MUSIK PODCAST · DE
FRAX MUSIC#162. Juli 2026

Diese Plattencover provozieren bis heute – Scorpions, Rammstein, Jethro Tull, Camel | FRAX Music 16

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Zusammenfassung

In der 16. Folge von FRAX Music tauchen Axel Breitung und Frank Engelmayer tief in die faszinierende Welt der provokanten Plattencover ein. Im Mittelpunkt stehen ikonische Alben von Bands wie den Scorpions, Rammstein, Jethro Tull, Camel und Udo Lindenberg, deren Cover bis heute für Diskussionen sorgen und einen festen Platz in der Musikgeschichte haben.

Gleich zu Beginn widmen sich die Hosts den Scorpions, einer Band aus Hannover, die nicht nur musikalisch, sondern auch visuell immer wieder für Aufsehen sorgte. Besonders das Album 'Blackout' steht im Fokus, dessen Cover vom österreichischen Künstler Gottfried Helnwein gestaltet wurde. Helnwein, bekannt für seine düsteren und schmerzhaften Motive, schuf ein Bild, das den Schrei und die Energie der Musik perfekt einfängt. Noch kontroverser war das Cover von 'Virgin Killer', das wegen seiner expliziten Darstellung weltweit zensiert wurde und bis heute als Paradebeispiel für die Grenzen von Kunst und Provokation gilt.

Die Diskussion führt weiter zu Rammstein, deren Album 'Sehnsucht' nicht nur musikalisch, sondern auch visuell neue Maßstäbe setzte. Auch hier war Helnwein für das Cover verantwortlich und entwarf gleich sechs verschiedene Varianten, jeweils mit einem anderen Bandmitglied als Motiv. Diese Idee, mehrere Cover-Versionen zu veröffentlichen, war nicht nur ein künstlerisches Statement, sondern auch ein cleverer Marketing-Schachzug, der Sammler und Fans gleichermaßen begeisterte.

Im Gespräch werden Parallelen zu anderen Bands gezogen, etwa Led Zeppelin, die mit ihrem Album 'In Through the Out Door' ebenfalls verschiedene Cover-Varianten auf den Markt brachten. Die Hosts beleuchten, wie solche Editionen den Sammlerwert steigern und warum Vinylplatten für viele Musikliebhaber mehr als nur Tonträger sind – sie sind Kunstwerke und manchmal sogar eine Form der Altersvorsorge.

Abgerundet wird die Folge durch einen Blick auf die Technik und Magie des Vinyls selbst: Die Faszination für das Medium, die Haltbarkeit von Plattenspielern im Vergleich zu Kassetten und die emotionale Bindung, die viele Sammler zu ihren Schallplatten aufbauen. FRAX Music liefert damit nicht nur spannende Anekdoten und Hintergründe zu legendären Plattencovern, sondern auch einen Einblick in die kulturelle Bedeutung von Musik als Gesamtkunstwerk.

Hintergrund & Kontext

Plattencover sind seit den 1950er Jahren ein zentrales Element der Popkultur. Mit dem Aufkommen der LP wurde das Cover zur Leinwand für Künstler und Bands, um ihre Identität und Botschaft visuell zu transportieren. In den 1970er und 1980er Jahren erreichte die Gestaltung von Albumcovern ihren kreativen Höhepunkt: Künstler wie Andy Warhol, H. R. Giger oder Gottfried Helnwein prägten mit ihren Arbeiten das kollektive Bildgedächtnis ganzer Generationen.

Gerade im Rock- und Metalbereich wurden Cover häufig genutzt, um zu provozieren, Tabus zu brechen oder gesellschaftliche Missstände anzusprechen. Die visuelle Sprache wurde zum Teil der Inszenierung und des Marketings – ein auffälliges oder kontroverses Cover konnte den Verkaufserfolg eines Albums maßgeblich beeinflussen. Gleichzeitig entstanden so immer wieder Debatten um Kunstfreiheit, Zensur und Verantwortung.

Mit dem Siegeszug der CD und später des digitalen Streamings verlor das Plattencover an Bedeutung, erlebt aber durch das Vinyl-Revival seit den 2010er Jahren eine Renaissance. Für Sammler und Musikliebhaber sind Originalpressungen mit seltenen oder limitierten Covern begehrte Kultobjekte, die nicht nur musikalischen, sondern auch künstlerischen und finanziellen Wert besitzen.

Häufige Fragen

Warum ist das Scorpions Virgin Killer Cover so umstritten?

Das Cover von 'Virgin Killer' der Scorpions sorgte wegen seiner expliziten Darstellung eines nackten Mädchens für weltweite Kontroversen. Es wurde in vielen Ländern zensiert und ist bis heute ein Beispiel für die Debatte um Kunstfreiheit und Provokation im Musikbusiness.

Wer hat das Rammstein Sehnsucht Cover gestaltet?

Das ikonische Cover des Rammstein-Albums 'Sehnsucht' wurde vom österreichischen Künstler Gottfried Helnwein entworfen. Er ist bekannt für seine schockierenden und emotionalen Kunstwerke, die häufig Schmerz und Trauma thematisieren.

Welche Bedeutung haben Plattencover für Bands wie die Scorpions?

