Mike Bloomfield: Bob Dylan, East-West & Super Session
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Plötzlich wurde mir klar, dass der Name verkauft wurde. Der Hype wurde verkauft. Die Leute beklatschten den Götzendienst. Das Rock-Star-Mäntelchen hängt nicht leicht auf meinen Schultern. Denn ich bin einfach ein Mensch. Mein Gott, ich bin einfach ein Mensch, mit allen Macken, die jeder andere auch hat.
Zusammenfassung
In dieser Folge von FRAX Music taucht Frank tief in die Musikgeschichte der 1960er Jahre ein und widmet sich einer oft unterschätzten, aber einflussreichen Figur: Mike Bloomfield. Als Gitarrist aus Chicago war Bloomfield ein Schlüsselfigur in der Transformation des Blues zum Rock und prägte maßgeblich die Entwicklung der modernen Rockmusik. Frank zeichnet den Weg Bloomfields nach – von seinen Anfängen in der Chicagoer Blues-Szene, wo er sich als weißer Musiker in einer von Schwarzen dominierten Musiklandschaft durchsetzen musste, bis hin zu seinen bahnbrechenden Beiträgen mit der Paul Butterfield Blues Band.
Ein zentrales Ereignis ist Bob Dylans elektrischer Auftritt beim Newport Folk Festival 1965, bei dem Bloomfield als Gitarrist mit auf der Bühne stand. Dieser Moment gilt als Geburtsstunde der Rockmusik und markiert einen Wendepunkt, an dem Folk und Blues mit elektrischen Instrumenten verschmolzen. Nach diesem legendären Auftritt kehrte Bloomfield nach Chicago zurück und nahm mit der Paul Butterfield Blues Band das Album 'East-West' auf. Dieses Werk ist ein Meilenstein, weil es erstmals lange, improvisierte Jam-Sessions und Einflüsse aus der indischen Musik in den amerikanischen Blues und Rock einbrachte. Besonders die Tracks 'East-West' und 'Work Song' zeigen, wie sich die Musik von traditionellen Songstrukturen löste und Raum für Virtuosität und Experimentierfreude schuf.
Frank beleuchtet auch die kulturelle Dynamik der damaligen Zeit: In den Clubs der South Side Chicagos mussten weiße Musiker wie Bloomfield außergewöhnlich gut sein, um akzeptiert zu werden. Unterstützung erhielt er von Bluesgrößen wie Muddy Waters und B.B. King, die sein Talent erkannten und förderten. Bloomfields Spiel zeichnete sich durch einen klaren, unverfälschten Sound und eine enorme Ausdruckskraft aus – Eigenschaften, die ihn zu einem Vorbild für viele spätere Gitarristen machten.
Ein weiteres Highlight der Folge ist Bloomfields Mitwirkung an der 'Super Session' von 1968, einem der ersten Supergroup-Alben der Rockgeschichte. Zusammen mit Al Kooper und Stephen Stills zeigte Bloomfield hier erneut seine Vielseitigkeit und seinen Einfluss auf den Bluesrock. Frank macht deutlich, dass Bloomfields Werk zwar nie große Chart-Erfolge feierte, aber für Musiker und Musikliebhaber bis heute von enormer Bedeutung ist. Die Folge lädt dazu ein, die Musik von Mike Bloomfield neu zu entdecken und seinen Beitrag zur Rockgeschichte zu würdigen.
Hintergrund & Kontext
Die 1960er Jahre waren eine Zeit des Umbruchs in der amerikanischen Musiklandschaft. Während der Blues in den Clubs von Chicago seine Blütezeit erlebte, begannen junge Musiker, die traditionellen Grenzen des Genres zu sprengen. Der sogenannte Chicago Blues, geprägt von elektrischen Gitarren, Bass und Schlagzeug, wurde zum Vorbild für viele britische und amerikanische Bands, die später den Rock revolutionierten.
Mike Bloomfield war Teil einer Generation weißer Musiker, die sich intensiv mit afroamerikanischer Musik auseinandersetzten und deren Einflüsse in neue Richtungen weiterentwickelten. In einer Ära, in der Rassentrennung noch Alltag war, mussten sie sich in der Szene Respekt erarbeiten – oft durch außergewöhnliche musikalische Fähigkeiten. Die Integration von Elementen aus der indischen Musik, wie sie auf 'East-West' zu hören ist, spiegelte den Zeitgeist der 1960er Jahre wider: Offenheit für neue Kulturen, Experimente mit psychedelischen Klängen und die Suche nach spiritueller Tiefe.
Das Album 'East-West' beeinflusste nicht nur amerikanische Bands, sondern auch die britische Rockszene. Musiker wie Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page griffen die Idee langer Improvisationen und genreübergreifender Fusionen auf. Die 'Super Session' wiederum war ein Vorläufer für spätere Supergroups und zeigte, wie Musiker aus unterschiedlichen Bands gemeinsam neue Klangwelten erschaffen konnten. Bloomfields Vermächtnis lebt in der Virtuosität und Experimentierfreude vieler moderner Gitarristen weiter.
