MUSIK PODCAST · DE
FRAX #1021. Mai 2026

Diese Plattencover sind legendär – Dire Straits, Red Hot Chili Peppers, Guru Guru | FRAX Music #10

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Zusammenfassung

In der zehnten Folge von FRAX Music tauchen Axel Breitung und Frank Joetze tief in die Welt der legendären Plattencover ein. Sie nehmen die Hörer mit auf eine visuelle und musikalische Reise durch die Geschichte ikonischer Albumcover und beleuchten, warum gerade bestimmte Motive und Designs einen so bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Den Auftakt macht das berühmte Cover von Dire Straits' „Brothers in Arms“. Die Hosts schwärmen von der Ästhetik des schwebenden Dobros vor himmelblauem Hintergrund und diskutieren, wie dieses Bild die Atmosphäre des Albums widerspiegelt. Sie erklären, was ein Dobro ist, warum es auf dem Cover zu sehen ist, obwohl es musikalisch nicht im Vordergrund steht, und ziehen Parallelen zu anderen Cover-Designs wie etwa JJ Cale's „Troubadour“. Dabei wird deutlich, wie sehr sich Künstler gegenseitig inspirieren und wie Zitate und Anspielungen in der Coverkunst eine eigene Geschichte erzählen.

Ein weiteres Highlight ist das Cover der deutschen Krautrock-Band Guru Guru. Die Hosts analysieren die wilde Collage mit einem Känguru auf einer Eisscholle und ordnen sie als bewusst dilettantisch ein – ein Stilmittel, das im Krautrock und später auch bei der Neuen Deutschen Welle (NDW) als künstlerischer Ausdruck genutzt wurde. Sie erklären, warum solche scheinbar einfachen Gestaltungen keineswegs ein Zeichen von Unvermögen, sondern vielmehr ein Statement gegen den Mainstream sind.

Im weiteren Verlauf der Folge widmen sich Axel und Frank der Rolle von Labels wie Brain Records, die sich auf Krautrock spezialisiert haben. Sie erzählen von der Bedeutung solcher Independent-Labels für die Entwicklung von Nischenmusik und wie diese Labels sowohl für Künstler als auch für Hörer eine Art Qualitätsmerkmal darstellen. Die Hosts berichten aus eigener Erfahrung, wie es ist, ein eigenes Label zu gründen, und beleuchten die Unterschiede zwischen Major und Indie-Labels.

Abgerundet wird die Folge durch einen Ausblick auf die Bedeutung von Plattencovern für die Musikgeschichte insgesamt. Die Hosts regen an, sich intensiver mit der Geschichte der Musiklabels zu beschäftigen und versprechen, diesem Thema in Zukunft mehr Raum zu geben. Für Musikliebhaber bietet diese Episode einen spannenden Einblick in die visuelle Seite der Musik und zeigt, wie eng Kunst, Kultur und Business miteinander verwoben sind.

Hintergrund & Kontext

Plattencover sind seit den 1950er Jahren ein zentrales Element der Popkultur. Ursprünglich dienten sie vor allem dem Schutz der Schallplatten, entwickelten sich aber rasch zu eigenständigen Kunstwerken, die oft genauso ikonisch wurden wie die Musik selbst. In den 1970er und 1980er Jahren, als das Album zur wichtigsten Veröffentlichungsform wurde, erreichten Cover-Designs ihren kreativen Höhepunkt. Künstler wie Hipgnosis, Roger Dean oder Storm Thorgerson prägten mit ihren Arbeiten das visuelle Gedächtnis ganzer Generationen.

Gerade im Krautrock, einer deutschen Musikbewegung der späten 1960er und 1970er Jahre, war das Cover oft ein Ausdruck von Experimentierfreude und Nonkonformismus. Labels wie Brain Records oder Ohr Records boten Bands wie Guru Guru, Can oder Neu! eine Plattform, auf der sie sich musikalisch und visuell austoben konnten. Die Covergestaltung war dabei häufig ein bewusster Bruch mit den Hochglanzproduktionen der internationalen Major Labels – ein Statement für künstlerische Freiheit und gegen Kommerzialisierung.

Auch heute noch sind Plattencover ein wichtiger Teil der Musikvermarktung, selbst im digitalen Zeitalter. Sie schaffen Identität, wecken Emotionen und sind für viele Sammler ein entscheidendes Kriterium beim Kauf. Die Diskussion um legendäre Cover zeigt, wie sehr Musik und visuelle Kunst miteinander verschmelzen und wie sehr beide Bereiche voneinander profitieren.