Für Bands wie die Scorpions sind Plattencover ein zentrales Ausdrucksmittel. Sie dienen nicht nur als visuelle Ergänzung zur Musik, sondern auch als Statement und Marketinginstrument, das Aufmerksamkeit erregt und die Identität der Band unterstreicht.

Gibt es andere Alben mit mehreren Cover-Varianten wie bei Rammstein?

Ja, neben Rammsteins 'Sehnsucht' gibt es beispielsweise von Led Zeppelin das Album 'In Through the Out Door', das in vier verschiedenen Cover-Varianten erschien. Solche Editionen sind bei Sammlern besonders begehrt.

Warum sind Vinylplatten und ihre Cover für Sammler so wertvoll?

Vinylplatten mit seltenen oder limitierten Covern sind begehrte Sammlerstücke, da sie oft in kleiner Auflage erschienen und einen hohen kulturellen oder künstlerischen Wert besitzen. Ihr Zustand und die Originalverpackung spielen für den Sammlerwert eine große Rolle.

Gesprächs-Transkript

Frank0:00

Hey, wir sind wieder da, FRAX Music, mit einer neuen Ausgabe zu Plattencovers und heute mit so illustren Namen wie Scorpions, Rammstein, Jethro Tull, Udo Lindenberg und Camel. Jetzt los geht's! Hey, liebe Musikfreunde, willkommen zu einer weiteren Ausgabe von FRAX Music. Und heute geht es wieder über Cover, über Plattenkunst und wir haben einige schöne Plattencover am Start. Mit was geht es denn los, Axel?

Frank0:47

Wow, Scorpions!

Frank0:50

Ja, Scorpions, eigentlich eine Band aus deiner Region, hier aus Hannover. Hannover. Und du könntest auch einiges zu den Scorpions sagen, oder du kennst die auch, als sie noch ganz jung waren, so noch bevor die da so in diesen Superstar-Kram gekommen sind.

Frank1:02

Aber das ist ja hier ein Album von den Scorpions schon aus ihrer Prime, wo sie dann auch so eine international bekannte Band war. Die haben tatsächlich als eine Krautrockband angefangen, das muss man so wissen. Aber hier, das ist ja schon aus ihrer großen Zeit, das Album Blackout. Und bei den Scorpions, das war eine Band, denen waren die Covers immer wichtig, oder? Alle von diesen Scorpions-Alben haben besondere Cover irgendwie.

Axel1:22

Genau, zum Beispiel, das ist jetzt hier Blackout. Die haben für Virgin Killer ein sehr umstrittenes Cover noch gehabt. Das muss auch mal erwähnt werden.

Frank1:30

Das können wir gar nicht zeigen, weil wir sind ein Familiensender. Ich meine, das können wir gar nicht bringen hier.

Frank1:33

Virgin Killer, schaut selber nach. Ja, das war denen halt wichtig. Das sehe ich interessant, weil es gibt manche Bands, denen das nicht so wichtig ist, aber es gab andere, die haben da wirklich immer viel dem Bedeutung beigemessen. Auf jeden Fall bei den Scorpions, da ist ja jedes Plattencover irgendwas Besonderes. Und das hier, das ist ja natürlich schon auch was Schockierendes, Provokantes. Und auch hier steckt eben tatsächlich ein Künstler dahinter. Der sich ein Leben lang eigentlich mit dieser Art von Kunst beschäftigt hat, nämlich das war der Österreicher Helnwein. Und das ist jemand, Gottfried Helnwein, der hat generell diese Themen Schmerz irgendwie verarbeitet. Ich weiß es nicht. Kunst ist ein eigenes Thema. Möglicherweise auch so Traumata, die noch aus dem Krieg kamen oder so was. Aber bei dem, seinen Bildern, er ist mal unabhängig von Plattencovers, ist es halt immer Schmerz und auch so medizinisch, irgendwie ist da was schiefgegangen. Paranoia schwingt da immer mit. Und hey, das bietet sich natürlich super an für Plattencover, weil es hat so was Provozierendes, Schockierendes.

Axel2:35

Und ist speziell natürlich für Rockmusik, wo es richtig ballert, wo die Gitarren richtig singen. Dafür ist es natürlich super. Und man darf nicht vergessen, Klaus Meine, der Sänger, war natürlich auch bekannt für seine extrem hohe und energiereiche Stimme. Das war schon ganz wichtig, deshalb passt das so. Also sozusagen der Ausschrei, der Refrain, wenn es losgeht für den und so, das passt exakt gut zu Scorpions.

Frank2:57

Sozusagen so die moderne Variante von Edvard Munch, der Schrei oder so was, das ist dann Gottfried Helnwein. Na okay, Kunst ist offensichtlich nicht unsere Hauptexpertise. Aber ja, es ist einfach großartig, es ist so provozierend. Das ist auch eben so ein Cover, du kannst nicht vorbeigehen. Also wenn du im Plattenladen bist und das siehst und schaust das Bild, boah, was ist denn das? Und das ist, was Scorpions halt genau haben wollten. Nachteil ist natürlich, es schreckt vielleicht auch Leute ab. Also auch international, in Amerika Manche sagen, hey, das kommt aber nicht ins Kinderzimmer von meiner Tochter oder so, so ein Albumcover. Aber ich schätze, die haben alles richtig gemacht. Wir feiern die Covers ab.