Häufige Fragen
Wer war Mike Bloomfield und warum ist er wichtig für die Rockmusik?
Mike Bloomfield war ein US-amerikanischer Gitarrist aus Chicago, der in den 1960er Jahren maßgeblich zur Entwicklung des modernen Rock beitrug. Er spielte eine zentrale Rolle bei Bob Dylans legendärem Newport-Auftritt 1965 und prägte mit der Paul Butterfield Blues Band und dem Album 'East-West' den Übergang vom Blues zum Rock.
Was ist das Besondere am Album 'East-West' der Paul Butterfield Blues Band?
'East-West' von 1966 gilt als Meilenstein, weil es erstmals lange, improvisierte Jam-Sessions und Einflüsse indischer Musik in den amerikanischen Blues und Rock einbrachte. Die Tracks 'East-West' und 'Work Song' sind Paradebeispiele für diese Innovation.
Welche Rolle spielte Mike Bloomfield bei Bob Dylans Newport Folk Festival 1965?
Mike Bloomfield war Gitarrist der Begleitband, als Bob Dylan erstmals elektrisch auftrat. Dieser Auftritt markiert einen Wendepunkt in der Musikgeschichte und leitete die Ära der Rockmusik ein.
Was ist die 'Super Session' und warum ist sie legendär?
Die 'Super Session' ist ein 1968 erschienenes Album, auf dem Mike Bloomfield zusammen mit Al Kooper und Stephen Stills spielte. Es gilt als eines der ersten Supergroup-Projekte und zeigt Bloomfields Vielseitigkeit und Einfluss auf den Bluesrock.
Wie beeinflusste der Chicago Blues die Entwicklung der Rockmusik?
Der Chicago Blues brachte elektrische Instrumente, längere Songstrukturen und Virtuosität ins Spiel. Musiker wie Mike Bloomfield übertrugen diese Elemente in den Rock und inspirierten spätere Bands wie Grateful Dead und Jefferson Airplane.
Gesprächs-Transkript
Hey Leute, willkommen zu einer weiteren Ausgabe von FRAX Music. Heute ich, Frank, hier wieder solo für euch am Start und ja, ich habe wieder ein bisschen Musikgeschichte für euch am Start. Und es geht wieder um das Jahr 1966, heute vor 60 Jahren, weil in diesem Jahr 1966 halt so viele Dinge passiert sind gleichzeitig, die die Rockmusik als Genre gegründet haben, manifestiert haben, definiert haben. Und das ist einmal ein so großer Impact auf die Musik, dass Virtuosität von Instrumentalisten auf einmal so in den Vordergrund gekommen ist. Die Gitarrenhelden, Gitarrengötter wurden geboren. Und da sind wir ein super spannendes Zeitfenster zwischen 65, 65, 66, ja, kannst du eigentlich die ganzen 60er nehmen. Diese Entstehung von Rockmusik, das ist, was ich euch heute was erzählen will. Und da gibt es natürlich ganz viele Schauplätze. Es ist nicht ein Einziger, der die Rockmusik erfunden hat, oder eine Band oder eine Platte oder so was, sondern da gibt es mehrere Dinge, die zeitgleich passiert sind in diesem Fenster. Dinge in England, Dinge in Amerika, an unterschiedlichen Orten, unterschiedliche Musiker. Und heute möchte ich über einen Gitarristen sprechen. Der nicht underrated ist, weil in der Musikszene, in der Rockszene gerade damals war der extrem einflussreich. Die Leute wussten, wer das ist. Aber so ein Name, den die meisten vielleicht gar nicht auf dem Schirm haben, obwohl er, ja, ich würde sagen, einer der absolut talentiertesten Gitarristen war, die die 60er Jahre hervorgebracht haben, nämlich Mike Bloomfield, Gitarrist aus Chicago. Und über den wird es hier gehen, weil der hat auch eine entscheidende Rolle dabei in der Entstehung von dem, was Rockmusik ist. Und wenn es um Rockmusik geht und ihr schaut so nach, wo kam das her, dann wird auch immer die Story erzählt von Bob Dylans Performance auf dem Newport Folk Festival 1965. Folk war damals so die starke Szene in New York und Dylan ist 1965 auf diesem Folk Festival das erste Mal elektrisch geworden, hat also seine Musik nicht mehr nur selber gespielt auf einer Akustikgitarre, sondern hat eine Band auf einmal gehabt. Und diese Band Ich weiß nicht, ob das ein relativ spontaner Entschluss war, glaube ich nicht, aber jedenfalls hatte Dylan nicht eine eigene Band schon am Start, sondern er hatte dann als Musiker die Jungs von der The Paul Butterfield Blues Band aus Chicago. Und da war eben Mike Bloomfield Gitarrist. Und so ist er da der Gitarrist geworden. Und wir haben auch ein Bild davon hier, wo er auf dem Newport Festival zusammen mit Dylan spielt. Das gilt mit als Geburtsstunde von Rockmusik. Und jetzt dieser Mike Bloomfield, als der dann nach dieser Phase hier mit Dylan, und der war jetzt nie Teil der Band von Dylan, aber die haben halt da eben das Ding hier losgeschoben. Danach ist er