musiker, der als Keyboarder und Sänger bei Derek and the Dominos mitwirkte. Er war eng mit Eric Clapton verbunden und spielte eine zentrale Rolle bei den legendären 'Layla'-Sessions.

Welche Rolle spielte Manfred Schütz in der deutschen Musikszene?

Manfred Schütz gründete das Label SPV und war maßgeblich am Vertrieb von Rock- und Metal-Musik in Deutschland beteiligt. Er unterstützte zahlreiche Künstler und Labels wie Roadrunner und Nuclear Blast und prägte die deutsche Rocklandschaft nachhaltig.

Was ist das Original von 'Tainted Love'?

'Tainted Love' wurde ursprünglich 1964 von Gloria Jones aufgenommen. Der Song wurde 1981 durch die britische Band Soft Cell als Synthpop-Version weltberühmt und ist ein Klassiker der 80er Jahre.

Gesprächs-Transkript

Frank0:15

Ich bin Frank.

Axel0:16

Ich bin Axel.

Frank0:17

Und wir sind FRAX Music.

Axel0:21

So, ja, und hier sind wir auch schon beim zweiten Teil vom Necrolog. Auch 2025 sind wieder einige Musiker gestorben und denen erweisen wir heute noch mal unsere Ehre. Im letzten hatten wir schon, waren wir schon sehr aktiv und haben Ozzy Osbourne besprochen und Klaus Doldinger, der Mann hinter der Tatort-Titelmelodie. Und heute haben wir noch einige Namen auf dem Plan, unter anderem Connie Francis. Also das ist eine Amerikanerin, die Ende der 50er, Anfang der 60er sehr erfolgreich war. Wie erfolgreich die wirklich war, kann man kaum glauben. Die hat über 100 Millionen Alben verkauft. Das ist für die damalige Zeit extrem viel. Also das war nicht irgendwo— deshalb muss man sie einfach jetzt auch hier massiv erwähnen. Sie hat nicht nur in Deutsch gesungen, sie hat in 11 verschiedenen Sprachen gesungen. 11 verschiedene Sprachen, unter anderem natürlich auch Deutsch. Und daher kennt man sie eigentlich auch hier bei uns. Fremder schöner Mann war ja ihre erste Single.

Frank1:22

Schöner fremder Mann.

Axel1:23

Genau. Die erst richtig gut abging. Und das zweite war „Die Liebe ist ein seltsames Spiel". Die beiden Titel haben viele noch im Ohr, aber ihre Karriere war in erster Linie ja auch im amerikanischen Bereich. Da war sie sehr erfolgreich. Wie gesagt, eine der Top-Interpreten in dieser Zeit.

Frank1:42

Ja, Connie Francis. Ich bin jetzt nicht Riesenfan, weil die Musik war damals noch nicht so wild. Aber Connie Francis, die ist wirklich wieder eine Botschafterin eigentlich von amerikanischer Musik. Du hast schon gesagt, die hat in 11 Sprachen gesungen. Das musst du dir mal vorstellen. Die konnte dann die Sprachen gar nicht, musste sie einfach nur rein phonetisch einspielen. Die hat rumänische Aufnahmen gemacht. Auch das, das war eine der ersten westlichen Musiker, die auch im Ostblock aufgetreten sind. Die hat in so Ländern wie Rumänien eben gespielt und dann die Songs in der Landessprache versucht zu bringen. Und so war sie wirklich so eine Botschafterin eigentlich für diese amerikanische Kultur. Die größten Erfolge Anfang 60er. Ja, man kann die auch bei so einer Rock 'n' Roll Party, kann man durchaus auch was von Connie Francis spielen. Stupid Cupid war doch auch noch ein Riesenhit von ihr.

Axel2:26

Ja, genau, richtig. Da gab es noch einen Film, in dem sie auch die Hauptmusik gemacht hatte. Where the Boys Are hieß das. Also das war offensichtlich auch ein relativ bekannter Film, also Kinofilm. Und da war sie dann in der Hauptrolle, nicht in der Hauptrolle, sondern hat sie den Haupttrack geliefert. Das war ihr Job, den sie gemacht hat.