Axel3:28

Ja, und man darf nicht eins vergessen. Ich meine, wenn es spektakulär ist und auch vor allen Dingen umstritten ist, ja, hat das eigentlich immer die Presse. Und man muss immer sehen, die Medien wollen auch angefixt werden. Und da ist so ein Cover natürlich sensationell gut.

Frank3:41

Genau, wie gesagt, das ist eben für die Musik. Das ist harte, damals härteste Rockmusik. Da ist es das Richtige. Für ein Cover, sagen wir mal, von Volksmusik hätte ich es nicht ausgewählt. Da lass uns was anderes nehmen wahrscheinlich.

Axel3:50

Ja, die Wildecker Herzbuben hätten es nicht gemacht.

Frank3:52

Nee, die hätten es wahrscheinlich abgelehnt. Aber hey, weil wir schon erwähnt haben, dieser Gottfried Helnwein, österreichischer Künstler, der ist wirklich bedeutend. Der hat auch nicht nur für die Scorpions Covers gemacht, sondern das nächste, was wir am Start haben, das finde ich eigentlich total cool. Ich schmeiß das gleich mal direkt rein.

Axel4:08

Aber ich will darauf aufmerksam machen, wir gucken da mal genauer hin. Das sind hier sozusagen Gabeln, die sozusagen ins Auge reingreifen, was ja wirklich ekelhaft ist. Und wenn wir das jetzt als Basis nehmen, dann sehen wir hier plötzlich, aha, hier haben wir dasselbe Muster zumindest. Hier, das ist ja der Kopf der Rammsteiner. Das ist der Lindemann, der hier noch mal das aufgegriffen hat, sozusagen als Idee. Und soweit ich weiß, hat das mal wieder der Helnwein gemacht.

Frank4:38

Genau, das ist das Ding. Also aus zweierlei Gründen interessant. Es ist eben wieder der Helnwein. Das ist dem seine Kunst. Das ist auch eben dieses Drahtgeflecht und so weiter. Das ist so typisch Helnwein. Und zum anderen Rammstein. Ja, natürlich kannten die die Scorpions. Natürlich kannten die das Blackout-Cover und fanden es wahrscheinlich schon früher immer total cool. Und das ist dann auch sozusagen so eine kleine Hommage von Rammstein auf eine Band eine Generation vorher, eben an Scorpions. Eine kleine Hommage auch, weißt du. Also jeder Musikfan kennt es. Das ist ja kein Zufall, sondern das ist eine klare Hommage. Und das finde ich richtig stark. Und der Helnwein für Rammstein hat sich auch richtig ins Zeug gelegt für diese Platte Sehnsucht. Denn es gibt von der Platte nicht nur eine Version, nicht nur diese Cover-Art, sondern es gibt gleich 6.

Axel5:23

Gleich 6. Das war der Trick. Also letztendlich, man könnte es so sagen, ich denke mal, vielleicht kam der Vorschlag von Rammstein selber, aber die Industrie hat es natürlich sehr gerne aufgenommen. Wir dürfen nicht vergessen, Es gab diese selbe Platte dann also so gescheiterweise mit 6 verschiedenen Köpfen. Also es gab 6 verschiedene Versionen und es war so gedacht, also wer Fan ist mehr von dem oder dem oder dem, es sind ja nicht alle Lindemann-Fans unbedingt gewesen, ja, der konnte sich auch ein anderes Plattencover davon aussuchen. War für den Handel wahrscheinlich etwas schwierig, weil da muss der gucken, ja, hat er auch wirklich immer 6 vorrätig? Haben nur die großen Geschäfte gehabt, die anderen haben sich vielleicht bestellt, weil sie sagen, okay, dann gibt es auch die Sammler, die sagen, ich will alles von Rammstein haben, also haben die die 6 Cover gekauft. War schon nicht schlecht gedacht von der Industrie.

Frank6:06

Also das ist richtig. Gleichzeitig kostet es natürlich auch mehr, weil der Helnwein ist ein Künstler, den muss er irgendwie bezahlen und das ist jetzt, ja, der macht ja dann 6 verschiedene künstlerische Entwürfe. Ich meine nicht nur Entwürfe, sondern Kunstwerke. Und das ist natürlich dann ein bisschen größerer Aufwand.

Axel6:20

Es ist nicht nur das. Also wir müssen sehen, also das wurde an den Leuten auch wirklich gemacht. Also das sieht—

Frank6:26

Wie Veganer in die Augen gepiekst, das habe ich gemacht.

Axel6:29

Haben wir bei dem anderen nur als Modell natürlich. Aber es ist letztendlich so, dass das so auch stattgefunden hat. Das müssen wir ganz deutlich sagen. Also wir müssen ganz klar sagen, dass das so kreiert worden ist, wie wir es da sehen. Die sind so angepinselt worden, die Leute, also geschminkt worden, sagen wir mal freundlicherweise. Und dann sieht das dann, um das so zur Wirkung bringen, deshalb gehe ich noch mal zurück, um auch noch mal Folgendes zu sagen. Auch das ist Stilistik hier noch mal, denn das Wort Sehnsucht, das Album, worum es hier nämlich gerade geht, das ist auch so gemacht, wie diese kunstvolle Arbeit hier.

Frank7:01

Also ich finde, das ist mit Typografie, die Buchstaben hier so.