wieder nach Chicago und dann hat diese Band halt ein Album aufgenommen, das heißt East-West. Und das gilt als eines der ersten Alben der Rockmusik. Aber hey, bevor wir zu East-West kommen, lass uns erstmal nochmal gucken, dieser Mike Bloomfield, so ein bisschen auf die in seine Vergangenheit. Geboren in Chicago in einer jüdischen Familie als Weißbrot in Chicago, was schon in den 50ern, wahrscheinlich schon Ende der 40er, ich glaube, es ging vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg los, wo irgendwie innerhalb von Amerika auch so große, viele Leute, viele Schwarze so aus den Südstaaten in die großen Städte im Norden sind. Und ab da, Ende der 40er, Anfang 50er, hat in Chicago so der Blues war Chicago ein Epizentrum des Blues, spezifischer vom Electric Blues, womit E-Gitarren gespielt wurde. Tatsächlich ist so dieses Line-up auf einer Bühne, dass dann Schlagzeuger steht und jemand am Bass und ein, zwei Gitarristen, Mikrofon vielleicht noch, jemand am Piano, dieses typische Line-up von Livemusik, ey, das hat eigentlich zuerst, haben das diese Chicago Blueser gehabt, da so ein Line-up. Aber das nur so am Rande. Das ist das Milieu Chicago, dort in der, ich glaube, das war die South Side, dieser Stadtteil, das war das Epizentrum des Blues. Manchmal sogar noch zu sehen, oder zu sehen noch in, kennt The Blues Brothers in dem Film. Maxwell Street gibt es heute gar nicht mehr, heute gentrifiziert, aber damals war das so ein Epizentrum schwarzer Musik über Jahrzehnte hinweg. Und in diesem, in dieses Milieu sozusagen ist Mike Bloomfield reingekommen. Und jetzt war es für, wenn du, wenn jetzt kein Schwarzer warst, war das super schwierig, dort auch in kleineren Clubs irgendwie auf die Bühne zu kommen. Du musstest einfach saugut sein, du musstest echt einen hohen Standard haben musikalisch. Wenn du als weißer Musiker in diesen schwarzen dominierten Bluesclubs irgendwie auch nur die Bühnenreife sozusagen bekommst. Das ist wie wenn du zum Golfspielen gehst, musst du auch so eine Platzreife haben. So war das da ungefähr. Und tatsächlich war ja in den frühen 60ern, oder das wurde auch noch später ausgetragen, aber es gab ja viele Schwarze, die auch gesagt haben, hey, den Blues kannst du nur spielen, wenn du schwarz bist. Weil es eben so diese Leidensgeschichte auch ist und diese Gefühle kannst du nur haben, wenn du schwarz bist. Und Mike Bloomfield ist einer der ersten, die gezeigt haben, dass es nicht stimmt, dass es so nicht ist. Witzigerweise hat Mike Bloomfield dann gesagt, hey, ich als Jude, ich habe diesen inneren Schmerz aufgrund von Tausenden von Jahren Geschichte, jüdischer Geschichte. Was in meinen Augen auch nicht richtig ist, weil, hey, komm, wir haben ja dann genau gesehen, dass da in den 60ern auch aus England großartige Gitarristen gekommen sind. Im Grunde aber was ganz Schönes, dass einfach in der Musik das gar keine wirkliche Rolle spielt, weil die Gefühle, die haben wir alle in uns drin. Aber hey, zurück in dieses Chicago Anfang der 60er. Da war Mike Bloomfield und auch ein paar andere weiße Musiker waren Blues-Enthusiasten und die mussten eben richtig gut sein. Weiteres Gitarrenbeispiel möchte ich noch nennen: Terry Kath, Gitarrist von der Band Chicago, die auch aus Chicago kam. Für mich auch einer der besten Gitarristen in den 60ern und frühen 70ern, in dieser so Zeit, wo es so viele großartige Gitarristen gab. Aber das sind so Namen, die hat man oft gar nicht auf dem Schirm. Eben Chicago, da musstest du richtig gut sein. Und der Paul Butterfield, nach dem die Band benannt ist, das war auch so ein junger weißer Musiker, der Mouthharpe spielte. Und die haben sich dort in dieser Southside-Szene so kennengelernt. Und ja, obwohl es eben diese Vorbehalte gab am Anfang gegenüber diesen jungen weißen Musikern, was machen die in unseren Clubs, hat man gerade bei Mike Bloomfield sehr schnell halt dieses unglaubliche Talent gesehen. Und es waren dann absolute Bluesgrößen wie B.B. King oder noch mehr Muddy Waters, die diesen Jungen protegiert haben, weil die sofort gesehen und gefühlt und vor allem gehört haben, ey, der Typ hat ein unfassbares Talent fürs Gitarrespielen, für den Blues. Der hat auch nie wie andere Gitarristen dann in der Zeit großartig mit Effekten gearbeitet, Distortion, so, so, sondern einfach nur so einen ganz cleanen Sound, so Jede Saite, die er spielt, hörst du. Und ey, die haben gleich gehört, der Mann ist super. Und tatsächlich, Muddy