Frank2:44

Connie Francis hat auch ein hohes Alter erreicht, offensichtlich, wenn die in den Anfang der 60er schon ihre Prime hatte. Ja, 87 Jahre ist sie geworden. Ich werfe mal einen Namen in die Runde, den kennt vielleicht nicht jeder. Das ist so ein Musiker aus der Kategorie What if? Was wäre wenn? Und ich möchte euch hier Terry Reid vorstellen. Terry Reid, englischer Sänger. Und ich sage euch, Leute, wenn ihr den mal singen hört, das ist eine der großartigsten Stimmen, die es in diesem ganzen Rock'n'Roll-Zirkus überhaupt gibt. Jimmy Page, damals noch bei den Yardbirds, hatte schon das Projekt für eine neue Band. Und die neue Band sollte Led Zeppelin werden. Und der hatte eine klare Vorstellung, Jimmy Page, wie dieser Sound sein sollte. Und der Sänger, den er gerne haben wollte, das war Terry Reid. Aber Terry Reid hat abgesagt. Hat gesagt: Nö, glaube ich nicht wirklich dran. Ich habe vielleicht was Besseres zu tun. Ich setze auf meine Solokarriere. Ob die Story dann gut ausgegangen ist, ich weiß nicht, weil Led Zeppelin wurde eine der größten Bands überhaupt mit unfassbarem Erfolg. Aber ich glaube, es ist auch Terry Reids Charakter, denn später in seiner Karriere, irgendwann in den 70ern, hat er auch noch mal das Angebot abgelehnt, von Ritchie Blackmore Sänger von Deep Purple zu werden. Eine weitere Mega-Band. Da denkst du dir: Was kann das für ein Typ sein? Der sich das leistet, zwei solche Angebote auszuschlagen. Und ja, wenn ihr ihn hört, dann versteht ihr, wo das Selbstvertrauen herkommt. Der hat halt dann solo seine Sachen gemacht, ist in die USA gegangen, hat dann so West-Coast-Musik in den 70ern gemacht, also vom Sound her, und hat einfach eine Wahnsinnsstimme. Mann, sein Spitzname war Super Lungs, die Superlunge, so hat man ihn genannt. Das hat wahrscheinlich zu tun, weil einer seiner größten Hits war Super Lungs, my super girl. Das könnte man schon mal vielleicht im Radio auch gehört haben. Und ja, halt einfach, weil der so ein Gesang ist, Volumen hat. Der ist die Super-Lunge. Und noch einen Anspieltipp würde ich euch geben von Terry Reid: Seed of Memory, einer meiner absoluten Lieblingssongs. Der hat wirklich diesen West-Coast-Sound verinnerlicht und eine unfassbare Stimme. Terry Reid ist am 4.8. gestorben und wurde 75 Jahre alt.

Axel4:52

Ja, und ich muss leider dieses Jahr einen für mich wesentlichen Namen nennen: Andreas Martin. Der hat uns leider schon sehr früh verlassen. Der ist jetzt 72 geworden. Das ist ja eigentlich gerade für Musikschaffende nicht unbedingt ein großes Alter. Aber es liegt vielleicht doch daran, dass er gerade in den letzten Jahren wirklich sehr viel Pech hatte. Seine Frau hatte sich ja selber umgebracht und er ist dann auch psychisch labil geworden, ist in psychischer Behandlung gewesen. Gut, wer ihn nicht kennt: '82 hatte er seinen ersten großen Hit. Das war Amore Mio. War auch ewig und 3 Tage noch in der ZDF-Hitparade.

Frank5:28

Das kenne ich noch, ja.