Axel7:04

Ja, ja, weil das ist ja, das ist da deutlich angelehnt, dass das auch ein einheitliches Bild ergibt und nicht, dass es plötzlich eine andere Schrift war. Dass Rammstein natürlich in ihrer Standardschrift kommt, geht dann ja.

Frank7:14

Das ist wahrscheinlich dann auch von dem Hellenwein, diese.

Axel7:16

Ich vermute ja.

Frank7:18

Aber der hat es ja offensichtlich eine reine Auftragsarbeit für Rammstein und da hat er bestimmt auch diese Typologie entworfen.

Axel7:23

Ich gehe davon aus, ja.

Frank7:24

Und so diese Idee, die wir hier haben, dass du eine Platte mit 6 verschiedenen Covers bringst, das ist auch nichts Neues. Da fällt mir eine Platte ein und wir haben jetzt gar kein Bild dazu da, aber ich erzähl's einfach mal: Led Zeppelin, die haben das auch schon gemacht. Das war glaube ich das Album Presence, wenn ich mich erinnere, so Spätwerk Ende der 70er. Und dieses Album, das gab's in 4 verschiedenen Covers. Und nicht jetzt die Bandmitglieder, sondern einfach wirklich 4 unterschiedliche Szenarien. Das ist so wie so ein Wohnzimmer, so ganz spießig, oder so ein Esszimmer von einer gutbürgerlichen Familie. Und da gab es 4 verschiedene Perspektiven. Oh, das verwechsel ich jetzt. Das war nicht Presence, das war In Through the Outdoor, glaube ich. Aber was ich meine, wo es 4 verschiedene gab. Sorry für diesen kleinen Fauxpas, aber es ist beides so die Spätzeit von Led Zeppelin. Ich habe diese Alben auch alle zu Hause. Dieses In Through the Outdoor war es, glaube ich. Das kam in 4 verschiedenen Covers, 4 verschiedene Bilder drauf. Und das Fiese war aber, wenn du im Plattenladen warst und du bist wirklich Fan und ich möchte die alle haben, Du wusstest nicht, welches du bekommst, denn die Platte war eingepackt in so eine braune Papiertüte, wo nur draufstand hier Led Zeppelin, und du hast es dann zu Hause erst auspacken können. Also wahrscheinlich wie bei den Überraschungseiern oder so, weißt du, echte Fans kaufen dann 20-mal diese Platte, bis du endlich alle 4 zusammen hattest. Aber ja, das war wahrscheinlich ein guter Verkaufstrick.

Axel8:38

Man darf nicht ganz vergessen, da spielt noch etwas ganz anderes mit rein, und zwar, dass das natürlich Sammlerwert hat heute alles. Also wenn man sich die Preise anguckt, ich habe ganz schön gestaunt, da geht das in die Tausender rein. Also was die durchaus auch dafür kriegen, offensichtlich, sonst würden sie ja eigentlich so mehr Ladenhüter haben. Das sind also ganz spezielle Sachen. Also die Sammler, das wäre dann so ein Fall, der sagt, ja, ich habe alle zusammen, ja, da wird niemand zu kriegen irgendwo. Ja, dann ist das natürlich schon so eine Sache, die dann sich auch auszahlt an der Stelle.

Frank9:09

Ja, wo du das ansprichst, Vinyl ist für manche Leute auch wirklich ein Investitionsobjekt.

Axel9:16

Auf jeden Fall.

Frank9:17

Es gibt Leute, wenn die sich um ihre Altersvorsorge kümmern. Es gibt manche, die machen keine Ahnung, eine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag oder so was. Ich kenne mich da nicht aus. Aber es gibt Leute, die sammeln Platten und ich kenne wirklich persönlich einen DJ, so ein Kollege von mir, und der hat das ganz systematisch gemacht. Der hat gemeint, er hat in jedem Monat, hat er so 10% von dem, was er eingenommen hat, davon hat er Platten gekauft. Nicht weil er als DJ sowieso Platten kauft, sondern er hat dann wirklich ganz bewusst Platten gekauft als Anlage. Er hat auch nie ausgepackt, alle original. Und das macht er über Jahre hinweg. 10% von seinem Gehalt gibt er da rein. Der hat mittlerweile Tausende, Zehntausende von Platten und das hat er nicht eine ausgepackt. Das ist alles nur seine Altersvorsorge, weil er darauf spekuliert und wahrscheinlich nicht verkehrt. Ja, Vinyl verliert nicht seinen Wert. Die Technik ist vielleicht irgendwann obsolet, aber sie kommt wieder und es gibt immer Sammler und das sind halt echte haptische Sachen. Deswegen sprechen wir auch über Covers, weil es ist auch Kunstwerke, die du hast und du kannst sozusagen Platten sammeln, auch als Altersvorsorge machen. Die verlieren nie ihren Wert.

Axel10:16

Wo du das gerade sagst, ist nicht ganz unwichtig. Wir müssen auch über den Plattenspieler als solchen reden, natürlich auch, weil der spielt jetzt natürlich dabei schon eine Rolle. Und das wissen die wenigsten, die sich also jetzt ab dem CD-Zeitalter dabei sind. Die haben das gar nicht auf dem Schirm, weil da muss man nämlich Folgendes wissen. Also eigentlich im Grunde genommen ist es eine Technik, die nicht ohne Weiteres kaputt geht. Das merkt man spätestens daran, wenn du heute versuchst, deine Kassetten von damals abzuspielen, hast du leider ein kleines Problem, weil die Dinger, die trieben und das funktioniert alles nicht mehr. Da hast du die Technik, dann gehen die—

Frank10:45

Das wird doch porös, das Band und so weiter. Vor allem gerade Magnetband, ja.