Häufige Fragen

Was ist das Besondere am Plattencover von Dire Straits' 'Brothers in Arms'?

Das Cover zeigt ein schwebendes Dobro vor himmelblauem Hintergrund und symbolisiert die sphärische, losgelöste Stimmung des Albums. Es gilt als eines der bekanntesten und ästhetischsten Cover der Musikgeschichte.

Welche Bedeutung hat das Label Brain Records für den Krautrock?

Brain Records war eines der wichtigsten Labels für Krautrock in Deutschland. Es spezialisierte sich auf experimentelle und progressive Musik und förderte Bands wie Guru Guru, wodurch es maßgeblich zur Entwicklung des Genres beitrug.

Warum wirken manche Krautrock-Plattencover so dilettantisch gestaltet?

Der scheinbare Dilettantismus ist oft ein bewusster künstlerischer Ausdruck. Viele Krautrock-Bands setzten auf Collagen und einfache Gestaltung, um sich von Mainstream-Ästhetik abzugrenzen und ihre Unabhängigkeit zu betonen.

Wie unterscheiden sich Independent-Labels von Major Labels in der Musikszene?

Independent-Labels sind meist kleiner, spezialisierter und näher an ihren Künstlern. Sie fördern oft Nischenmusik und bieten Bands mehr kreative Freiheit, während Major Labels auf Masse und breite Vermarktung setzen.

Welche Rolle spielen Plattencover für den Erfolg eines Albums?

Plattencover sind oft das erste, was Hörer von einem Album wahrnehmen. Ein ikonisches Cover kann die Identität einer Band prägen, Aufmerksamkeit erzeugen und die Musik visuell interpretieren, was den Erfolg maßgeblich beeinflussen kann.