Axel5:30

In der ZDF-Hitparade war der auch ständig zu sehen. Dann hat er noch den Grand Prix Eurovision, dass er da beim Vorentscheiden auch immer wieder mit dabei war. Also der war schon richtig gut dabei. Du bist alles Maria, Maria gehörte auch zu einem seiner Erfolge. Und dann hat er, das ist was Besonderes wirklich, er hat nach all den Jahren, wo man eben auch nicht mehr so viel von ihm gehört hatte, hat er noch mal richtig einen abgeschossen. Und das war Ich fang dir den Mond. Das war 2007 und das war sein letzter größerer Hit. Er hat aber sehr viel auch geschrieben für andere. Also ohne ihn würden wir wahrscheinlich auch Wolfgang Petry nicht kennen. Also weil er hat damals dafür gesorgt, dass er zu einer Plattenfirma kam. Also es war wirklich was Außergewöhnliches an der Stelle, weil normalerweise macht man das unter den Musikern nicht unbedingt so, dass man jemanden weiterempfiehlt. Aber er hat wohl das Gefühl gehabt, der hat das Zeug zu wirklich mehr. Ja, er hat noch geschrieben für Juliane Werding, das soll man auch nicht ganz vergessen, und Nino D'Angelo. Also er ist wirklich gut im Schlagergeschäft gewesen. Dann hat sein Sohn vor 5 Jahren angefangen, auch in seine Fußstapfen zu treten. Stimmlich auch sehr ähnlich. Das konnte man daran feststellen, es gab nämlich ein Duett und da komme ich jetzt sozusagen als Autor mit ins Spiel. Denn ich habe für dieses Duett „Wir fangen von vorne an", habe ich den Titel zusammen mit dem Produzenten geschrieben und ja, das lief auch wirklich sehr gut noch. Daran merkte man auch, seinen Namen kennt man wohl doch noch. Also nach all den Jahren, wenn man überlegt, sein erster Hit '82, da waren wir dann doch über 40 Jahre noch dahinter. Also schon was Besonderes, seine Karriere. Ja, und dieser Titel Wir fangen von vorne an hat ganz gut reingehauen, war schön in den Rundfunkcharts. Also kann mich nicht beschweren. Prima Sache. Ja, und leider hat es ihn dieses Jahr erwischt.