Waters wurde wie so eine Art Yoda, Blues-Yoda für den jungen Mike Bloomfield, hat den protegiert, hat dem Playtime gegeben. Und so ist dann diese Band eben entstanden, die Paul Butterfield Blues Band. Und die haben eigentlich so straighten Chicago Blues gespielt und auch Rhythm and Blues, ein bisschen flottere Tracks auch und so, ja. Aber dann eben mit diesem Album East-West Es ist glaube schon das zweite Album der Band, 1966 aufgenommen, nachdem eben die Jungs auch schon mit Bob Dylan gespielt haben und das eben in der Luft lag, dass sich diese Musik jetzt so verändert, das was Neues kommt, das was wir heute Rockmusik nennen. Das haben die halt so gespürt. Und wir haben hier, hier geht es um die Transformation sozusagen von reinem Blues, Electric Blues hin zu Rockmusik. Was ist der Unterschied? Schon mal die Länge der Stücke. Das Songwriting, das Komponieren, das freie Jammen. Klar, beim Blues ist auch schon das Solo wichtig. Aber wenn du so die Aufnahmen hörst von Muddy Waters oder John Lee Hooker aus jener Zeit, dann sind es meistens relativ kurze Songs auch und so. Aber was Bloomfield reingebracht hat in diese Band, das ist eben, dass man die Musik mal frei macht, dass man sie lang macht. Und hey, jetzt müssen wir gerade bei diesem Album East-West, wie der Titel schon sagt, East-West, noch eine weitere wichtige Zutat geben in der Entstehung der Rockmusik. Was es tatsächlich auch gebraucht hat, war so eine kleine Brise indischer Musik. No shit, indische Musik. Weil Mike Bloomfield, der hat da eben dann auch mal so, so Ragas gehört oder so, so indische Musik, Instrumentalmusik. Und die ist halt einfach mal viel länger, die ist eben ein anderes Format, die ist rausgelöst aus dieser Idee Strophe, Strophe, Solo und so, halt dieses übliche Songwriting, sondern jetzt geht's darum zu jammen. Mal über mehrere Minuten einfach eine Virtuosität an dem Instrument zu zeigen, genauso wie so ein indischer Sitar-Spieler. Und ist tatsächlich so, Mike Bloomfield hat da direkt Inspiration rausgezogen. Und deswegen heißt das Album auch East West, weil eben mindestens 2 Tracks auf diesem Album drauf sind, die eben nicht Blues sind, sondern die zum Teil auch musikalisch so mit so Halbtönen gehen, so ein bisschen sein Gitarrenspiel hat das auch manchmal so an Nee, nicht antizipiert, aufgegriffen. So diese indische Art, Musik zu machen, so die Harmonien, und vor allem eben aber das auszudehnen, zu jammen. Und diese Paul Butterfield Blues Band, hey, die war auch so voller Talent. Es ist ja nicht nur Mike Bloomfield dort, die hatten noch einen zweiten Gitarristen, Elvin Bishop. Beide Gitarristen waren auf gleicher Höhe und die haben unglaublich cool zusammengespielt. Die haben sich manchmal die Soli abgewechselt, manchmal aber auch dann eben gemeinsam gespielt, haben super harmoniert. Heute fokussiere ich mich aber hier auf Mike Bloomfield. Und ich habe ja sogar noch hier, guck mal, ich habe so eine kleine Replika hier am Start, die zeige ich euch nur, weil auf der Rückseite, das ist so eine Replika von dem originalen Album, da war es natürlich ein bisschen größer, aber da unten bei den Songs, gerade bei den 2 langen Songs, und das, der eine heißt Work Song und der andere heißt wie das Album East West, da steht dann sogar noch so genau die Reihenfolge der Soli. Das war denen wichtig. Ah ja, das ist Alvin Bishop an der Gitarre, Soli, da spielen wir ein bisschen zusammen, oder es kommt mal noch ein Butterfield-Harpsolo. Das ist hier Mike Bloomfield Solo, das war denen so wichtig. Großartig. Und man kann es auch tatsächlich hören, wenn ihr diese Tracks mal hört, die haben ein bisschen unterschiedliche Stile. So, naja, und dann haben die eben dieses Album aufgenommen. Und die beiden genannten Tracks, das sind meines Wissens nach— und hey, schreibt es in die Kommentare, wenn ihr da noch bessere Beispiele findet, ich bin auch nicht der, der alles weiß, sondern ich liebe diese Stories. Und gerade diese Entstehung von Rock, da gibt's viele Facetten und man kann die unterschiedlich gewichten. Aber meines Wissens nach Sind das die ersten Songs, auf jeden Fall in Amerika, die in diese langen Jams gehen? Und überleg mal, was dann in den Jahren danach passiert ist an der West Coast, wo dann diese ganzen Hippie-Bands in Anführungszeichen diese langen Jams zu einem Markenzeichen gemacht haben, zu dem, was man Acid Rock nennt. Jefferson Airplane, wenn die live gespielt haben, die Grateful