Transkript anzeigen

Hey, schön, dass ihr wieder da seid. Jetzt haben wir wieder Plattencover, die wir euch vorstellen wollen. Z.B. das von Di Straights Guru Guru und wir haben was von den Peppers dabei und Tool und dann noch It's a beautiful day. Jetzt Frax Music. [musik] Jo, liebe Musikfreunde, eine weitere Ausgabe von den Covers und los geht's mit einem ganz bedeutenden Cover von einer englischen Band, von den Di Straights, Brothers in Arms. Was für ein wunderschönes Cover, oder? Ja, das Dobro, so nennt man ja dieses Instrument, das ist ein Dobro. Das ist sozusagen eine Gitarre, die aber einen einen metallischen Korpus hat und es gibt dann so einen eigenen Sound da. Ich finde es so schön dieses Dobro, was da so e mit diesem Himmelblau auch das Dobro, was durch den Himmel fliegt, die diese losgelöste Musik, der Titelsong auch Brothers in Arms, dieses fast schon sphärische tolles Album, tolles Album auch tolles Album Cover. Ich finde auch so ein Dobrus einfach einfach ein Hingucker oder was für ein schönes Instrument unbedingt. Ja, dieser metallische Sound, den hört man hier und da mal ohne zu wissen, dass es eigentlich keine normale Gitarre ist, weil die ist das Holz und hier wird mit Metall gespielt auch auffällig diese Flöcher. Normalerweise hast du in der Mitte hier unten drunter deinen Korpus und das macht den speziellen Sound. Ja, ein tolles Instrument Dobro. Mm. Obwohl gar nicht das Di Trades das ist jetzt gar nicht ein typisches Di Trades Instrument. Ich meine, Mark Knopfler offensichtlich spielt alles, was Seiten hat und vielleicht auch irgendwo ein Dobo. Aber ich glaube, das ist hier wirklich eher drauf, nicht als Hinweis, jetzt hast du ein Dobraalbum. Ja, sond ich glaube eher einfach auf der aufgrund der Optik, weil es halt so schön ist und weil es so schön passt irgendwie dann auch. Ich glaub, das hat man wirklich nur deshalb ausgewählt. Also meine Erinnerung nach weiß ich nicht, ob auf dem Album viel Dobro zu hören ist. Ich assoziere das jetzt nicht mehr, ne? Würde ich auch nicht unbedingt sagen, weil es meistens auch ein sehr sehr flacher Sound ist. Also, der hat keine Fülle unten rum drum. Das ist hell brillant so ein bisschen wirklich ein bisschen metallisch. Das ist bestimmt das erfolgreichste Album von Di Tray. Bekannteste Hit ist hier drauf. Money for nothing. Genau. Da h ich kein Dopro, wenn ich mich so erinnere. Ja, da bestimmt nicht. Nein, nein, das ist ja, also die haben auf jeden Fall damit ein ganz deutliches Zeichen gesetzt. Muss man schon lassen auch jetzt jetzt in der in der Geschichte. Man muss schon schätz schätze schon, das gehört zu den Top 50 aller Alben, die die es je gegeben hat. Von der Coverart erinnert mich an anderes Album. Es fährt mit spontan. Wir haben es gar nicht vorbereitet, aber ist spontan, wo ich es einfach anschaue. So, erinnert mich das an ein anderes Cover. Könnt ihr dann selber mal noch nachgucken. JJ Kale Trubadour. Das ist auch so, das ist auch so eine Himmelsoptik. Da sind irgendwie Wolken und da ist auch ein eine Wolke, die dann eine Gitarre formt, also die Ah ja, kenne ich auch. Ja, doch. Ich glaube, das ist doch schon so ein bisschen so ein Zitat. Das ist auch das Schöne in der [räuspern] Musikgeschichte. Wir können spekulieren, ob es so ist oder nicht, aber man zitiert aninander. Vielleicht hat irgendwann mal Nopfler so eine JJK, vielleicht war seine Lieblingsplatte hat immer gehört und dann macht er mal da so ein kleines Zitat. Ob so ist oder nicht, wissen wir nicht, aber das ist das Schöne, deswegen können wir die ganze Zeit über diese Themen diskutieren, ne? Weil das Ergebnis ist immer offen, ne? Wir bleiben ein bisschen bei blau [musik] generell bleiben wir. Ah, ja, das ist gut. Hast du ein wildes Kammer? Ja, das ist von der Band. Es ist hier gar nicht direkt auf dem ersten Blick zu erkennen. Welche Band ist es denn? Ja, genau. Die Band heißt Guru Guru hat weiter auch noch nicht jeder gehört. Das ist eine bedeutende Krautrockband wieder experimentelle progressive Rockmusik aus Deutschland. Manny Neumeier ist hier der Mann, um den es vor allem geht, der immer bei Guru Guru der Bandleader war und Guru Guru heißt die Band dann dieses Wpiel irgendwie mit Kanguru. Ich finde ich auch so krass, ich meine wie wie einfach und das ist nicht, weil die weil die Diletanten waren, sondern das ist auch eben so ein so ein künstlerischer Ausdruck äh Diletantismus, wie das wie das hier gemacht ist. Ich meine heute wo