Axel10:48

Das ist so eine sehr, sehr spezielle Sache. Aber du hast natürlich dann, hast du den Plattenspieler, das hat einen Antriebsriemen, einen ganz größeren, das also rein von der Technik her, den kannst du zur Not auch immer wieder auswechseln. Die Nadeln halten eigentlich ewig, es sei denn, man benutzt sie viel, sonst halten die auch sehr lange. Also eigentlich ist der, sagen wir mal, von der Vergänglichkeit dem Kassettenrekorder, der später kam, um einiges überlegen.

Frank11:12

Ja, es ist eigentlich wirklich, wenn man drüber nachdenkt, ist dieses Vinyl, mir hat das als Kind fasziniert. Das ist eigentlich schon so eine geniale, fast schon so magische Technologie auch. Da hast du diese, im Grunde genommen ist es so Plastik, du hast diese Platte, du hast diese feinen Rillen und keine Platte schaut aus wie die andere. Wenn du genau hinguckst, siehst du die Unterschiede und in diesen Rillen ist irgendwie die Musik drin gebannt. Hey, ganz ehrlich, ich verstehe das physikalisch, elektronisch immer noch nicht so richtig. Ich sehe das eher als Kind, für mich ist es immer noch ein Mysterium. Und du kannst tatsächlich, das ist kein Witz, ihr könnt das mal zu Hause ausprobieren, wenn ihr Schallplatten habt. Probier's vielleicht nicht mit deiner Lieblingsplatte so, aber man kann eine Platte, die trägt wirklich die Musik in sich drin und du kannst diese Musik freisetzen, selbst ohne Strom, wenn irgendwann mal alles zusammenbricht. Du brauchst nur irgendwie etwas Dünnes, membranartiges, wie zum Beispiel ein Kartoffelchip. So eine Tüte Chips. Und dann nimmst du mal so einen Chip, das kannst du zu Hause probieren, und gehst mal mit, wenn du feine Hand hast, am besten morgens machen, wenn's noch ganz ruhig ist, und dann gehst du mit dem Chip mal, versuchst mal diese Linie entlang zu fahren. Oder du hältst den Chip und drehst die Platte oder sowas. Und du hörst die Musik drauf. Natürlich nicht in bester Qualität, je nachdem wie du drehst, aber du hörst es. Und das hat mich als Kind so fasziniert. Die Musik ist da wirklich reingebannt. Ich glaube, den Gag, wenn du machen würdest, weißt du, so eine kleine Zeitreise oder so was, du fährst mal 300 Jahre zurück und sagst: Leute, kleiner Gag hier, guck mal, ich habe diese Platte und dann: Wow, was hörst du dann? Dann hörst du irgendeine Stimme raus oder so was. Hey, da wären die Leute crazy geworden. Wie geht diese Stimme da rein?

Axel12:34

Mechanisch. Du hast vollkommen recht. Ist ganz wichtig zu wissen.

Frank12:36

Voll die Technologie.

Axel12:36

Ja, genau. Richtig. Und zwar, du sprichst von mehreren Rillen, ist nicht ganz korrekt.

Frank12:41

Das ist eine Rille.

Axel12:41

Eine Rille. Also mit anderen Worten, da ist jetzt sozusagen die Nadel und die bewegt sich hin und her und das in den Frequenzen, die wir nämlich hören können. Nachher wird das wie so ein Waffeleisen, wird das sozusagen gepresst nachher. Ich habe das noch erlebt, der vom Mastering Studio, bei dem ich ja sozusagen in der Lehre war, hatte sogar noch eine Plattenpresse da. Da siehst du dann, wie so ein Ding so runterkommt. Also das Granulat heißt es da ja, das Plastikgranulat, Vinyl in dem Fall, ja, das wird dann sozusagen in heißer Form da rein und dann kommt der wirklich wie so ein, kommt das runter, presst die und dann wird die rausgenommen und sozusagen und es ist fertig. Ja, also gut, dieser Prozess, dass da muss dann wieder die Kälte durchgepustet werden, wie die Hitze und so weiter. Das ist schon eine Herausforderung, das Ganze. Und das haben die natürlich im Presswerk alles automatisiert. Das war ein ganz wesentlicher Prozess gewesen für die. Und dann haben die die ganzen Straßen, haben sie verschiedene und so weiter. Sehr interessanter Prozess, aber wie gesagt, Waffeleisen drauf und fertig.

Frank13:38

Großartig. Da gab es wirklich in den 70ern und 80ern, da gab es auch Schwarzpressung, wo Leute wirklich so eine Maschine irgendwo zu Hause hatten, im Hinterhof, in der Garage, und haben dann von manchen Platten so Schwarzpressung gemacht. Das war eine großartige Technologie, do it yourself. Und ich meine, wenn du eine so eine Plattenpresse, keine Ahnung, in die DDR geschmuggelt hast oder so was, dann konnte man dort Platten machen. So ein bisschen verbreitet, weiß nicht, ob es hier passiert ist, aber eben Schwarzpressung, Riesenthema. Wahrscheinlich für dich als jemand, der aus der Musikindustrie kommt, ein Feindbild. Weißt du, Leute pressen dir Sachen und bezahlen dich dafür. Ja, ja, klar. Aber komm, hey, gehen wir wieder zurück. Wir sind ein bisschen abgeschwiffen, aber weil wir einfach Plattenliebhaber sind.