Dead. Es wurde ständig, wurden diese Tracks länger und länger. Jam Session, das verlangt aber natürlich eine hohe Virtuosität, weil sonst wird es einfach langweilig. Wenn du jetzt nichts zeigen kannst an Instrument, dann brauchst du auch nicht 5 Minuten Solo spielen, ne. Aber das hat tatsächlich angefangen mit diesem East West. Das ist nie ein Riesen-Hit-Album geworden, aber das ist eins von diesen Musicians-Musician-Alben oder sowas. Das ist, was andere Musiker gehört haben und einfach on fire waren. Ey, boah, wie spielen die! Und was aber gleichzeitig auch eben so dieser Druck war, ey, du musst an deinem Instrument wirklich saugut sein, um diese freie Rockmusik spielen zu können, ne. Und ich habe euch mal so ein kleines Soundbeispiel mal mitgebracht. Der Track East West, der geht über 13 Minuten. Das war damals absolut formatsprengend, aber es war eben so eine kleine Rockrager. Auch Percussion, by the way, wenn an manchen Stellen, ist auch völlig ungewöhnlich für den Blues, ja. Sondern das hat man sich eben inspirieren lassen von orientalischer Musik. Ich möchte jetzt noch nicht so weit gehen und sagen, das ist so eine Art Weltmusik, weil der Begriff, der kam da erst viel später auf. Aber wie gesagt, dieses Indische, das hat so eine wichtige Prise dem Ganzen gegeben für dieses, für diese Idee zu jammen. Und ja, ich habe ja mal so ein paar Takte, können wir mal kurz reinhören, nur um so eine Impression zu bekommen, von was wir überhaupt reden. East West. Oh Mann, Hammer! Die beiden Gitarristen Elvin Bishop und Mike Bloomfield am Start. Ja, damit, mit dem Album war wirklich ein Riesenschritt gemacht. Da, das war echt was Neues. Und das ist nie groß in die Charts gekommen, klar, es ist zu speziell, aber wie gesagt, viele, viele Musiker haben das gehört. Und jetzt kommen wir noch zu einem zweiten Meilenstein an Alben, wo Mike Bloomfield mitgewirkt hat. Und das war nicht mit der Paul Butterfield Blues Band, sondern das war die berühmte Super Session, ein Album von 1968, wenn ich mich recht erinnere. Und das habe ich schon gekauft, als ich noch ganz jung war, so auf dem Flohmarkt mal irgendwie die erste Super Session. Das war eine Platte, die hat nicht mal eine Mark gekostet, 50 Pfennig damals. Und tatsächlich war die Platte schon so alt. Ich konnte immer nur die A-Seite hören, die B-Seite war irgendwie so zerkratzt, die konnte ich gar nicht hören. Interessant, denn A- und B-Seite auf dieser Super Session, die haben zwei unterschiedliche Geschichten, und die werde ich euch jetzt erzählen. Die Super Session, das ist von, von Al Kooper, der ist der Mann, der das zusammengebracht hat. Al Kooper ist Keyboarder gewesen, unter anderem von Blood, Sweat & Tears zum Beispiel. Das war der, der eigentlich Blood, Sweat and Tears gegründet hat. Und genau zu der Zeit, da war er schon raus bei Blood, Sweat and Tears, und also als freier Produzent gearbeitet, Sessionmusiker. Und der hat dann eben für 2 Tage ein Studio gebucht und ein paar Sessionmusiker, Drummer und jemand, der noch Bass spielt, um die Super Session aufzunehmen. Und da hat er sich gedacht, lädt er halt hier jemanden wie Mike Bloomfield ein und dann jammen die einfach mal. Weil eben ein Kooper auch schon gehört hat, was dieser Bloomfield mit diesem East-West-Album gemacht hat. Das hat ihn inspiriert. Bloomfield und der Al Kooper, by the way, die kannten sich auch schon vorher, denn auf dem schon erwähnten Newport Folk Festival von 1965, wo Bob Dylan elektrisch wurde, rate mal, wer dort am Keyboard gespielt hat? Na ja klar, Al Kooper. Alte Connections. Nun, diese Supersession, Mike Bloomfield ist gekommen und ich glaube, zu dem Zeitpunkt hat die Band, die Paul Butterfield Blues Band, ich glaube, da waren die gar nicht mehr in Chicago oder ich weiß nicht, ich glaube, der ist jetzt nicht von Chicago angereist, sondern ich glaube, die waren dann auch schon in Kalifornien, in Frisco, wenn ich mich recht erinnere. San Francisco war Mike Bloomfield da. Aber egal, bei dieser Super Session, Mike Bloomfield kommt und sie spielen einfach. Das zeigt auch diese Größe von denen, ne. Die haben manche Sachen direkt einfach komponiert aus der Session heraus, aus dem Jam heraus. Und das, was dort Mike Bloomfield spielt, das ist einfach so brillant. Es macht so Spaß, den Gitarre spielen zu hören. Der hat diesen klaren klaren Sound. Also der, da ist nichts verzerrt, ist wirklich Seite für Seite perfekt einfach. Und der, es kommt