Frank7:17

Krass, den Namen hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Aber jetzt, wo du es erzählst, zieh dich nicht aus, amore mio. Da kann ich mich erinnern. Als Kind hat mich das schon so geruckt, so Fantasy. Ja, heftig. So, ich habe noch einige Namen hier auf meiner Liste stehen. Es gibt wirklich noch ein paar Superstars, die wir noch gar nicht erwähnt haben, und es gibt auch noch ein paar, die nicht ganz so im Vordergrund stehen. Ich kicke jetzt mal den Ball wieder weit zurück in die 60er Jahre und schmeiß mal hier rein: Viv Prince. Viv Prince ist Schlagzeuger gewesen bei den Pretty Things, und das ist einer von den Typen. Pretty Things, das ist wirklich ganz frühe Beatzeit. Also Viv Prince, der war auch nur die ersten 2 Jahre bei der Band. Wir reden ja von 1962/63, als es erst so richtig losging mit der Beatmusik. Und die Pretty Things, eine Band, die schon Anfang der 60er so einen ganz schlechten Ruf hatten. Da gab es immer schlechte Presse, das sind Rabauken und wie man damals halt Rocker und Leute halt bezeichnet. Und es lag viel auch an Viv Prince, der war hauptverantwortlich für den schlechten Ruf von der Band. Der war Schlagzeuger und der ist wirklich ein wilder Typ gewesen. Der ist der Prototyp des Schlagzeug Animals wie in der Muppet Show. Ja, das war schon dem seine Art zu spielen auf der Bühne, war wild. Aber irgendwann ist er dann oft auch aufgestanden und ist dann über die Bühne getigert, hat dann überall Chaos angerichtet und gestiftet. Ihr müsst euch vorstellen, Viv Prince, der ist später in seinem Leben von den Hells Angels rausgeschmissen worden wegen seinem schlechten Benehmen. Das finde ich, sagt schon einiges über diesen Typen. Was, wie hoch liegt da die Messlatte bei den Hells Angels, was schlechtes Benehmen angeht? Viv Prince hat diese Hürde gerissen. Er ist einer der wenigen, wahrscheinlich nur eine Handvoll Leute, die jemals rausgeflogen sind. Und der war aber als Schlagzeuger auch ein Vorbild, unter anderem für Keith Moon, der dann Schlagzeuger werden sollte von The Who. Und den kennen dann alle. Und Keith Moon, der war eben auch so ein wilder Schlagzeuger, auch so den ganzen Ausdruck, wie er das Instrument spielt. Und tatsächlich, der junge Keith Moon, der ist auf die Konzerte gegangen von den Pretty Things, um eben diesen Viv Prince auch zu studieren, wie der abläuft. Und Keith Moon hat dann nicht nur so den Schlagzeugstil so ein bisschen weiterentwickelt und sich von dem was abgeschaut, sondern eben auch dieses lunatic, wilde Behavior. Und so ist Viv Prince tatsächlich einer der Prototypen von diesen Rockmusikern, die halt auch außerhalb der Musik ständig für Skandale sorgen und ständig schlechte Presse haben. So ein Rebel Kid. Und trotz diesem wilden Lebensstil ist Viv Prince 84 Jahre geworden. Anfang September gestorben. Man weiß noch nicht mal genau den Tag, an dem er gestorben ist. Es heißt einfach Anfang September, was auch immer das bedeuten mag. Ich könnte direkt noch einen hinterherlegen, so auch aus den 60er Jahren. Einen Namen, den kennt wahrscheinlich auch wirklich nur die Experten unter euch. Aber jeder von euch wird einen Song von ihm kennen, nämlich Sonny Curtis. Und Sonny Curtis war Gitarrist und der hat gespielt bei den Crickets. Die Crickets, das war die Band von Buddy Holly. Und der war auch in der Zeit, wo Buddy Holly noch gelebt hat, am Start. Und als Buddy Holly dann in dem Flugzeugabsturz ums Leben kam, The Day That Music Died, da hat Sonny Curtis dann die Rolle von Buddy Holly in der Band übernommen. Als Bandleader, als Songwriter und als Gitarrist, als Hauptgitarrist von der Band. Und er hat dann die Crickets noch jahrelang eigentlich weitergeführt bis in die 60er rein. Und aus dieser Zeit, Ende 50er, Anfang 60er, da stammt ein Song. Und der Song alleine ist schon Berechtigung, dass er hier heute erwähnt wird. Nämlich Sonny Curtis hat geschrieben: I fought the law, but the law won. Einer der größten Songs, den hatten die Bobby Fuller Four, haben den dann Ende der 60er zu einem Riesenhit gemacht. Der wurde auch ganz oft gecovert. Das ist so ein Proto-Punk-Song, wenn du willst. Und deswegen haben den auch Bands wie The Clash, eine der großen britischen Punkbands, dann die haben den auch noch mal gecovert. Das ist einfach so ein Kultsong. Und allein wenn du einmal in deinem Leben so einen Song schreibst, dann qualifiziert dich das schon, aufgenommen zu werden in diesem Pantheon der großen Musiker. „I fought the law, but the law won" von Sonny Curtis. 1937 ist er geboren und am 19. September gestorben. Wen haben wir noch, Axel?

Axel11:41

Ja, man könnte auf jeden Fall noch mal jemanden erwähnen, der eigentlich nicht so präsent war als Musiker, sondern es gibt ja auch hinter den Kulissen noch wichtige Leute, zum Beispiel Musikjournalisten. Und da habe ich jemanden, der auch Moderator geworden ist, der jetzt gestorben ist im Alter von, sagen wir mal, auch 80 Jahren. Das ist nämlich der Frank Laufenberg. Frank Laufenberg, damals noch bekannt geworden eben als TV-Moderator, Musikjournalist war er auch eben ganz stark. Und im SWR hat er noch eine Popshow gehabt. Das war seine Frank Laufenbergs Popshow, die kennt man eigentlich auch. Und er war für Radio Luxemburg tätig. Das war seine, damals Mittelwelle noch, UKW war da noch nicht so richtig am Start, also so lange ist das schon her, wo man ihn gefeiert hat. Und ja, er hat dann noch im Laufe der späteren Zeit ein Rock- und Poplexikon geschrieben.