wir verwöhnt sind so mit Computergrafiken und KI das ganze ich meine hier sieht so diese Collage diese Zusammenstellung das ist wild dieses Kängu auf dieser Eisscholle das genau ja das sieht fast aus wie wenn es wenn wenn es ein Schüler im Kunstunterricht gemacht hat als Projekt aber das war auch nicht weil die es nicht besser konnten, sondern das ist eben auch dieser Ausdruck hey hier kommst von unten. Genau richtig das ist jetzt hier nicht wah Major Label sondern das ist Brain Records. Ja, das ist halt so mit dem die auch gespielt haben. Wir sind halt eine Krautrockband. Das ist jetzt nicht, das ist nicht ein Beatles Cover. Ja, das ist halt Krauter. Was ihm auffällig ist, halt eben auch diese Idee alleine. Du setzt ein Känguru auf eine Eisscholle. Ja. Hä? Ja. Und es ist, du hast vollkommen recht, damit zeigen sie natürlich auch, dass damit mit enorm spielen und dazu kommt noch, wenn man genau hinguckt, das ist irgendwie ganz beschissen ausgeschnitten irgendwo. Das ist so nicht und dann das war auch noch nicht mal ein gutes Foto. Hier ist schon das drin. Wir haben ja doch ganz viel auch schon über NDW gesprochen, Axel und da hatten wir das auch schon bei NDW ist es auch Teil von diesem Ding ist dieses infantile, dieses die Liebe zur zum Diletantismus und äh das ist eben auch hier so ein Vorläufer davon. Das jetzt einfach ästhetisch. Bei den Krautrockern war das auch schon manchmal so. Und ich find dieses Album kann man sich schon wie so ein so ein Vorläufer zu dem was bei NDW dann werden sollte. Man das Album ja auch mal als Kunstformat nehmen. Nehmt euch nicht so wichtig. So. Ja, wenn wir jetzt über die Musikproduktion von dem Album nachdenken, dann haben wir schon die Vermutung, wer könnte das produziert haben? Ja, ist immer, wenn du mich fragst, gebe ich die Antwort Cony Plan und bei der Hälfte liege ich richtig. Aber es ist auch wirklich so. Con Plank, der hat im Krautrock halt unfassbar viel produziert und das ist eine von diesen klassischen Krautrock Bands. Ja, Cony Blank, da machst jetzt falsch. Der hat alle Krauter mal produziert. Brain Records übrigens auch legendär. Ja, das müss wir mal drauf eingehen. So ein Label, die eigent fast nur Krautck gemacht haben oder richtig. da die haben das also auch wahrgenommen und haben sich darauf eigentlich auch meines Wissens sich also auch wirklich spezialisiert, dass sie halt eben nur für die für die Deutschen auch da sind und auch kleiner laden und hängt auch mal damit zusammen, du kriegst dann auch relativ schnell eine Antwort. Ja, weil die sagen, passt bei uns ins Repertoire, passt nicht. Ich hatte mit späteren auch zu tun. Wir hatten in der Nekrologsendung habe ich Manfred Schütz erwähnt, der diese Boots Plattenleben damals, die es in den 70er 80er Jahren gab aufgebaut hat. Eine ganze Ladenkette war das ja der Vorläufer im Prinzip von Wom Wom kam ja wesentlich später und der hatte ja auch schon damals genau solche Sachen hatte hätte der auch gesign, weil es halt eben irgendwie so speziell ist, dass es dann wieder passt. Die haben dann halt eben keine großen Stückzah nicht zwangsläufig, aber ab und zu entwickelt sich da mal irgendwas aus. Ich möchte noch mal bei der Gelegenheit auch jetzt mal jetzt ist vielleicht nur 20 Jahre her, aber immerhin muss müssten wir das auch mal erwähnen, ist ja Wolfshheim beispielsweise auf Indigo. Ja, Indigo ein relativ großer Plattenvertrieb, aber jetzt so auf der großen Szene nicht bekannt mit vielen kleinen Depend, also die haben selber ausgeliefert an den Handel auch und so ist Brain Record auch. Die haben sozusagen im da gibt's eine ganze Geschichte von durchaus auch mal ein Special Wert, ne? das sich dann mal anzugucken, welche Labels dort immer wieder aufgetaucht sind, die halt eben so spezialisiert waren, dass man die halt eben mit einem ganz speziellen Repertoire auch immer wieder angefunden hat und deren, sagen wir mal auch, wenn du jetzt, wenn du jetzt ein du hast so eine etwas speziellere Musik, dann hast dann so wie was weiß ich, wir haben Nuclear Blast für die Rocker, ja, also auch so so spezielle Labels, da willst du du willst dann als Band gar nicht unbedingt bei Universal auftauchen. Du bist froh, wenn deine dein Speziallabel da wolltest du hin. Da weißt du genau, du du gehörst zu einer kleinen Gruppe, die aber schlagkräftig vertreten ist draußen nicht, dass du irgendwelche Nachteile hast und Sachen nicht zu bestellen und das ist das ist dir was als Band durchaus