immer was Überraschendes bei dem. Also wirklich, Mike Bloomfield, mir macht es total Freude, es einfach zu hören. Und hey, ich habe mal ein paar Takte für euch da vom Albert Shuffle. Schau ich mal rein, mein Timecode. Ich, jede Sekunde ist dort eigentlich wertvoll, aber mal so, wo es ein bisschen typisch ist, hören wir mal rein bei dem Albert Shuffle. Von der Super Session. Ah, da will ich ja gar nicht mehr rausgehen aus diesem Anschnipsel, weil das so cool ist. Ich meine, ey, der Typ, wenn Gitarre spielt, ich, da ist das Gitarrespiel, das Solo von dem, und das ist, der spielt halt immer Solo, ja. Das ist wie eine Sprache. Manchmal höre ich, was der sagen will, oder ich fühle das irgendwie so. Das ist der Blues. Mike Bloomfield hier in dieser Super Session. Und ja, Albert Shuffle, ist auch schon so die Hommage drin natürlich an den großen Albert King, Bluesgitarrist. Und die haben hier ein paar Dinge vielleicht auch gecovert, aber halt einfach dieses freie Spiel, das war die Idee von, von der Super Session, ein Jam. Und auch das ist ein Meilensteinalbum. Das war übrigens auch super erfolgreich, aber auch das hat eben dann ganz ganz viel Einfluss genommen auf die Bands. Hey, das ist, was damals so der Zeitgeist war. Kannst du jammen? Lass uns jammen. Nicht jeder konnte das, weil Jammen heißt eben rausgehen aus diesen festen Strukturen, an denen man sich auch festhalten kann als Musiker, als Drummer zum Beispiel. Was mache ich denn, wenn die da so sind? Das konnte nicht jeder. Aber das ist eben so eine Schwelle, die dann viele große Musiker überschritten haben. Raus aus diesen engen Formaten. Spiel dich frei. Das war damals der Zeitgeist, ja. So ist dann dieser ganze Acid Rock gewesen. Manchmal werden die, wurden die Jams dann auch übertrieben, aber hey, ich meine, wir gucken einfach, wie die Musik entstanden ist, ja. Und ja, diese Super Session, der erste Tag war im Kasten. Aber jetzt kommen wir ein bisschen zu den Problemen von Mike Bloomfield. Einer von den Gründen, warum die meisten den gar nicht kennen, ist, weil der nur eine relativ kurze Karriere gehabt hat. Auf jeden Fall eine relativ kurze Karriere, wo er relevante Musik gemacht hat. Denn naja, wie viele andere große Genies in der Kunst hatte der schwere psychische Probleme, die sich dann gepaart haben mit schwerem Drogenmissbrauch. Was da Ursache und Wirkung ist, das ist da oft immer nicht ganz klar. Ich meine, vielleicht ist auch so ein unbewusster Versuch, seine eigenen Probleme irgendwie selbst zu therapieren. Die Drogen, die fahren halt manche Dinge runter und dann muss wieder irgendwas hochfahren. Da kommst du schnell in Teufels Küche. Und so ging es auch Mike Bloomfield. Und der hatte zu dem Zeitpunkt, wo die Super Session aufgenommen wurde, da hatte der schon schwere Probleme dieser Art. Unter anderem auch Schlaflosigkeit. Na ja, was dann jemals kam, dann so am nächsten Tag, als der zweite Tag der Super Session starten sollte. Hey, heute nehmen wir die B-Seite auf. Es ist doch alles da, die waren so gut. Einen Tag machen wir die A-Seite, morgen machen wir die B-Seite. Mike Bloomfield kommt nicht. Mike Bloomfield ist nicht zu erreichen. Mike Bloomfield ist tatsächlich dann über mehrere Tage verschollen gewesen, so irgendwie, keine Ahnung, lost in LA, abgetaucht in Ghosting, Ghosting the Streets. Und ja, was hat dann, was hat dann Al Kooper gemacht? Ja, kein Problem, okay, kommt der Mike nicht, rufe ich einen anderen an. Messerhammer angerufen, Steven Stills angerufen. Gitarrist unter anderem Crosby, Stills, Nash & Young, einer der ganz Großen auch. Ruf den halt an, sag, hey, wie sieht's aus, kommst du mal rum? Ich habe hier Studio, ein paar Session-Musiker am Start. Ja klar. Und es ist auch so krass, diese B-Seite, die ich dann erst Jahre später gehört habe. Ja, das Schicksal wollte, dass ich mich auf den Mike Bloomfield hier fokussiere, sich das höre, obwohl ich riesen Stevie-Stills-Fan auch bin, keine Frage. Aber Jahre später habe ich dann erst die B-Seite entdeckt, die auch super cool ist. Legendär natürlich Season of the Witch, so als kleiner Anspieltipp. Ein Song von Donovan eigentlich, aber ey, auf der Super Session geht das Ding über 10 Minuten. Herrlich. Aber ja, Mike Bloomfield wurde halt immer dann immer unzuverlässiger. Er hat sich dann auch von der Paul Butterfield Blues Band getrennt, oder ich weiß gar nicht, ob sich die Band aufgelöst hat. Jedenfalls war deren Zeit halt vorbei. Und