Axel12:38

Und das ist so ein Referenzwerk geworden. Also die Leute scheinen das, also wenn es um so was geht, dann haben sie immer die von Frank Laufenberg genommen und gesagt, pass mal auf, da ist aber das und das gesagt worden. Also das ist schon ein Standardwerk, was man kennen sollte.

Frank12:51

Unbedingt. So habe ich auch tatsächlich Frank Laufenberg kennengelernt, über dieses Rock- und Poplexikon. Denn ich bin ja in Bayern aufgewachsen und da konnte ich halt den Südwestfunk nicht hören. Aber durch das Lexikon ist er mir das erste Mal aufgefallen. Er hat da später auch dann Fernsehen gemacht und auch allen möglichen Unterhaltungskram. Aber der Typ ist wahrscheinlich, wenn man über Musik redet, was wir machen, der Typ ist ein Gigant. Der kennt alles, der kennt alle Musiker, der kennt die Zusammenhänge. Der hat auch viel in seinem Leben auch dann unbekannte Bands promoted, angeschoben, gespielt. Es gibt ganz viele Bands auch, die durchaus ihren Erfolg zum Teil auch ihm verdanken. Der ist echt einer dieser Radioleute der alten Schule. Und heute ist Radio leider so ein fast schon aussterbendes Medium. Aber damals war das noch so bedeutend. Solche Typen, die haben entschieden, was du hörst. Und Frank Laufenberg, der hatte einfach so stilsicher, der hat halt immer das Richtige empfohlen über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Und ja, ist eine absolute Legende und Koryphäe bei uns.

Axel13:52

Ja, auf jeden Fall.

Frank13:53

Hast du ihn mal persönlich kennengelernt?

Axel13:54

Nein, habe ich nicht. Das war dann doch der halt, ich weiß gar nicht, damals war er ja auch schon, wie gesagt, jetzt ist er erst in meinen 80 geworden, also hat sehr viele Sachen gemacht, die wir alle kennen. Seine Stimme, also die habe ich noch im Ohr, das schon noch, weil ich habe damals Radio Luxemburg natürlich gehört, weil musikalisch waren die ganz weit vorne. Also wirklich auch, wie du schon sagtest, vollkommen zu Recht, er hat die Hits schon relativ früh erkannt. Also auch das zeigt so ein bisschen, dass der Mann wirklich vorne war mit dem, was er gemacht hat.

Frank14:27

Mit Sicherheit einer der größten Namen in dem Genre im deutschsprachigen Raum. Hier, wo du schon Luxemburg erwähnt hast, kicke ich mal den Ball in die Niederlande. Niederländische Musiker, wie viel kennt ihr da? Die Band kennt ihr bestimmt: Golden Earring. Die gibt es auch schon ewig, die haben schon in den 60ern angefangen. Das Erste, was ich von Golden Earring je gehört habe, als Kind der 80er war natürlich dann Twilight Zone, ein Hammer-Song so von Anfang der 80er, und der stammt aus der Feder von George Kooymans. Und ich hoffe, ich spreche das einigermaßen richtig aus. George Kooymans. Und der war schon Gründungsmitglied von Golden Earring und war der Gitarrist der Band. Der hat auch dieses legendäre Teil, und das darf auf keiner Rockparty fehlen: Radar Love in den 70ern. Das ist die Gitarre von George Kooymans. Ich meine, das ist wirklich einer der ganz großen Sachen. Aber dann eben Twilight Zone, das ist wirklich aus seiner Feder, das ist sein Song mit diesem coolen Basslauf die ganze Zeit. George Kooymans Golden Earring. Wenn du bei denen mal guckst, Diskographie, ey, die haben 20, 30 Alben gemacht, keine Ahnung wie viele. Die gibt es seit den 60ern und ich weiß nicht, ob es die immer noch gibt, aber die haben ewig gespielt und es ist eigentlich das Aushängeschild von Nederrock. Und George Kooymans ist gestorben am 22. Juli. Golden Earring, Twilight Zone, das sind 80er.