was wert. Ja, also wenn du dann so auf, ich glaube schon, dass Guru Guru mit Brain Records gut aufgestellt war, die haben nicht gesagt, das ist aber jetzt nur eine Lösung der nur, weil wir bei den Universal nicht angekommen sind und umgekehrt auch, also für die für die Hörer, für den Kunden ist es auch so. Ich weiß, wenn ich bei Brain Records hol, weiß ich was ich bekomme. Wenn das meine Mucke ist, dann gehe ich dahin. Oder um mal ein anderes zu droppen, so in England, wenn ich was von Island Records kauf, dann weiß ich, was ich bekomme. [räuspern] Das ist eine gewisse Stielrichtung und äh das ist auch dann für den Kunden ja auch gut überhaupt ein spannendes Thema. Das sollten wir vielleicht echt mal ähm eine Sendung oder sogar eine ganze Sendereihe machen, wo mal über Label sprechen. Das finde ich auch hoch interessant da auch international. Das ist ja für Musikliebhaber auch ein toller Stoff über Labels sprechen und wie die entstanden sind und in welche Richtungen die dann eingeschlagen sind. Gibt's so viele bedeutende, die direkt an Genres auch gekunden sind, wie eben auch Brain, ne? Dann wäre es auch mal erwähnenswert, dass auch die großen versuchen Unterlabels zu zu machen. Also Univers, du bist nicht bei Universal, du bist bei Ring bei bei wie heißen sie noch mal? Reinones oder so ähnlich heißen sie, glaube ich, ne? Die machen dann also alles, was jetzt irgendwie karnevalsmäßig vom Rink kommt, also aus Köln kommt und dann weißt du genau, aha, da findest du das und das. Der der geneigte Plattensammler damals, der ist in in den Laden rein und hat dann gefragt und und dann dann wusste schon, aha, den den schicke ich da mal zu zu Brain Records hin. Wenn der Dialog entstanden ist zwischen dem Platten Geschäftsinhaber und dem Kunden, dann ist dann ist das eine gesunde, sagen wir mal, eine gesunde Beziehung. kannst schon fast sagen, was gibt's denn Neues? Der wollte das wissen und dann hat er schon gewusst, okay, geh mal zu dem Label, da bist du gut aufgehoben und wie wie du schon sagst zu Univers keinen Bezug, ist doch den Leuten egal. So wie ich meine, die haben keine Ahnung, wenn 20.000 Künstler unter Vertrag haben, dann wird es beliebig. Das in der Tat, also die Labes haben auch ein Interesse daran wahrscheinlich so aus Marketing Gründen eben Marken zu gründen, Submarken. Das machen auch die großen Labels und und deswegen das ist dann manchmal ein bisschen unübersichtlich, wenn jetzt so einsteigert bist. Es gibt halt unfassbar viele Labels. Ja, seit ein paar Jahrzehnten dann auch noch die ganze Indiezene auch dazu. Ind die kommt von independent eben unabhängig von diesen großen Label und da wer noch mehr Marken und noch kleiner und im Grunde kann das jeder gründen. Ich weiß, hast du nicht auch mal irgendein Label gegründet? Drei Stück, ne? Siehst du zwei sogar. Ja, genau. Du musstest was den Bishop Records oder was gibt? Nee, das war damals muss überlegen schon so lange her und die sind halt eben halt eben Borderline hieß eins und andere habe ich nicht mehr im Kopf, aber Highcut Highcut hatten wir es genannt. Das fand ich gut. Also Highcut sozusagen hat noch gutes Logo, weil Hikcut ist dann du das heißt ja Höhenbeschneidung. Ja, die der jetzt sozusagen dann könntest du könnte man so ein so einfach das war schon eine gute Idee, glaube ich. Also das war dann unser Label, aber dann brauchst du ein Vertrieb. Also der der Ja, du hast zwar ein Label, du sagst dann, okay, ich brauche ein Vertrieb. Du klopfst dann an bei Warner oder bei Sony und sagst, ist das nicht was du dann sagen, die ja könnten wir machen aber zu zu klein für uns hier. Wir wir haben haben halt eben entsprechende äh die entsprechende Bandbreite auch und deshalb haben die natürlich nicht so äh kein sagen sie, ja, das passt ja nicht zu uns oder so. Aber eins wollte ich noch unbedingt erwähnen, als ich als mit Axel B und der Hammer in die neuen Deutsche Welle mit eingestiegen bin, da haben die, weil sie gemerkt haben, das interessiert haben die, das war damals die Polygramm heute Universal. Die haben damals unter Polygramm haben die das so gemacht, dass sie gesagt haben, wir lassen ein Label wieder aufleben, das hieß Phonologramm. Und dann haben die das aus der Versenkung geholt und haben gesagt, pass mal auf, das passt jetzt. Wir sind jetzt, wo wir neue deutsche Welle machen, da versuchen wir das also damit zu branden. Altes [räuspern] Label, Asbach, Uralt. noch aus den 60er sogar noch. Ja, das haben