Mike Bloomfield, das ist so faszinierend, in dem ist schon so eine musikalische Vision auch entstanden, wohin es geht. Und das hat sogar noch jenseits von Rockmusik gereicht. Nicht nur, dass er mitgeholfen hat, den Blues in die Rockmusik zu bringen, sondern da Ende der 60er, da war der, by the way, jetzt bei der Zeit von der Super Session, da gab es die Band schon gar nicht mehr, die Butterfield Blues Band, oder er war da schon raus, sondern zu dem Zeitpunkt hat er dann schon ein neues Projekt am Start gehabt, das hieß The Electric Flag. Und da war so seine Vision, Rockmusik mit der schwarzen Musik zu fusionieren, mit etwas mit damals, sprach man noch von Rhythm and Blues, aber das gerade vielleicht auch schon der, der Funk lag so langsam in der Luft, so James Brown, was die Leute gemacht haben mit Bläsern und, und so, so groovigen Basslines und so weiter. Das war schon seine Vision, das vielleicht irgendwie zusammenzubringen. Und das war so The Electric Flag, eine großartige Vision. Und da gab es in den 70ern welche, die dann das, diesen Weg weiterverfolgt haben. Aber The Electric Flag, es ist nie so richtig groß abgehoben. Gibt Aufnahmen von denen, die waren auch bei dem legendären Monterey International Pop Festival von 1967 im kalifornischen Monterey, was so das erste große Mega-Festival war. Alle kennen Woodstock, aber das erste richtig große und musikalisch viel überragender als Woodstock war dieses Monterey Pop Festival, wo so Superstars geboren wurden, Jimi Hendrix und Janis Joplin und so weiter. Dort hat auch The Electric Flag gespielt. Und wenn man es anhört, dann weiß man, wohin er will, oder man ahnt es, ja. Ey, boah, das wäre so cool! Aber du spürst schon irgendwie, er findet da selber so gar nicht so recht seinen Platz. Es ist viel zu wenig von dieser Bloomfield-Gitarre zu hören. Na ja, wie auch immer, er war halt einfach auch irgendwie so auf seinem Lebensweg auf einem absteigenden Ast. Ist wirklich hart. Ich glaube, es hat auch damit zu tun, Mike Bloomfield, der hatte nie diese Persönlichkeitsstruktur die so ein Rockstar auch braucht. Das ist ja auch ein, das verlangt ja auch einiges ab. Nicht nur, dass du gut an deinem Instrument bist oder so, sondern dieses ins Rampenlicht kommen, dieser Guitar Hero zu werden, da wirst du natürlich auch zu einer Projektionsfläche. Das waren alles nicht Dinge, die der wollte. Der war viel mehr introvertiert, der auch nie gesungen, nur gespielt. Und diese ganze Entwicklung, die dann wahrscheinlich das Showbusiness genommen hat, ich schätze, dass das auch etwas war, was Mike Bloomfield einfach nicht wollte. Und da ist er dann ein bisschen out of sync geraten mit dem Music Business. Dazu eben seine persönlichen Probleme, die dann immer größer wurden. Na ja, um es kurz zu sagen, damit war eigentlich sein Zenit schon überschritten. Er hat danach noch, nach hier The Electric Flag, hat er auch noch ein paar Solosachen gemacht oder manchmal auch noch mit anderen Leuten mitgespielt. Aber das ist dann schon nicht mehr, zumindest musikhistorisch, ist es nicht mehr von großer Relevanz. Es hatte keine große Bedeutung mehr. Er ist dann mehr und mehr aus dem Music Business ausgeschieden. Und hat sich auch von dem Problem nie ganz erholt. Und ist dann, ich glaube, 1980 ist er dann auch relativ jung verstorben. Aber in diesen paar Jahren, die Mike Bloomfield am Start war, in der Zusammenarbeit mit Bob Dylan, mit der Paul Butterfield Blues Band, vor allem dieses legendäre Album East-West, was so viele andere Musiker inspiriert hat, und dann auch noch den Impact mit der Super Session so auf diese kalifornische Musikszene. Da muss man sagen, Mike Bloomfield ist einer von den großen talentierten Musikern, die die Rockmusik mitentwickelt haben. Auch einer, den man einen Musicians' Musician nennt. So viele andere haben sich von dem inspiriert gefühlt. Wenn du so dem seine Legacy anschaust, die Art, wie der gespielt hat. Alle anderen von diesen großen Gitarristen aus der Zeit kannten auch Paul Butterfield. Er war einer der ersten, die das so nach vorne gebracht haben, dieses virtuose Spiel. Dieses lange Soli spielen. Und so viele andere haben sich dann nicht an ihm orientiert, sondern sind diesen Weg halt einfach weitergegangen. Er war einer der ersten, die diese Tür aufgestoßen haben. Und ja, das ist, was ihn halt ganz groß macht. Interessant ist auch bei diesen großen Gitargöttern, da geht dann auch immer, also jetzt Nerdwissen