Axel15:50

Aber Radar Love natürlich.

Frank15:52

Aber Radar Love, ja, das war ja extrem, wurde überall gespielt, stimmt.

Axel15:57

Twilight Zone habe ich nicht mehr so im Kopf.

Frank15:59

Das ist so ein Song aus meiner Teenie-Zeit, 80er Jahre. Noch viel, viel länger.

Axel16:03

Reicht dir ein ganz langes Werk oder ist das nur ein kürzerer?

Frank16:07

Ja, also da gibt es die Plattenversion, der Track geht über 7 Minuten, aber es gibt dann, glaube ich, auch noch eine gekürzte fürs Radio. Aber es war auch ein Riesenhit, also super erfolgreich. Der Song an Twilight Zone, Twilight Zone, Radar Love. Das sind so die Anspieltipps von George Kooymans. Sollen wir einen hinterherlegen? Hier mal einen ganz großen Namen mal wieder. Jimmy Cliff ist gestorben. Jimmy Cliff ist wahrscheinlich einer von den großen Dreien aus Jamaika, was Reggae-Musik angeht. Klar, ganz oben ist Bob Marley, dann würde ich Peter Tosh nennen und als Dritten würde ich schon Jimmy Cliff nennen. Ein Typ, der auch schon in den 60ern angefangen hat als Ska-Musiker. Der Reggae kam ja nach dem Ska. Der Ska war zuerst, aus dem Ska hat sich der Reggae rausentwickelt. Wenn du dann die Ska-Musik ein paar Takte langsamer sprichst, wenn man dann genügend geraucht hat, weißt du, dann kommt Reggae raus. Und Jimmy Cliff hat aber schon Ska gemacht und schon Anfang der 70er auch riesengroße internationale Hits gehabt, die ja dann auch in England schon erschienen sind bei Island Records. Platz. Das war dann so ein englisches Label. Dort hat er dann schon veröffentlicht so Sachen wie You Can Get It If You Really Want, mega Nummer, The Harder They Come. Aber der hat dann auch in den 80ern noch mal einen Riesenhit gehabt, und das war das erste, was ich als Kind von ihm gehört habe, und zwar die Nummer Reggae Night, mega kommerziell erfolgreich. Der Song heißt Reggae Night, ist aber gar kein Reggae, das klingt eher so ein bisschen nach Kool & the Gang, so Anfang der 80er, so groovy, bisschen Elektro auch schon. Und ja, Jimmy Cliff, Hammermusiker. Interessant ist auch dem seine, weil die auch stellvertretend ist für so viele Jamaikaner, so dem seine spirituelle Entwicklung. Der kam ja anfangs auch ein Anhänger der Rastafari-Bewegung und hat sich aber da relativ schnell dann auch daraus bewegt, aus Rastafari, und ist dann, war auch Christ, Christ, wie die eigentlich alle geboren sind. In Jamaika hat das Christ gelebt und ist dann zum Islam konvertiert, war dann Moslem. Und jetzt aber die letzten Jahrzehnte seines Lebens war er dann einfach, ich glaube, so hat er selber dann genannt, ein universeller Freigeist. Also auch da so eine total interessante Entwicklung, die auch so ein bisschen diese Kulturentwicklung zeigt. Rastafari, Christentum, Islam, so bei vielen schwarzen Musikern und Künstlern in den 60ern, 70ern so eine Alternative vielleicht gewesen. Wir kennen alle Muhammad Ali, Cassius Clay, die Story. Ja, und Jimmy irgendwie alles durch, und am Ende ist rausgekommen Universal Love. Jimmy Cliff, ja, einer der, der Reggae-Giganten. Am 24. November ist er gestorben, im Alter von 81 Jahren.

Axel18:54

Jimmy Cliff, ja, mir präsent, klar, klar, logisch. Ja, Peter Tosh hast du noch dazu genannt, auch wichtig, auch dessen Musik war im Reggae sehr, sehr angesagt. Klar, Bob Marley, Legende, klar. Aber der ist auch schon ein paar Jährchen tot.