die dann sozusagen rausgezogen wieder haben gesagt, wir füllen das jetzt mit neuem Leben. Das hat auch damit zu tun, weil du musst man muss es das so aus der damaligen Zeit so vorstellen. Die sind ja die Pattenläden sind ja besucht worden von von den Außendienstlern. Die sind ja rumgelaufen und wurden dann gefragt, was hast du denn neues und dann packen die aus und dann kommt wieder du wir haben das Fologrammlabel wieder reaktiviert, weil wir sehen den Grund, wir sehen da eine gute Chance auch mit dieser frechen deutschen Art, vielleicht haben die haben die NDW vielleicht auch gar nicht gesagt, wissen wir nicht haben wir aber ein neues Label und da hat ein Label wieder aus der Versenkung und da werden wir uns auf das konzentrieren und dann macht es auch Klick natürlich logischerweise bei den bei dem Plattenladenbesitzer, der dann sagt, ja, hat. Aha, okay. Dann weiß ich ja, was ich wen wo wann was empfehlen kann. Ist eine Kette. War wichtig damals auch, weil eben für Plattensammler, die wussten das dann eben und das ist eben gilt natürlich auch für Brain Records. Ist großartig, sehe schon, bist da voll on fire bei diesem Thema. Da werden wir bestimmt mal was machen über Labels, das ist, weil da kann man das ist auch so wichtig ist auch so ein so ein Zugang zu dem Music Business über die Label sprechen. Hoch interessantes Thema werden wir machen. Aber jetzt kommen wir noch mal zurück zu den Covers hier. Schmeiß mal das nächste rein. Was haben wir denn noch am Start? Ah, die Peppers aus California. California Cation. auch ein ewiger Dauerbrenner auf Platz 1 gewesen. Ich weiß nicht, die haben vielleicht auch sogar 100 Wochen Charts, also spricht zwei Jahre lang war das Ding drin. Das ist also auch ein Dauerbrenner gewesen. Das weiß ich noch ziemlich genau. Finde ich natürlich als als Cover, also rein dieser Kontrast irgendwie das Rot in Swimmingpool mit dem Blau des pazifischen Ozeans. [seufzt][japst] Was assziert das rot? Feuer Burning, es brennt und das ist auch irgendwie gibt es ist vielleicht auch schon Clue auf diese Platte, denn da sind ja schon auch Texte drauf, die äußerst kritisch sind auch, ich meine, es sind Kalifornien und die lieben bestimmt auch ihr Land und und so weiter, aber sie sehen es auch kritisch. Diese Californication, das würde man übersetzen können, das Kalifornifizierung oder sowas. Und allein das zeigt es ja schon, dass die das kritisch sehen, dass so The American Way of Life, nein, die The California Way of Life, der tatsächlich den 70ern vielleicht auch für unsere Europäer, das war wah Kalifornien, das ist die große Freiheit, das ist Rock and Roll und Surfen, cool, aber dass daraus ein Lebensstil wurde, der dann jetzt auf die ganze Welt übergreift, die Kalifornifizierung und das ist was die hier kritisch erwähnen. Und da sind ja Texte drauf, wo du ganz viele Clues siehst jetzt. Ich ich ziehe nur eins aus dem Kopf. Was singt da dort? Space may be the final frontier but manufactured in Hollywood Basement oder sowas. Ich meine allein der Ersatz, was das für eine Sprengkraft hat. Also e da geht's darum diese ganze Raumfahrt. Ist es nicht in einem Hollywood Keller entstanden? Stichwort ähm gefakte Mondlandung und so weiter, alles Themen, die hier reinschmeißen und das aber dann eben, das ist ja unglaublich erfolgreich so diese Themen dann auch bo in dem Mainstream verbreiten und äh wahrscheinlich gibt's sogar Millionen Amerikaner, die haben diese Song schon 100 mal im Radio gehört und den ist noch nie aufgefallen, was sind der denn eigentlich dort? Das ist auch ein spannendes Thema in der Popmusik. Manchmal klingen Songs so süß und so nett und wenn du dann aber genau drauf achtest, boah ist voll die düstere Story. Das ist halt auch so eine Möglichkeit für ein Künstler kannst auch manchmal so Dinge reinverpacken. Hat man auch schon wahrscheinlich schon immer gemacht und ich glaube, dass das ihr das K da eben schon darauf hinweist. Ey, du badest Feuer, so weiß du der Tanz auf dem Vulkan oder sowas. Die Umgebung ist ja auch ganz standardmäßig eigentlich besteht das ja aus drei Teilen. Das ist der, du hast den das da das und dann hast du den Himmel, der so so gewählt ist. Ja, das ist das Meer oder das ist der Pazifik, also oder siehst du den Himmel? Okay. Shit, fällt her ich falsch. Ich hätte jetzt eher gedacht, das ist so wie das ist so wie in den Hollywood Hills, weißt du? Das ist eben ein bisschen auf den Bergen und du schaust von den Bergen