Axel14:17

Und weil wir davon auch gemerkt haben, dass das nicht alle Leute wissen. Das müssen wir auch dazu sagen.

Axel14:22

Also wie das jetzt zusammenhängt. Also insofern. Ja, also nach Rammstein würde ich sagen, gehen wir mal zu Jethro Tull. Genau. Sieht man nämlich nicht. Deshalb normalerweise steht's groß drauf. Hier muss man genau hingucken.

Frank14:37

Ja, muss man genau hingucken. Kenner wissen natürlich, Thick as a Brick, so heißt das Album. Ein Album, wo nur ein Song drauf ist. Thick as a Brick. Es geht wirklich 45 Minuten A-Seite, B-Seite. Es ist ein Konzeptalbum. Ist eh ein absoluter Hammer, weißt du. So ein Meisterwerk aus den 70ern. Jethro Tull, englische Progband. Aber wir sind ja heute bei Covers. Und was hier dieses Cover so außergewöhnlich macht, das ist diese Zeitungsoptik. Aber in echt. Und das ist bei ganz vielen Platten, wenn wir über so Gimmicks sprechen, dann war das immer nur die erste Edition oder ganz am Anfang, wenn die Platte rausgekommen ist. Später ist es dann nicht mehr so. Aber bei der ersten Veröffentlichung, da war tatsächlich nicht nur diese Zeitung hier abgebildet, sondern es war eine richtige Zeitung mit 12 Seiten, war dort vorne drauf. Du konntest es so aufklappen und dann hast du so eine Art Zeitungsformat und konntest dann 12 Seiten Zeitung lesen. Und das ist eine fiktive Zeitung, der Sandsleaf Chronicle. Und dieses Album ist ein Konzeptalbum. Da geht es um eine fiktive Figur namens Bosdog. Das ist dieser Junge hier, irgendwie so ein Wunderkind. Will ich gar nicht genau drauf eingehen, das ist ein großes Thema so. Aber die haben dann rund um diese Story von diesem Bosdog, von diesem Jungen, haben die diese Zeitung konzipiert, dass es da irgendeinen Skandal gab eben in irgend so einer, das ist so eine englische Landzeitung. Da sind dann in dieser Zeitung drin Sportberichte von irgendeiner Amateurliga, da sind so vom Kaninchenzüchterverein, wie halt so eine Lokalplatte halt ist. Und das haben die alles selber gemacht. Jeder Artikel dort drin, den haben Ian Anderson und die anderen Bandmitglieder selber geschrieben. Unter anderem ist der komplette Text von der Platte drin und es ist eine sehr textreiche Platte, viele, viele Lyrics. Ist auch in einem Artikel alles drin verwoben und das ist großartig. Das macht einfach richtig Spaß, wenn du so original die ganze Zeitung durchgehst. Ich weiß nicht, wenn ich mich recht erinnere, war da sogar irgendein Rätsel drin, was du lösen kannst und so. Total cool. Und am Ende des Tages hat dann Ian Anderson, also der Frontman von denen, gesagt, der hat gesagt: Am Ende war es mehr Aufwand, das Cover zu machen, als die Platte aufzunehmen. Und das will was heißen, weil das ist hochkomplexe Musik, wo man sich eh denkt: Boah, da haben die bestimmt lange proben müssen, bis das sitzt. Also es ist unglaublich, wenn du dir das anhörst. Thick as a Brick. Aber das Cover zu machen, war noch mehr Aufwand. Und hey, wie viele Platten gibt es, wo das Cover noch wichtiger ist als die Produktion eigentlich?

Axel16:52

Selbst das ist eigentlich schon eine Ausnahme deshalb, weil das Markenzeichen von Jethro Tull ist eigentlich gar nicht dabei. Man sieht es nicht. Normalerweise lebt es ja davon, dass der Anderson steht dann ja meist auf einem Bein und hat dann seine Querflöte da. Das war das Aushängeschild. Und mich hat gewundert, dass sie da den Schritt gemacht haben, weil so kannst du eigentlich, du musst schon genau hingucken auch noch. Fällt natürlich auch trotzdem auf und diese Story ist natürlich wieder für die Presse gut, aber es fehlt das, was Jethro Tull eigentlich ausmacht. Das ist nicht dabei.

Frank17:24

Das stimmt und das ist wirklich so eine ganz typische Pose, die der hat. Jeder kennt es sofort. So eine Anspielung auch auf so einen mittelalterlichen Spielmann mit Flöte, so ein bisschen was Narrenhaftes auch. Großartig. Das war, was Anderson auch immer auf der Bühne gemacht hat. Aber tatsächlich, wenn ich so drüber nachdenke, über die großen Jethro-Tull-Platten, da ist es nicht immer drauf. Der Vorläufer von dem ist auch eine Hammerplatte, Aqualung.

Axel17:45

Da ist auch nicht so diese Pose von ihm drauf.