Frank19:09

Ja, aber eben was diese Typen auch mal gemacht haben, ist wirklich dieses Jamaika, diese Mucke zu einer Weltmusik zu machen. Ich meine, was ist das für eine Legacy? Weißt du, was das auch aus Sicht der Jamaikaner bedeutet? Da kommen dann Leute aus ihrer Insel und bringen eine Musik, die dann in die ganze Welt kommt und die auch eben so diese Vibes von Befreiung hatte. Und hat auch gut in den Zeitgeist gepasst der 70er Jahre. So hey, weg von diesen Machtleuten so, sondern sich frei machen. Die Songs of Freedom, wie es Bob Marley gesungen hat, da ist Jimmy Cliff eben auch ganz oben mit am Start. Wen haben wir denn noch auf der Liste?

Axel19:48

Ja, ich könnte noch mal einen Namen sagen, den auch wieder Deutschland sehr gut kennt. Das ist Anna R. von Rosenstolz. Die ist die Jüngste auf unserer Liste. Ich denke mal, sie ist wirklich die Jüngste auf unserer Liste. Wahrscheinlich haben es sowieso einige von euch schon mitgekriegt. Sie ist nur 55 Jahre geworden. Das ist nun wirklich verdammt wenig. Aber letztendlich, ja, deshalb müssen wir sie halt heute auch hier besprechen. Ja, sie hat ja damals '91 schon mit Peter Plate die Rosenstolz gegründet. Die haben sich dann irgendwann mal auch getrennt, aber sie haben 5 Alben auf Platz 1 gehabt. Das musst du dir mal überlegen. Also echt ein Riesen-Act hier in Deutschland, das kann man nicht anders sagen. Über 10-mal Gold und Platin. Das ist also wirklich herausragend, diese Karriere, muss man wirklich sagen. Um mal ein paar Titel zu nennen: Ich bin ich, Liebe ist alles, Es tut immer noch weh. Das sind so ihre Titel, die man wohl am ehesten noch von denen kennt. Und du weißt ja auch, die Schwulenbewegung war ja hellauf begeistert, wenn die unterwegs waren. Und die haben auch wirklich die großen Säle gefüllt. Das war schon was Besonderes. Und was die wenigsten wissen: Bundesverdienstkreuz gekriegt.

Axel21:02

Die Frau hat ein Bundesverdienstkreuz, aber nicht wegen der Musik, sondern wegen ihrem Kampf gegen AIDS. Sie haben also noch ein Projekt gehabt, was sie da ganz groß raushängen lassen. Also ich muss wirklich sagen, das muss man denen lassen. Sie haben sich da wirklich für eingesetzt. Und ja, schade, dass sie schon so früh von uns gegangen ist.

Frank21:21

Hatte die auch einen, oder hat Rosenstolz auch so einen internationalen Impact? Hat man die im Ausland auch wahrgenommen oder ist es wirklich rein auf den deutschsprachigen Raum?

Axel21:28

Denke mal, das war die Deutschsprache.

Frank21:30

Die haben halt in Deutsch gesungen.

Frank21:31

Wobei, du kannst auch mit deutschen Songs Nummer 1 werden.

Axel21:35

Ja, ja, klar. Absolut. Keine Frage.

Frank21:37

99 Luftballons.

Axel21:38

Genau richtig. Und wir dürfen auch Rammstein nicht ganz vergessen, die ja auch weltweit extrem angesagt sind. Nee, also da denke ich mal, in die Richtung sind sie nicht gegangen. Sie haben halt eben auch— ich, das ist auch nicht, sagen wir mal so, wenn ich es als Produzent beurteile, ist das nicht so der internationale Standard, den sie vom Sound her gegeben hatten. Peter Plate hat übrigens weitergemacht. Also der ist ja auch nach wie vor noch im Schlager tätig. Das wissen wenige. Also hat da doch irgendwie auch Schlagernamen gemacht. Das war einiges in der Richtung, wo er da auch nachgelegt hat. Also insofern, ja gut, die Rosenstolz wurde ja auch immer schon ein bisschen in die Schlagerrichtung gepackt. Muss man ja auch dazu sagen.