schaust du dann runter und du hast im Hintergrund den Ozean. Ja, die Perspektive, aber okay. Ja, vielleicht liege ich auch falsch. Die die Perspektive ist schon so, dass der auf Höhe ist gebrochene Wellen und so oder hier, das ist doch kein Himmel. Ja, du hast du hast recht, aber das hätte viel flacher sein müssen. Das ist das ist irgendwie deshalb macht das auch so widersprüchlich. Weißt was ich meine? Also wenn du den Blickwinkel hättest, dann wenn du stehst an einem an einem Swimmingpool, dann kriegst du ungefähr so ein so ein Bild und dann dann kann das dann würde es ja merk das Mehrberg auf sein. Das glaube ich kaum. Mich erinnert das ganze Bild hat, das ist könnte irgendwie so ein reiches Haus sein irgendwie am Sielo am Sielo Drive, weißt du, so oberhalb von in Amerika in Los Angeles, wird dann sehr schnell bergig dann in Hollywood, da geht die Berge hoch und die die reichen Leute haben dann oben in den Bergen halt ihre Grundstücke und ja, Swimmingpool und dann halt den den ungehinderten Blick auf den Pazifik ist natürlich schon nice wahrscheinlich, wenn man sich so ein bisschen nach links drehen würde man da hinten dann die Skyline von Los Angeles sehen oder so. Ja, er ist schon schon wieder spü, aber meine gut, das steht ja auch für die Band. Ich meine, die die hat der hat ja immer immer polarisiert, muss man wirklich sagen. Und auch jetzt auch von den von den Typen her, das ist muss man auch das sehen. Ich meine, insofern passt das schon. Ja, musikalisch muss man mal drüber irgendwann mal sprechen, aber Hammer Band natürlich die Peppers auf jeden Fall. Gut, wir haben auch noch weiteres, nämlich jetzt kommen wir mal zu den Specials und zwar dahingehend, dass wir also uns auch auf die Suche gemacht haben, gibt es vielleicht auch nicht nur diese flachen LP Cover, die man so kann Nein, manchmal kann man sie aufklappen. Das werden wir auch ein paar Beispiele sehen und manchmal hat man auch was das Inle was besonderes ist so z.B. da, wo die wo die Platte also sozusagen in dem in dem Sleeve drin ist. Das ist ja auch noch mal ein Thema und es das ist jetzt das Besondere an dieser Platte, die wennt sich Tool, ja, also Werkzeug, wenn man es so übersetzt und 10,000 Days heißt das Ganze und hier kommt's nicht so einfach rüber, aber man muss also wenn man das ist ja das w wenn man das sozusagen draußen das so sieht das der Plattenkäufer erstmal und wenn er jetzt hier reingeht, dann hat er hier so eine Art Brille, die wenn er wenn er sie drüber schiebt, kriegt er so ein Stereol Look. Das ist so das, was man hier versucht mitzuteilen. Ist es sowas wie diese 3D Brillen, die es irgendwann mal gab, so wo du so ein rotes und ein grünes Plastik drin hast? Ich glaube, es ist sowas, also diese diese Brille, die ist ja sozusagen eingearbeitet. Du kannst so rausfalten und kannst du dann aus der Perspektive noch mal drauf gucken und bekommst dann etwas anderes zu sehen. Ähm, ich glaube, man nennt es 3D Brille, aber da gibt's auch andere Effekte noch. Das deshalb hier ist es auch so, des sind die Punkte auch hier. Ja. Und damit hängt das zusammen. Und der der Typ, der dieses Plattencover gemacht hat, den sollten wir vielleicht auch erwähnen, denn wir haben sehen hier unten auch ein paar Kunstwerke von dem, das ist Alex Grey und der boah, der macht halt diese Art von Kunst, also so ein bisschen so new agy, ein bisschen trippy, bisschen spirituell auch großartige Werke und das finde ich auch so cool, weil das ist, dass in der Band wie Tool dann eben auch wieder auf Leute wie Alex Grey dort zurückgreift, die ja letztens dann auch deren Tradition erreicht bis zurück in die 60er von der Kunst Form, Psychedelic Art und so weiter und da wird dann auch schon wieder deutlich auch Tool sehen sich halt in dieser Linie und das finde ich großartig, weil da gehören sie auch hin. Das ist wie eine andere Generation offensichtlich, aber die wissen auch was eben vorher kam, wo sie herkommen, ne? Ja. Psychodenisch find da ist das das so optimal geeignet für, ne? Also, wenn vielleicht kann man es nicht so sehen, wir können wir sehen ja hier auf der einen Seite denkt man jetzt ist ein jemand von vorne, aber wenn wir genau hingucken, sehen wir ja auch hier, dass das dann noch mal sozusagen aus dem Kopf noch zwei Seiten zwei seitliche sind jetzt um das zu verstehen, weil ich m vielleicht ja auf dem sonst hier äh auf dem auf dem Video nicht vielleicht so deutlich sichtbar, fande ich sehr interessant, dass