für die Instrumentenfreaks unter euch, was für Gitarre hat er gespielt. Und bei diesen Guitar Heroes aus den 60ern, Anfang der 70er, Da gab es auch immer schon die Frage, Fender oder Gibson. Die liebsten Gitarren waren diese Gibson Les Paul, die so Ende der 50er produziert waren. So ein kleines Zeitfenster. Das waren so die, die Gitarren, die bevorzugten Bluesgitarren von den Bluesern, die dann zu Rockern wurden. Aber eben auch die Fender Stratocaster. Und ja, Axel hat schon drüber gesprochen, Fender natürlich auch legendäre Kultmarke. Und tatsächlich, Mike Bloomfield hat auch beides gespielt. Der hat angefangen, sind seine frühen Jahre, die ersten Aufnahmen mit einer Fender, und ist dann aber auf so eine Gibson Les Paul aus den 50ern geschwenkt. Und ja, war also in diesem Gitarrenstreit, also wie so ein Markenstreit oder so eine Grundsatzfrage. Die ist auch, keine Ahnung, bei irgendwelchen Fußballern Adidas oder Puma oder so was, also eine Markenbindung. Aber er hat da auch eine Brücke gebaut. Paul Butterfield. Bluesband, mehrere krasse Alben gemacht. Aber hey, dieses East and West, das ist wirklich der Meilenstein. Es ist, das wollte ich auch noch dazu sagen, es ist auch was für, für den entwickelten Hörer. Das ist jetzt nicht unbedingt Mainstream-Musik, das, weil da ist auch so viel experimentell. Dieses East West, 13 Minuten lang, dieser Jam, der hat unterschiedliche Dynamik. Da wird's mal richtig wild, dann wird's fast schon so jazzy. Jazzy, raga-mäßig, ja, ist vielleicht nicht jedermanns Sache, so, aber der Impact, das ist, um was es geht, die Legacy, das Œuvre, wie man sagt, das Werk von diesem Mike Bloomfield, das ist eins von den wichtigsten Alben, ich würde sagen, eins der wichtigsten Alben in der Entstehung von Rockmusik, das kann man sagen, so gesehen eins der wichtigsten Alben der Musikgeschichte, ja, liebe Musikfreunde, deswegen empfehle ich euch mal, hört mal rein beim Mike Bloomfield, hört mal sein Werk rein, Vor allem die Super Session, dort die A-Seite mit Mike Bloomfield, ey, das ist wirklich ein Genuss, das zu hören. Und auch da ist es halt so, die Songs werden länger, wir sprengen die Formate, wir jammen. Aber jammen kannst du nur mit Virtuosität. Und das waren halt eben mit die talentiertesten und virtuosesten Musiker, die uns die Rockmusik geschenkt haben, die uns in diese Rockmusik geführt haben, ja, wo es nicht nur so um Power geht, sondern einfach um Virtuosität. Mike Bloomfield, das war so meine Hommage an, na, nicht underrated, weil bei allen Ratings ist der sehr hoch, man weiß, wie großartig der war, aber der ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Und deswegen ist es, glaube ich, eine Story wert gewesen, Mike Bloomfield, vielleicht auch für die jüngeren Zuschauer. So, ey, das sind Typen, der hat sich auch gegen ganz viele Widerstände durchgesetzt, der hatte auch seine Baustellen, Probleme, ein Gitarrgott, das ist, was so die Fans gemacht haben. Aber ich meine, der Typ einfach auch Mensch. Aber er hat denn in diesen, trotz all der, der Unzulänglichkeiten, die er vielleicht auch hatte, hat er halt etwas hinterlassen, hat einen Impact gelassen auf dieser Welt und hat sich da einfach durchgesetzt gegen alle Widerstände. Schon angefangen in Chicago, wo du nur belacht wirst, als will dieses, dieses, dieser Jewish Boy hier bei uns. Aber ey, lass den mal spielen und ein paar Takten ist klar. Oh Mann, das Feuer ist in ihm drin, ne? Und so kann es irgendwo bei jedem von uns, na ja, bevor wir zu philosophisch werden, würde ich sagen, schmeißen wir uns hier raus. Ich danke euch, dass ihr wieder dabei wart hier bei FRAX Music. Und auch hier bei diesen Themen, bei diesen Stories, die ich euch erzähle, freue ich mich natürlich auch mal auf eure Kommentare. An der einen oder anderen Stelle könnt ihr mich vielleicht auch ergänzen oder korrigieren. Wisst ihr, bei vielen von diesen Stories, gerade wenn die so lange zurückliegen aus den 60ern Manchmal gibt es auch unterschiedliche Varianten, unterschiedliche Versionen. Leute erzählen die Geschichten vielleicht, gewichten manche Dinge ein bisschen anders. Und aber im Groben und Ganzen ist das die Story von Mike Bloomfield gewesen, einer von den Leuten, die die Rockmusik hier in die Welt gebracht haben. Ihr kennt das Spiel: Liken, hypen, Daumen hoch, abonnieren, würde uns freuen. FRAX Music verabschiedet sich, aber hey, es war noch lange nicht alles. Wir kommen wieder. Okay, ciao!