Frank22:18

Grenzes fließt mit einem Bein, stehen sie auf jeden Fall schon drüber. Ja, hey, vielleicht noch ein paar Namen, weil du gemeint hast, das ist vielleicht die Jüngste auf unserer Liste. Da muss ich dagegen kontern, denn tatsächlich da gab es auch ein paar jüngere Leute, die in diesem Jahr verstorben sind, und manche von denen ganz groß. Sam Rivers, Bassist von Limp Bizkit. Limp Bizkit, natürlich eine Riesenband, so New Metal, vor allem in den 2000ern mega erfolgreich. Sam Rivers war deren Bassist bei allen großen Alben und in ihrer besten Zeit am Start. Und ja, der hat auch schon lange gesundheitliche Probleme. Und der ist nur 48 Jahre geworden. Oh, Sam Rivers gestorben am 18.10. Dann noch jünger Patrick Walden. Sagt euch der noch was? Patrick Walden, als Gitarrist von der englischen Band Babyshambles. Und Babyshambles ist auch ziemlich cool, auch so 2000er, wenn ich mich recht erinnere, waren die gut am Start. Und er war der Gitarrist von denen. Die haben so ein bisschen Oldschool-Rock-Music gespielt. Letztens würde man wahrscheinlich sagen, so eine Indie-Rockband aus England. Und der war der Gitarrist und dementsprechend wichtiger Songwriter. Und Patrick Walden ist nur 46 Jahre alt geworden. Und dann habe ich letztens einen Namen, Axel, und da habe ich überlegt, soll man ihn überhaupt nennen? Aber ich denke mir, weißt du, es ist ja hier eine Sendung, wir erinnern an die, die gestorben sind. Und mit dem Tod sind alle gleich. Aber es ist so jemand, der ja da schon eine Persona non grata geworden ist, nämlich Ian Watkins, der Sänger von den Lostprophets. Und Ian Watkins, der wurde dieses Jahr, der war im Gefängnis gesessen, ich glaube, der hat sogar lebenslänglich gehabt, auf jeden Fall eine sehr lange Haftstrafe, denn der hat, ich kann es gar nicht genau alles aussprechen, aber der hat wirklich Vorwürfe von Kindesmissbrauch auf übelste Art und Weise. Und wir reden nicht davon, dass irgendwelche Rockstars, wie es auch in den 70ern war oder wie es auch bei Rammstein war, dass Rockstars auch mal mit irgendwelchen minderjährigen Frauen Beziehungen haben oder auch Frauen mit Männern, egal. Das kann man beurteilen, wie man will. Aber hier reden wir von was ganz anderem. Hier reden wir von schwerster krimineller Energie. Und dafür wurde er dann eben auch unglaublich lange ins Gefängnis gesteckt. Und der ist in diesem Jahr im Gefängnis dann von einem Mithäftling erstochen worden. Tragische Geschichte. Und ich habe überlegt, ob wir ihn erwähnen sollen oder nicht. Aber ich denke mir, weißt du, Ja, am Ende ist der Tod auch ein großer Gleichmacher und das Werk bleibt. Und ganz ehrlich, Lostprophets, wenn du dir die Mucke anhörst, das war schon eine gute Band. Und deswegen wollen wir auch ihn hier in die Liste wenigstens aufnehmen. 48 Jahre ist er geworden.

Axel25:04

Jo, das war's wieder. In diesem Falle haben wir den zweiten Teil auch. Jetzt kommt noch abschließend der dritte Teil, mit dem wir noch mal darauf eingehen, was wir hier hier schon gut angefangen haben, ne. Und ja, deshalb würde ich sagen, schaltet wieder ein, wir haben noch einiges vor uns, interessante Namen und interessante Geschichten dazu. Also schaltet wieder ein, wenn es wieder heißt: FRAX Music!