Frank17:48

Und dann hätte ich noch, was mir spontan einfällt, Songs From the Wood, auch sehr schön. Das ist auch nicht so. Also tatsächlich haben die das gar nicht so oft als Cover genutzt, dieses Meme. Weil es hat sich erst im Nachhinein dann so entwickelt, dass das das Meme eigentlich ist für Jethro Tull, fast wie so ein Logo. Der Typ halt in dieser Pose.

Axel18:05

Also das ist so hängen geblieben. Vielleicht auch, weil man auch mal hier und da den nochmal on stage gesehen hat. Dann kommt sowas natürlich auch noch mal hinzu. Also für mich war das so, habe ich ihn so eigentlich auch in Erinnerung, deshalb.

Frank18:15

Ja, Aqualung, der Vorgänger, war übrigens auch schönes Cover. Werden wir vielleicht in einer zukünftigen Folge bringen. Aber ja, heute wollten wir euch das zeigen hier mit dieser Zeitung. Auch begehrtes Sammlerstück natürlich, wenn du da die Originalplatte aus den 70ern hast mit der Zeitung noch mit allen 12 Seiten und so. Das ist nicht mehr nice price. Großartig, Jethro Tull.

Axel18:33

Genau, wir gucken jetzt mal in eine andere Richtung. Ab und zu haben wir auch mal was Deutsches dabei. Hier in dem Falle Udo Lindenberg. Ja, der Punkt ist der, bei Udo, da geht's nicht ohne. Also mir ist zumindest keins bekannt, wo er nicht vorn drauf ist. Wird's wahrscheinlich doch geben, aber es ist Standard, dass er mit dabei ist. Also das ist ein ganz wichtiger Punkt. Also hier haben wir jetzt den bei Pompös, ein relativ frühes Album, wie man auch wahrscheinlich unschwer annehmen kann.

Frank19:03

Hat auch richtig volles Haar, muss dann nicht mal Hut tragen wie wir.

Axel19:06

Genau, ein Ohne-Hut-Cover. Ja, also das will was heißen. Was sehr Spezielles und auch hier vielleicht und da auch ein bisschen gewagt. Er darf also an Stellen greifen, die—

Frank19:16

Na gut. Das ist so beim Tanzen, dachte ich mal.

Axel19:18

Ja, aber doch nicht in—

Frank19:19

Ach so, wusste ich nicht. Kommt auf das Kleid drauf an. Natürlich ist die Hand da einfach gelandet. Der hat das nicht mit Absicht gemacht. Der hatte seine Hand da oben und dann rutscht die auf einmal da runter.

Axel19:28

Keiner weiß warum. Okay, also wie gesagt, und er hat ja hier auch noch das Panikorchester. Damals war das ja noch für ihn relativ wichtig, sozusagen. Deshalb hat er es hier auch noch mal sehr groß rausgestellt. Ich kann noch mal vielleicht ganz kurz erwähnen, dass ich ja mit ihm zusammengearbeitet habe für einen Song, König von Scheißegalien. Da muss ich sagen, war es allerdings tatsächlich so, dass er nicht als Fotografie auf dem Cover war, sondern halt eben als Zeichnung, relativ einfach gemacht sozusagen. Aber halt so sein Stil, passt schon. Und König von Scheißegalien, ja, da wollte er sich wahrscheinlich nicht selbst die Krone aufsetzen, da es ein bisschen zu weit geht. Also hat er sich wahrscheinlich eher deshalb dafür entschieden, okay, da haben wir eigentlich jemanden, einen guten Zeichner, der das machen kann.

Frank20:12

Es ist ein sehr cooles Cover. Am Ende kann man sagen, wir haben wahrscheinlich schon spektakulärere Covers hier vorgestellt als das hier. Aber um was es ja hier geht, ist eben, wie du es auch eben gezeigt hast, bei manchen ist der Typ selber schon das Meme, wie wir heute sagen würden. Der ist die Ikone und das ist die Cover-Art, der Typ selbst. Bei anderen Covers, die wir ja auch vorgestellt haben, ist vielleicht die Band gar nicht zu sehen. Wir haben ja schon über Platten gesprochen, wo noch nicht mal draufsteht, von welcher Band das ist. Also da versucht man dann mit einer anderen Strategie, eher so geheimnisvoll und so. Ich meine, dass den Zuschauer, den Käufer, dass das den irgendwie anregt zu gucken, nachzuforschen. Was ist das? Bei Lindenberg war es eher schon immer so, Udo ist der Typus, also der ist eine Ikone, so egal ob man den mag oder nicht, aber jeder erkennt den so. Zum Teil brauchst du nur eine Silhouette mit Hut, da brauche ich nicht mal das Gesicht sehen. Jeder weiß, wer das ist. Hut und diese langen Haare, das ist Udo.

Axel21:02

Ja, ja, gut. Wir haben noch einen weiteren, der in eine ganz andere Ecke ging. Ja, eins haben wir noch, und das ist hier Camel. Das ist auch so, Leute sind ja früher ins Plattengeschäft gegangen. Also das ist meistens so, man hat sich so eingeschwungen auf bestimmte Plattenläden, wo es die Sachen gab, und dann bist du durch die Neuerscheinungen durchgegangen. Und wenn dann so was aufgetaucht ist, hä, was? Ja klar, die Truppe Camel war schon vorher bekannt. Das ist nicht ihr erstes Album. Und deshalb kannten sie die. Und eigentlich passt es super dazu, das jetzt sozusagen mit zu adaptieren.