man auch auch menschlich hier sieht man es an den Mündern, das halt so so kann man das einigermaßen erkennen, was da jetzt so überhaupt drauf zu sehen ist. Ja. Und wenn ihr da draußen vielleicht gerade noch so eine 3Dbereit zur Hand habt, weil ihr irgendwann mal was keine Ahnung Kino irgend so ein 3D Film gesehen habt, dann setzt sie doch jetzt mal auf und schaut mal drauf, vielleicht seht ihr Dinge, die wir ja gar nicht sehen, weil wir eben diese Brille nicht auf haben. Ja, vielleicht geht der Effekt auch über dieses Video hier. Auf jeden Fall, das wird mitgeliefert hier. Das muss man vielleicht noch erzählen, weil das gehört mit in diese ganze Verpackung mit rein. Das ist der Versuch auch so ein bisschen dieses aus dem Standard Cover rauszukommen, was wo einfach nur zwei Seiten hat und deshalb ist das war es für uns zu erwähnenswert ohne jetzt unbedingt auf die Musik geachtet zu haben. Hier geht's um Cover hat, aber die Band ist natürlich auch da. Wir haben dann was ganz anderes. Wir wir sind wieder bei Blau. Wir haben mit Blau angefangen und wir wollten, das war die Überlegung, mit einem Wohlklang aus der Sache ja aussteigen aus dem Video und deshalb It's a beautiful day. It's a beautiful day. Ist das nicht schön? So, oft sagen wir Covers sollen ja so ein Hinweis geben auf die Musik. Ja, was könnte denn hier für Musik sein? Ich meine, die Klamotten, die an was für Musik ist da hinter kannst du sagen, der beautiful day. Es ist eine der Hippy Band schlecht hin. Das ist San Francisco. Das ist 60er Jahre. Interessante Band. Ist auch eine super Platte. Viele von diesen Hippy Bands waren eigentlich Hippis, weil es halt Zeitgeist war und 5 Jahre später waren die keine Hippies mehr. Man halt was anderes. Ja, weil die ist halt Modest. Aber das hier ist eine von diesen echten Hippy Bands, die wirklich das für die das auch ein inneres Anliegen war, die wirklich auf so einer ja spirituellen Suche waren auf der diese Welt zu verbessern, Welt zu verändern, also die wirklich daran geglaubt haben. Ja. Hoch interessant. Die Bände ist auch das sind das ist ein Ehepaar. Das hast du auch ganz selten Music Business vielleicht auch erwähnenswert. Ähm, ich hab die ganze Zeit überlegen, wie heißt den La Flame, glaube ich, das Ehepaar La Flame. Und das so ein Ehepaar, das ist auch noch in der Hippy Band, wo doch alles mit freier Liebe war und wir sprengen alle Grenzen. Ist höchst ungewöhnlich, aber das ist eine der ja großen Hippy Bands tolles Cover und das ist strahlt es eben aus, dieses positive, dieses hey, es ist ein schöner Tag, genieß einfach den Tag und da saust du, das ist so eine, ich habe tatsächlich die Platte zu Hause äh die kannst du dann dann aufklappen und dann wird es erst richtig deutlich. Dann siehst ist da so ein Bild so ähm die Silhouette der Band von hinten im Sonnenuntergang und allein schon an der Silhouette kennst du das sind Hippis, weißt du so deiner hat so ein riesen Hut und das sind Tücher und so und lange Haare und wallende Kleider und da geht's ganz viel auch um Lieben. Da steht dann auch innen drin dieser Spruch for those who love time ist eternity. Das ist halt krieg die Gänsehaut absolut großartige Platte, wenn man auf so Musik steht. Einen Anspieltipp gebe ich euch noch hier. Hört mal Whitebird an. Whitebea day. Toller Song. Das ist halt wahrscheinlich auch die Wolken. Ja, sie das sieht immer nach Freiheit aus. Also das muss man immer sagen. Das ist das für mich also sehr erkennbar, dass es hier doch um Freiheit auch geht und man weiß gar nicht, wo steht die eigentlich? Ist das jetzt oben auf dem auf dem Hügel oder was? Irgend so ein so ein Fels ne. Ja, genau. Aber muss ja schon ganz weit oben sein. Das würden wir un ein bisschen Landschaft sehen, ne? Was wieder hermit von der Zaplin oder? Nee. [gelächter] Ja, also wie gesagt, beautiful day, das wäre ja ich weiß nicht, sollen wir jetzt nach der Platte noch eine andere drauf legen, weil das war eiglich ein wunderschönen das Motto euch zu verabschieden. It's a beautiful day, weiß du, mit diesen schönen Hippy Vibes, die Welt ist schön, wir alles ist voller Liebe und wer richtig liebt, der soll nun endlich leben. Das sind doch schöne Schlussworte und ich würde sagen, mit dem schmeißen wir uns raus für heute. Ähm, schön, dass du wieder am Start wart, dass ihr uns gefolgt seid bis zum Ende und weiterhin gilt: "Bleibt uns gewogen, bleibt dran, denn wir haben noch viel mehr zu bieten." [musik] Music. [musik]