Frank21:40

Tatsächlich, Axel, ist es so. Ich habe die Band, ich kannte die Band nicht. Ich kannte erst das Cover und dann die Band. Es war wirklich so. Ich bin durch das Cover auf die Band erst aufmerksam geworden. Ich meine, hey, ich habe ja nicht original, in den 70ern, da war ich ein Kleinkind. Aber dann später, ich habe in meinem Leben viel Zeit verbracht in Plattenläden, schon als Kind in großen Plattenläden, aber auch dann Und selbst heute kann es mal vorkommen, wenn ich am Flohmarkt irgendwo rumlaufe und ich sehe Platten, da kann ich nicht vorbeigehen. Ich schaue dann immer nach, auch wenn die Chance gering ist, dass man da irgendwie so eine richtig tolle Platte rauszieht. Aber ich mache das immer so. Und auch auf Plattenbörsen war ich schon oft in meinem Leben, wo Gebrauchtplatten, wo Plattenhändler einfach kommen, wie so Messen oder so was. Und es ist wirklich so, du wühlst da so durch Platten und dann, wenn du auf die Platte stößt, hältst du erst mal an, die holst du erst mal raus.

Frank22:25

Oh, das ist ja cool. Und dann schaust du mal, ah hey, Anfang der 70er, und dann gewinnt diese Platte auf einmal mal dann an Bedeutung. Ich selber, weißt du, zum einen bin ich Raucher, fangt das Rauchen nicht an, wir sind Gesundheitskanal, aber ich fand schon immer das Design von dieser Camel-Packung, fand ich schon immer cool. Ich finde den Schriftzug, wie er gemacht ist, cool. Ich finde dieses Kamel-Thema, ich finde es total stark. Selbst so diese, wie die Seitendesigns. Ich habe schon immer Camel cool gefunden, so als Design einfach so. Und daraus dann eben so ein Plattencover zu machen, Großartig. Hier halt noch so mit diesem bisschen Täuschung, weil das Album heißt ja hier Mirage und das ist ja sowas wie eine Fata Morgana, weißt du, wie so eine Luftspiegelung, die Dinge verschwinden. Großartiges Cover, ein absoluter Hingucker, eben auch in der Größe. Und wir haben es ja schön hier im Originalformat sehen, wenn du das Ding siehst, das fängt deine Aufmerksamkeit. Und das ist natürlich genau das, was du als Cover Artist willst, dass der Mensch sofort aufmerksam wird auf die Platte.

Axel23:25

Also was man noch unbedingt erwähnen sollte, ist eigentlich, es ist ein Wunder. Normalerweise ist das nicht so ohne, weil die Camel ist eine Marke und die könnten das als Markenverletzung sehen. Ja, also das ist, das darf man nicht ganz außer Acht lassen. Ja, also wir haben da schon, das wundert mich. Also heute bin ich mir relativ sicher, die würden es nicht zulassen, auch weil das ist natürlich ein Image, was die Gruppe hat. Ja, die wären schon wahrscheinlich sauer genug, dass da jemand sich so nennt, was natürlich klar ist. Das dürfen sie natürlich, weil Camel ist Camel. Ja. Also insofern haben sie damit eigentlich eine Markenrechtsverletzung, wenn du so willst. Ja, übertrieben gesagt. Also insofern haben sie vielleicht auch deshalb noch was dran gemacht. Und natürlich, wir dürfen nicht vergessen, das Format einer Zigarettenschachtel ist auch anders. Ja, da hast du also ein paar gute Gründe. Und hier steht der Name so. Okay, aber dennoch, das ist eine klare Anspielung. Jeder sieht es natürlich. Und das ist ja auch der Grund, das zu machen.

Frank24:18

Du hast völlig recht. Das ist mir auch mal aufgefallen, ob das Camel recht war. Aber vielleicht war es ihnen auch einfach recht. Vielleicht haben sie es einfach als Werbung gesehen. Vielleicht denken sie sogar: Hey, wie cool ist unsere Marke, dass unsere Marke so eine Strahlkraft hat, dass sogar Rockbands sich an uns orientieren und nicht umgekehrt. Vielleicht auch dann vielleicht ein positiver Werbefaktor.

Axel24:33

Ganz genau. Ja, und von solchen Covern gibt es ja noch zig andere Cover und die gucken wir uns das nächste Mal an.

Frank24:41

Ja, und damit, liebe Musikfreunde, sind wir schon wieder durch für heute. Wir haben natürlich noch unglaublich viel mehr. Es gibt so viele großartige Plattencovers oder auch provozierende Plattencovers, Plattencovers, über die es sich einfach zu reden lohnt. Wenn euch noch welche einfallen, wenn eure Lieblingsplatte hier noch nicht genannt wurde, schreibt sie einfach rein in die Kommentare. Wir lesen es durch und vielleicht bekommen wir auch die eine oder andere Anregung, was wir noch nicht auf unserer Liste haben. Aber unsere Liste, was noch kommen wird, ist groß. Deswegen bleibt dran, hypet den Kanal, abonnieren, Daumen hoch und bleibt dran beim nächsten Mal, wenn es wieder heißt FRAX Music. FRAX Music!